Die Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz untersucht, wie sich kollektive Denkweisen verändern – und warum wir uns möglicherweise am Beginn einer neuen Epoche befinden. Ein Gespräch über gesellschaftliche Dynamiken, Normen, Werte und das große Dazwischen.
Frau Fratz, was genau versteht man unter Zeitgeist? Und wie lässt sich das Forschungsfeld einordnen?
Kirstine Fratz: Unter Zeitgeist verstehen wir die Denk- und Fühlweise einer Epoche. Zeitgeist ist ein temporäres Versprechen für ein gelingendes Leben. Die Zeitgeistforschung beschäftigt sich mit kollektiven Idealen und Anti-Idealen, kollektiven Bedürfnissen und Sehnsüchten. Während die Soziologie näher an der Wirklichkeit ist, zeigt die Trendforschung ebenfalls oft auf, was bereits sichtbar ist. Man kann sagen, die Zeitgeistforschung ist eher eine Konfliktkarte als ein Trendbericht.
Was versteht man unter Zeitgeist?
Zeitgeist bezeichnet die vorherrschende Denk- und Fühlweise einer Epoche. Er umfasst gesellschaftliche Werte, Normen, Ideale, Sehnsüchte und Vorstellungen davon, was als gutes und gelingendes Leben gilt. Zeitgeist ist jedoch nicht dauerhaft: Wenn gesellschaftliche Regeln und Erwartungen nicht mehr zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen passen, geraten sie unter Veränderungsdruck und neue Denkweisen entstehen.
Können Sie uns einen kleinen Einblick in Ihre Forschung geben?
Meine Arbeit ist so aufgebaut, dass ich den Zeitgeist anhand von empirischen Methoden aus der Ethnologie und aus der empirischen Kulturwissenschaft erforsche. Und grundsätzlich misstrauen Ethnologen und empirische Kulturwissenschaftler einem gesellschaftlichen System. Wir glauben, dass das System nur temporär angelegt ist und sich immer wieder verändern muss.
Wie lange dauern einzelne Epochen in der Regel?
Kein Zeitgeist ist gekommen, um zu bleiben. Es hängt aber auch sehr stark von der Liberalität der Gesellschaft ab. Wenn diese sehr repressiv ist, dann gibt es vielleicht eher einen Umsturz.
Der Bauplan einer Kultur ist immer der gleiche. Er orientiert sich an Werten, Konventionen, Normen, an Idealen und Anti-Idealen: Was ist ein gutes Kind? Was ist ein guter Arbeiter? Was ist eine gute Führungskraft? Und dann gibt es natürlich Normen und Werte, die unmöglich die gesamte menschliche Erfahrung abbilden können. Denn diese steckt ja oft auch dazwischen.
Deshalb gibt es in der Kulturwissenschaft das empirische Modell vom großen Dazwischen. Das heißt nichts anderes als: Was machen die Leute wirklich in ihrem Leben? Sie verfolgen ja nicht von morgens bis abends Normen, Werte und Konventionen, sondern sie versuchen auszugleichen und zu kompensieren.
Wenn aber die Normen und Werte auf Dauer zu streng angelegt sind, werden diese hinterfragt. Insofern sind die Konventionen sowie die Normen und Werte auch die größte Sollbruchstelle einer Kultur. Und je stärker eine Kultur von Normen und Werten geprägt ist, desto größer ist das Dazwischen.
Kann ein neuer Zeitgeist einer Gesellschaft auch schaden?
Autokratische oder repressive Kulturen sind unaufhaltsam damit beschäftigt, dieses Dazwischen auszuwerten, zum Beispiel mit einer Geheimpolizei. Sie haben Denunzianten, die merken, dass da irgendjemand im Dazwischen wühlt. Sehr beliebt sind dann öffentliche Hinrichtungen, um den Leuten zu sagen: Macht es euch nicht in eurem Dazwischen gemütlich.
Es gibt auch Kulturen, die sich lange halten, weil sie das Dazwischen pflegen, wie zum Beispiel die katholische Kirche mit ihrem Karneval. Ein paar Tage wird die Ordnung auf den Kopf gestellt.
