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30 April 2026

Gen Z definiert Karriere neu

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Gen Z definiert Karriere neu

Junge Talente legen mehr Wert auf Sinn, Lernmöglichkeiten und Unternehmenskultur als auf Titel. Eine Umfrage belegt: Wer Gen Z für sich gewinnen will, muss Karriere neu gestalten.

Für die Gen Z bedeutet Karriere nicht automatisch Führung oder Titel. Laut einer aktuellen Umfrage der Campus-App UniNow sieht nur jede:r vierte Befragte Karriere als klassischen Aufstieg in der Hierarchie. Stattdessen rücken sinnvolle Aufgaben, persönliche Entwicklung und ein faires Gehalt in den Fokus. Unternehmen müssen umdenken, wenn sie Nachwuchskräfte gewinnen wollen.

Karriere bleibt wichtig – aber anders definiert

Das Klischee, junge Menschen strebten keine Karriere mehr an, greift zu kurz. Die Ergebnisse zeigen einen Wertewandel: Karriere bleibt bedeutsam, doch die Maßstäbe ändern sich. Während frühere Generationen Erfolg oft über Titel, Status und Führungsverantwortung definierten, bewertet die Gen Z ihre Laufbahn stärker nach der Qualität des Arbeitsalltags.

„Die Gen Z lehnt Karriere nicht ab, sie denkt sie neu“, sagt Dr. Wolfgang Achilles, Geschäftsführer der Jobbörse Jobware. „Titel allein motivieren nicht mehr. Entscheidend ist, ob Arbeit Sinn stiftet und Entwicklung ermöglicht. Unternehmen müssen darauf reagieren, wenn sie langfristig attraktiv bleiben wollen.“

Erfüllung vor Eckbüro: Drei Faktoren zählen

Ob junge Beschäftigte ihre Laufbahn als erfolgreich empfinden, hängt laut Umfrage vor allem von drei Faktoren ab:

– Unternehmenskultur: Ein klarer Purpose, erlebte Wertschätzung und konstruktive Zusammenarbeit im Team wiegen mehr als formale Hierarchien.

– Arbeitsinhalte: Abwechslungsreiche Aufgaben, Gestaltungsspielräume und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, stärken die Identifikation mit dem Job.

– Weiterentwicklung: Transparente Entwicklungspfade, fachliche Spezialisierung und kontinuierliche Lernmöglichkeiten schaffen Perspektiven – auch ohne Führungsverantwortung.

Die Ergebnisse zeigen: Motivation entsteht weniger durch Titel als durch die Bedingungen im Arbeitsalltag.

Konsequenzen für das Recruiting

Nur jede:r Zehnte kann sich eine Selbständigkeit vorstellen. Die Mehrheit bevorzugt weiterhin eine Anstellung in etablierten Unternehmen, wünscht sich dort aber Freiräume, Mitgestaltung und persönliche Entwicklung. Sicherheit und Sinn schließen sich für die Gen Z offenbar nicht aus.

Wenn sich das Verständnis von Karriere wandelt, müssen Unternehmen ihre Angebote anpassen. Entwicklung muss nicht zwangsläufig Führung bedeuten. Wer jungen Talenten Gestaltungsspielraum, Lernchancen und klare Perspektiven bietet, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil im Kampf um Nachwuchskräfte. Unternehmen, die weiterhin nur auf Hierarchien und Titel setzen, riskieren, an Attraktivität zu verlieren.

Quelle: wirsindderwandel.de

07 März 2025

IT-Arbeitsmarkt 2025: Herausforderungen, Trends und Gehaltsperspektiven

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IT-Arbeitsmarkt 2025: Herausforderungen, Trends und Gehaltsperspektiven

Der IT-Arbeitsmarkt 2025 stellt Unternehmen vor komplexe Herausforderungen: Einerseits hohe Erwartungen seitens der IT-Fachkräfte, andererseits wirtschaftliche Unsicherheiten und Kostendruck. Welche Trends dominieren den Markt? Welche Rollen bleiben gefragt? Wo steigen die Gehälter?

Nach den überhitzten Entwicklungen der letzten Jahre normalisiert sich der IT-Arbeitsmarkt im Jahr 2025.

Spezialisten für Nischenrollen, wie reine UX-Designer oder QA-Engineers, werden seltener gesucht, da ihre Aufgaben zunehmend durch Automatisierung oder Umstrukturierungen übernommen werden.

