{"id":8803,"date":"2026-05-30T09:28:15","date_gmt":"2026-05-30T09:28:15","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/wie-bringt-man-diese-jungen-zum-arbeiten-arbeitgeber-verzweifeln-an-der-generation-z-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:15","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:15","slug":"wie-bringt-man-diese-jungen-zum-arbeiten-arbeitgeber-verzweifeln-an-der-generation-z-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wie-bringt-man-diese-jungen-zum-arbeiten-arbeitgeber-verzweifeln-an-der-generation-z-en\/","title":{"rendered":"Wie bringt man diese Jungen zum Arbeiten? Arbeitgeber verzweifeln an der Generation Z"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Viele junge Menschen sind nicht mehr bereit, bis zum Umfallen zu arbeiten. Einen guten Lohn und viel Wertsch\u00e4tzung wollen sie trotzdem daf\u00fcr. Verdient das nicht sogar Bewunderung?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>An jeder Generation arbeiten sich die \u00c4lteren ab. Die heutigen Jungen erfordern besonders viele Nerven, und das hat mit ihrem Arbeitsethos zu tun. Ihre Haltung zum Arbeiten l\u00e4sst sich so zusammenfassen: minimaler Leistungsaufwand bei gleichzeitiger Anspruchshaltung. Oder wie es ein Gastrounternehmer im Gespr\u00e4ch sagt: \u00abBeim Bewerbungsgespr\u00e4ch ist die Drei-Tage-Woche Bedingung, und verdienen will man so viel wie derjenige, der schon einige Jahre Berufserfahrung hat.\u00bb<\/p>\n<p>Sieht der junge Mensch, wie der Personalchef die Stirn in Falten legt, packt er seine Sachen zusammen, zieht die Bewerbung zur\u00fcck und geht.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcutd0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Die Generation Z gibt zu denken. Mit Generation Z ist die Altersgruppe der zwischen 1995 und 2010 Geborenen gemeint. Sie w\u00fcrden gebraucht, gerade beim derzeitigen Fachkr\u00e4ftemangel, aber sie nehmen die Stelle nur, wenn sie diese zu ihren Bedingungen gestalten k\u00f6nnen. Sie gestalten die Arbeitswelt um, indem sie die Sinnfrage stellen wie keine Generation vor ihnen: wozu \u00fcberhaupt arbeiten?<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcutg0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Inzwischen bekennen sich viele junge Leute zum Konzept \u00abquiet quitting\u00bb, was bedeutet, dass sie st\u00e4ndig im K\u00fcndigungsmodus sind. Sie passen sich nur so viel wie n\u00f6tig an und sind still am Gehen schon ab dem ersten Arbeitstag. Sie sind nicht bereit, \u00dcberstunden zu leisten, lesen abends nach f\u00fcnf keine E-Mails mehr und verweigern sich jeder als Belastung empfundenen Zusatzaufgabe.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuti0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">\u00abQuiet quitting\u00bb als Lebensphilosophie wird auf Tiktok gefeiert, dem Videoportal der Generation Z. Dort zeigen sie ihre Abneigung gegen die \u00abHustle\u00bb-Kultur: So wie sich ihre Eltern oder Grosseltern hetzen liessen \u2013 eine solche Schinderei, je nach Sicht auch Hingabe genannt, k\u00e4me f\u00fcr sie nie infrage.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcutl0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">H\u00e4lt die Generation, die in den n\u00e4chsten Jahren in den Arbeitsmarkt kommt, der kapitalistischen Leistungsgesellschaft den Spiegel vor? Haben sie, die das Leben geniessen wollen, sogar recht? Stehen wir am Anfang einer Antiarbeitsbewegung?<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1gcode5pa0\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Freizeit als zentraler Wert<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1gcodcutm0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Wer bei der Arbeit mit ihnen zu tun hat, hat f\u00fcr die revolution\u00e4re Haltung zuerst einmal wenig \u00fcbrig. HR-Verantwortliche wundern sich, Vorgesetzte sind ungeduldig, \u00e4ltere Arbeitskollegen genervt. Denn egal, ob man vielleicht Sympathie f\u00fcr die Freizeit liebenden Minimalisten hegt: Letztlich z\u00e4hlt nur das erfolgreiche Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuto0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Eine \u00c4rztin, sie will anonym bleiben, beklagt sich \u00fcber das \u00abKommen und Gehen\u00bb ihrer Assistentinnen. Sie vermisst deren Loyalit\u00e4t und spricht von einer Opfermentalit\u00e4t: Bleibe eine der jungen Frauen wegen Menstruationsbeschwerden zu Hause, was zum Normalfall geworden sei, k\u00f6nne sie als Arbeitgeberin nichts machen: \u00abSonst drohen sie mit Diskriminierungsklagen, sie kennen heute das Arbeitsrecht.