Es gilt für jede Kultur, sei es eine Unternehmenskultur, eine Familienkultur oder eine Beziehungskultur: Wenn es keinen Raum für das Dazwischen gibt, fliegt es den Menschen um die Ohren.
Welche Epoche in jüngster Vergangenheit war besonders prägend, und was hat sie uns hinterlassen?
Auf jeden Fall die Frauenbewegung. Wir sehen, dass diese sogar unsere Idealvorstellung von einer Führungskraft völlig umgebaut hat. Dann die Jugendbewegung und die Popkultur. Letztere hat viele alternative Weltanschauungsangebote gemacht: wie man lebt, wie man arbeitet, welches Rollenverständnis man hat, wie man sich kleidet und wie das Sexualverhalten sein soll.
Und die Frauenbewegung hat viele betonierte Gewissheiten einfach aufgebrochen – das sehen wir bei den heutigen Debatten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies ist ein Riesenthema, das auf die Arbeitswelt zurollt. Denn mit einer 40-Stunden-Woche ist es, wenn beide Elternteile berufstätig sind, nicht zu schaffen, eine funktionierende Familienstruktur aufrechtzuerhalten und zu pflegen.
An welchen Anzeichen lässt sich ein Epochenwandel erkennen?
Der Philosoph Wilhelm Dilthey hat einmal gesagt: „Zeitgeist entsteht, wenn uns das Leben passiert.“ Und das ist eben dann, wenn wir merken, dass unsere Lebenswirklichkeit mit dem System, in dem wir leben, immer schwieriger zu vereinbaren ist.
Die Wahrheit in Kulturen wird über Diskurs hergestellt und auch über Diskurshoheit. Zeitgeist ermöglicht es marginalisierten Gruppen, auf einmal Deutungshoheit zu bekommen. Wir erleben das vor allem über Filme, Bücher und Musik, die neue Narrative prägen, die in der Gesellschaft Resonanz finden.
Dann kommt etwas in Bewegung. Denn es bedeutet, dass viele Menschen die Welt genauso erleben. Und so kommt in einer Gesellschaft, die sich bisher in ihren Zwängen und ihrem Anpassungsdruck als normal erlebt hat, weil es eben alle so gemacht haben, auf verschiedenen Ebenen eine Fragestellung auf: Ist das eigentlich richtig? Haben wir nicht zu viele Kollateralschäden? Wie geht es uns eigentlich damit?
Woran lässt sich ein gesellschaftlicher Epochenwandel erkennen?
Ein Epochenwandel beginnt, wenn viele Menschen erleben, dass bestehende Normen, Rollenbilder und Institutionen nicht mehr zu ihrer Lebenswirklichkeit passen. Marginalisierte Perspektiven werden sichtbarer, vertraute Gewissheiten werden hinterfragt und neue Begriffe verändern die öffentliche Debatte. Filme, Bücher, Musik und andere kulturelle Ausdrucksformen können diesen Wandel verstärken, indem sie neuen Erfahrungen und Lebensentwürfen eine gemeinsame Sprache geben.
Welche Bedeutung hat Sprache für eine neue Zeitgeistprägung?
Veränderungen beginnen immer mit der Sprache. In der Ethnologie sagt man: Sprache konstruiert Wirklichkeit. Nehmen wir einmal den Begriff „toxisch“. Dieser ist relativ jung in der Beschreibung unserer Beziehungen.
Wenn Sie jetzt die Beziehungen zwischen den Menschen in früheren Epochen ansehen, würde man diese heute fast alle als toxisch beschreiben. Wir hatten toxische Führungskräfte, toxische Ehepartner, toxische Eltern – weil es viel um Autorität ging und darum, dass man anderen gesagt hat, wie sie zu sein haben.
Das hat man früher als wichtig, vernünftig und unerlässlich empfunden. Man muss sich nur einmal vorstellen: Zu Zeiten der Aufklärung hat man gesagt, wenn man seine Kinder nicht schlägt, werden aus ihnen keine vernünftigen Menschen. Mit diesem Spruch würden Sie heute im Gefängnis landen.