IT-Arbeitsmarkt 2025: Die wichtigsten Trends im Überblick

1. Generalisten im Fokus

Unternehmen setzen zunehmend auf IT-Generalisten, die mehrere Aufgabenbereiche abdecken (zum Beispiel Cloud-Administration und IT-Security).

2. Innovation und Regulatorik im Gleichgewicht

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, technologische Innovationen voranzutreiben, während sie gleichzeitig regulatorische Vorgaben einhalten müssen. Themen wie Datenschutz, KI-Regulierung und Cybersicherheitsrichtlinien gewinnen weiter an Bedeutung.

3. Hybride Arbeitsmodelle als Standard

Flexibilität bleibt ein entscheidender Faktor: 69 Prozent der IT-Fachkräfte bevorzugen hybride Modelle mit 2–3 Tagen Präsenz im Büro. Unternehmen, die diese Struktur anbieten, sichern sich einen Wettbewerbsvorteil.

4. Weiterbildung als Schlüssel zur Bindung

78 Prozent der IT-Fachkräfte wünschen sich gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten, insbesondere in IT-Security. Arbeitgeber, die entsprechende Programme anbieten, steigern ihre Attraktivität und binden Talente langfristig.

IT-Gehaltstrends 2025

Die Gehaltsentwicklungen für IT-Professionals zeigen eine Rückkehr zu einer Normalisierung im IT-Arbeitsmarkt 2025, während Spitzengehälter weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben:

  • Chief Information Security Officers mit mehr als 7 Jahren Erfahrung erzielen Jahresgehälter über 140.000 €. Bei Interim-Einsätzen sind Tagessätze von über 1.400 € möglich.
  • Enterprise Architects mit Erfahrung verdienen zwischen 90.000 € und 110.000 € jährlich, während Interim-Manager in dieser Rolle über 1.200 € pro Tag verdienen können.
  • IT-Security-Architects mit fundierter Erfahrung erhalten Gehälter von 100.000 € bis 120.000 €. Auf Interimsbasis liegen die Tagessätze zwischen 1.100 € und 1.400 €.
  • IT Program Manager mit über 7 Jahren Berufserfahrung bewegen sich bei Jahresgehältern von 100.000 € bis 140.000 €, Interim-Fachkräfte erzielen mehr als 1.350 € pro Tag.

Die IT-Sicherheit bleibt ein besonders dynamischer Wachstumsbereich. Steigende Gehälter in diesem Segment spiegeln die zunehmende Bedeutung der IT-Security für Unternehmen wider.

Erwartungen und Prioritäten von IT-Professionals

47 Prozent der befragten IT-Professionals planen, im Jahr 2025 ihren Arbeitsplatz zu wechseln. Die Gründe dafür sind vielseitig: 29 Prozent streben eine berufliche Weiterentwicklung an, 25 Prozent sind unzufrieden mit der Führung im Unternehmen, und 18 Prozent möchten ihr Gehalt verbessern.

Die Ansprüche der Fachkräfte an potenzielle Arbeitgeber bleiben hoch. Besonders wichtig sind:

  • Flexibilität: 69 Prozent bevorzugen Arbeitsmodelle, die flexible oder hybride Strukturen ermöglichen.
  • Werteorientierung: Für über 80 Prozent spielen die Werte des Unternehmens eine entscheidende Rolle.
  • Work-Life-Balance: 75 Prozent erwarten, dass Arbeitgeber die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben stärker berücksichtigen.

Herausforderungen und Maßnahmen im IT-Recruiting

Laut Robert Walters Gehaltsstudie 2025 sehen 82 Prozent der Unternehmen überhöhte Gehalts- und Leistungserwartungen als größte Hürde bei der Rekrutierung von IT-Fachkräften. Weitere Herausforderungen sind die mangelnde Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt (55 Prozent) sowie ein Rückgang an Bewerbungen (33 Prozent).

Zur Stärkung der Mitarbeitendenbindung setzen Unternehmen auf:

  • Wohlbefinden: 58 Prozent der Unternehmen verbessern Benefits wie zum Beispiel den Zugang zu Beratungsdiensten.
  • Work-Life-Balance: 32 Prozent legen ihren Fokus auf eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.
  • Diversität und Inklusion: 35 Prozent setzen gezielt auf diese Themenfelder.

Quelle: hrjournal.de