Welche Faktoren lösen typischerweise den Wandel von einer Epoche zur nächsten aus?
Es gibt Situationen, die den Zeitgeist beschleunigen. Die Coronazeit hat gezeigt, dass Dinge auch anders funktionieren können.
Grundsätzlich entwickelt sich Zeitgeist schneller in Gesellschaften, die nicht autokratisch regiert sind. Liberale Gesellschaften haben eine höhere Zeitgeistgeschwindigkeit, weil viele Menschen unsanktioniert an der Entwicklung teilhaben können.
In repressiven Gesellschaften müssen Menschen Sanktionen befürchten, wenn sie versuchen, das System zu entwickeln, eine Deutungshoheit aufzubrechen oder perspektivisch kritisch zu beobachten. Ein Zeitgeist ist in Afghanistan, glaube ich, kaum vorhanden, während er bei uns natürlich eine enorme Geschwindigkeit entwickelt hat – durch die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit und die Religionsfreiheit.
Wenn die Menschen in liberalen Gesellschaften merken, dass das bestehende System an seine Grenzen kommt, kann sich ein neuer Zeitgeist entwickeln. Ich nenne es immer das leere Feld der Sehnsucht, aus dem dann Neues entsteht.
Und das entsteht nicht, weil irgendjemand im Bundestag steht und sagt: So, jetzt ist es einmal Zeit, dass wir etwas ändern. Sondern es wandelt sich, wenn die Mehrheit merkt, dass das System nicht mehr für ihre Lebenswirklichkeit funktioniert. Das ist dann meistens kein Individualgefühl – und so kommt eine Zeitgeist-Dynamik in Gang.
In welcher Phase befinden wir uns derzeit – im Übergang, im Bruch oder bereits am Beginn einer neuen Ära?
Viele marginalisierte Lebenswelten, Perspektiven und Themen, die vorher in ein festes Korsett geschnürt waren, haben eine Stimme bekommen. Und jetzt sind wir gerade damit beschäftigt, wie wir das alles zusammenkriegen und trotzdem irgendwie gemeinsam funktionieren.
Die Gen Z möchte behütet sein, nicht die Ärmel hochkrempeln wie frühere Generationen. Junge Menschen wollen, dass Vorgesetzte ihre Potenziale fördern. Sie fordern viel Empathie: Wenn der Hund gestorben ist, dann kann man nicht zur Arbeit kommen. Wenn man gerade in einer Crosstraining-Challenge ist, dann kann man auch am Wochenende nicht an irgendeinem Teammeeting teilnehmen und so weiter.
Diese hohe Betonung der mentalen und physischen Gesundheit ist eine riesige Errungenschaft, wenn man überlegt, wo wir arbeitshistorisch herkommen. Für die Unternehmensseite ist das mitunter schwierig, aber für die Arbeitnehmerseite ist das natürlich revolutionär, also eine neue Wahrheit.
Die Menschen sehen, was möglich ist, wenn man nicht mehr bereit ist, die eigene mentale und physische Gesundheit für das System zu opfern. Natürlich stellt sich auch die Frage nach dem Benefit. Sich von normaler Arbeit ein Haus kaufen zu können, ist nicht mehr möglich, der Vermögensaufbau ist schwierig, und wie die Rente für diese Generation einmal aussehen wird, weiß auch niemand.
Die Versprechen für ein gelingendes Leben, die an die Anpassung geknüpft sind, fallen also zunehmend weg. Damit haben wir das nächste Problem. Wir wissen nicht mehr, wie wir die Gen Z zur Arbeit motivieren sollen.
Wir sind in einem permanenten Regulierungsprozess. Eine bestimmte Entwicklung haben wir sichtbar gemacht, haben wir perspektivisch in die Kultur eingeführt, haben wir sprachlich benannt, haben wir kritisch durchleuchtet – aber die Arbeit wird nicht gemacht. Als nächsten Schritt muss man sich fragen, was man im Leben erreichen will.
Inwiefern?
Wenn man in seinem Berufsfeld Exzellenz erreichen möchte, dann schafft man das nicht durchgehend mit Work-Life-Balance, das ist absolut ausgeschlossen. Jeder, der in einem Bereich schon einmal Exzellenz erreicht hat, weiß, dass das mit Phasen verbunden war, in denen rein gar nichts in Balance war.
So befinden wir uns in einem permanenten Justierungsprozess.
Wie ordnen Sie in diesem Hinblick die derzeitigen politischen Entscheidungen ein?
Ich finde es dramatisch, dass die Politik immer noch glaubt, mit Hauruckparolen alles in den Griff zu kriegen. Ich denke, der Politik ist gar nicht klar, dass fundamentale Strukturen in der Gesellschaft einfach nicht mehr da sind.
Man kann die Menschen eben nicht mehr auf die Rente einschwören, auf Bürgergeldempfänger draufschlagen, aber gleichzeitig die Steuerungerechtigkeit unangetastet lassen. Das ist so durchschaubar und zeigt, dass sich die Politik in einer Elitenbildung verfangen hat und glaubt, dass sie die Meinungshoheit über alle Lebenswirklichkeiten hat und einfordern kann, dass alle Lebenswirklichkeiten dieser Elite zuzuarbeiten haben.
Das wird nicht gut gehen. Ein Staatsgefüge, in dem sich die Bevölkerung nur noch um die Staatselite zu kümmern hat, hält nur auf Zeit. So wie der Sonnengott der Pharaonen gefordert hat, dass sich das Volk darum kümmern soll, dass die Sonne am nächsten Tag wieder aufgeht.
Solche Eliten werden schnell von Leuten abgelöst, die versprechen, dass sie sich wieder um die Bevölkerung kümmern.
Welche Spannungsfelder sehen Sie im Moment zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der Deutung dessen, was zeitgemäß ist?
In einem Unternehmen erlebte ich kürzlich einen Diskurs, der exemplarisch für das ist, was wir auf der politischen Bühne sehen: Die HR-Abteilung findet niemanden mehr für Schichtarbeit. Weil die Schichtarbeit, so wie sie war, an die Wirklichkeit des Lebens anstößt.
Sie ist nicht mehr vereinbar mit Familienarbeit und auch nicht mehr mit mentaler und physischer Unversehrtheit – und damit nicht mehr mit dem Versprechen für ein gelingendes Leben. Die HR-Abteilung bekommt keine Leute mehr, und die Geschäftsleitung ist überzeugt: Die Menschen sind nur zu faul.
Wenn sie dann ein bisschen tiefer schauen, sehen sie, dass die Geschäftsführung grundsätzlich beleidigt ist vom Zeitgeist. Wer soll denn Schichtarbeit noch leisten, wenn beide Elternteile einen Lebensentwurf außerhalb des Hauses haben?
Solch ein Spannungsfeld gibt es auch in der Wehrpflichtdebatte. Die Politik findet keine jungen Leute mehr, die es als heroische Identitätsbildung empfinden, in den Krieg zu ziehen. Das war vor 100 Jahren noch anders.
Die jungen Leute fragen sich: Was bietet die Bundeswehr mir an? Die Politik muss umdenken, das Versprechen für ein gelingendes Leben einlösen, das leere Feld der Sehnsucht finden und versuchen, sich strukturell anzupassen.
Aber sie kann sich nicht hinstellen und sagen, dass früher alles besser war, und mit Parolen kommen, die aus einem Zeitgeist stammen, der 50 Jahre alt ist. Ich habe das Gefühl, dass einige in der Politik und in der Wirtschaft immer noch in diesen veralteten Weltanschauungsmomenten denken und meinen, die nächste Generation würde damit in Resonanz gehen. Das tut sie aber nicht.
Was bedeutet der Zeitgeistwandel für Unternehmen und Führungskräfte?
Unternehmen erleben den Zeitgeistwandel dort, wo traditionelle Arbeitsmodelle und Führungsbilder nicht mehr zu den Erwartungen und Lebensrealitäten der Beschäftigten passen. Themen wie Gesundheit, Vereinbarkeit, individuelle Entwicklung und sinnvolle Arbeit gewinnen an Bedeutung. Führungskräfte müssen deshalb stärker zuhören, unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und Orientierung geben. Reine Autorität und alte Leistungsversprechen reichen nicht mehr aus, wenn Arbeitsbedingungen keinen erkennbaren Beitrag zu einem gelingenden Leben leisten.
Welchen Shift nehmen Sie derzeit in Unternehmen wahr?
Vor allem betrifft es die Führungskräfte. Sie müssen sich anders präsentieren. Gerade meinte jemand zu mir, es sei alles so furchtbar. Früher habe man einmal auf den Tisch hauen und durchgreifen können. Wenn er das heute mache, fingen alle an zu weinen und gingen nach Hause.
Auch unter ökonomischen Gesichtspunkten hat sich für alle Unternehmen die Komplexität enorm verdichtet. Das ist allein eigentlich nicht mehr zu bewältigen. Unternehmen müssen nachhaltig sein, sie müssen attraktiv für Arbeitskräfte sein, sie müssen wirtschaftlich sein, sie müssen konkurrenzfähig sein, sie müssen KI integrieren, sie müssen dies und das – und kein Ende.
Und der Zeitgeist hat dafür auch keine Lösung?
Der Zeitgeist hat insofern keine Lösung, als die Verdichtung, mit der wir es heute zu tun haben, ein Kollateralschaden vorangegangener Entscheidungen ist.
Angefangen bei der Klimakrise, aber auch die Notwendigkeit, dass wir heute so sehr auf Teamarbeit und gemeinsame Lösungen angewiesen sind und alle Kräfte mobilisieren müssen, ist ein Kollateralschaden der Art, wie wir unser System vorher gestaltet haben.
Und so kommen jetzt viele Umbrüche auf einmal. Die Frage, wie wir alle für gemeinschaftliche Ziele zusammenarbeiten können, ist eine Frage, die uns beschäftigen wird. Denn es ist auch ein evolutionärer Prozess, dass nicht mehr nur einige wenige Menschen die Ansagen machen.
Was wird den Zeitgeist der kommenden Dekade prägen, und welche Themen werden wir vielleicht rückblickend dann als entscheidende Wende bezeichnen?
Durch die Digitalisierung und den zunehmenden Einsatz von KI in bisherigen Jobs wird es irgendwann zu einem wirtschaftlichen Ausgleich kommen müssen. Denn es ist ungerecht, dass die Menschen überall sparen sollen und ihre Jobs verlieren, während durch KI riesige Gewinne eingefahren werden.
Das Sozialsystem kann dies nicht mehr stemmen – und es wird zu einer Neuordnung von Gewinnen und sozialer Verantwortung kommen.
Über die Autorin
Kirstine Fratz ist Zeitgeistforscherin, Autorin und Vortragsrednerin. Seit über 15 Jahren beschäftigt sie sich mit der kulturellen Dynamik und den emotionalen Strömungen, die unsere Gesellschaft prägen.
Nach Stationen in der Markenkommunikation und Trendforschung entwickelte sie ihren eigenen Ansatz der „Cultural Speed Analysis“, mit dem sie untersucht, wie sich gesellschaftliche Werte und Sehnsüchte wandeln – und wie daraus neue Orientierungen entstehen.
Fratz berät Unternehmen, Institutionen und Führungskräfte darin, den Zeitgeist als strategische Ressource zu verstehen und zukunftsfähige Narrative zu entwickeln. Sie ist gefragte Expertin in Medien, auf Kongressen und in Thinktanks sowie Autorin von Das Buch vom Zeitgeist. Und wie er uns vorantreibt (Fontis, 2017). Im Frühjahr 2026 ist außerdem ihr Buch Denkgefängnisse im Goldegg Verlag erschienen.
Ihr zentrales Anliegen: den Zeitgeist nicht nur zu deuten, sondern ihn als Gestaltungsraum für Kultur, Wirtschaft und Identität begreifbar zu machen.
Quelle: humanressourcesmanager.de