\u00bb Inzwischen stellt sie nur noch \u00e4ltere Wiedereinsteigerinnen ein. Diese sind nichts anderes gewohnt, als die Pflichten zu erf\u00fcllen. Gut m\u00f6glich, dass sie abends trotz dem strengen Tag sogar erf\u00fcllt nach Hause gehen.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcutq0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Das hingegen erscheint der jungen Generation wie ein Widerspruch. Erf\u00fcllung durch den Beruf? Der Beruf als Teil der Selbstverwirklichung? Wer man ist und wer man sein m\u00f6chte \u2013 daf\u00fcr gen\u00fcgt man sich nun selbst. Selbstbest\u00e4tigung holen sie sich in den sozialen Netzwerken. So erz\u00e4hlt eine Kosmetikerin von Lernenden, die vor allem sich selber schminken lernen m\u00f6chten, um Filme davon auf Youtube zu stellen. Beim Gedanken an die Likes, die es dort gebe, sei das Engagement pl\u00f6tzlich sp\u00fcrbar. Allgemein fehle es am Durchhaltewillen. Sie m\u00fcssten oft Pausen einlegen, seien schnell ersch\u00f6pft.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuts0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Sie definieren sich nicht mehr \u00fcber die Arbeit, sondern \u00fcber die Selbstdarstellung, schreibt R\u00fcdiger Maas in seinem Buch \u00abGeneration Z\u00bb (2019). Der deutsche Psychologe ist den jungen Menschen zwischen 12 und 27 durchaus wohlgesinnt. Er analysiert bloss die Resultate seiner grossangelegten Generationenstudie: Die Arbeit hat an Wert verloren, Freizeit, Reisen, Mode sind viel wichtiger. Freunde und Familie ebenso \u2013 junge Leute vertreten wieder konservativere Werte. Home-Office muss nicht zwingend sein, denn warum vereinbaren, was getrennt geh\u00f6rt?<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcutu0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Statt von Work-Life-Balance spricht man heute besser von Work-Life-Separation. Dabei war Work-Life-Balance lange ein gut klingender Begriff, der von Leuten verwendet wurde, deren Privatleben unter der Arbeitslast zu kurz kam. Nun wird er von der Generation besetzt, deren Berufskarriere noch nicht einmal begonnen hat. Sie sagen bereits beim Einstellungsgespr\u00e4ch, wie unabdingbar eine gute Work-Life-Balance f\u00fcr sie sei.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1gcodlam60\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Maximale Flexibilit\u00e4t verlangt<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuu00\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Mit Betonung auf \u00abLife\u00bb, merken Michel P\u00e9clard und Florian Weber an: Die Gastronomen besitzen mehrere Restaurants in Z\u00fcrich, und weil viele Stellen als Koch oder im Service unbesetzt bleiben, reiben auch sie sich an der fehlenden Arbeitsmoral der jungen Generation. Deren Unverbindlichkeit mache das Erstellen von Arbeitspl\u00e4nen zur Kunst. \u00abAm liebsten w\u00fcrden sie heute entscheiden, wie viel sie morgen arbeiten\u00bb, sagt Weber. \u00abDenn vielleicht m\u00fcssen sie morgen entspannen.\u00bb Man versuche ihnen insofern entgegenzukommen, als man ihre W\u00fcnsche von Woche zu Woche ber\u00fccksichtige. \u00abSonst h\u00e4tten wir keine Mitarbeiter mehr.\u00bb<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuu20\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Seit P\u00e9clard und Weber bei einer krankheitsbedingten Absenz eine \u00e4rztliche Zweitmeinung einfordern, w\u00fcrden die Leute viel seltener fehlen. \u00abWie Babysitter\u00bb, so kommen sie sich vor. Sie f\u00f6rdern nun gezielt afghanische Mitarbeiter in ihren Betrieben, von denen es schon einige vom Tellerw\u00e4scher zum K\u00fcchenchef geschafft h\u00e4tten. \u00abDie sind wenigstens dankbar.\u00bb<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuu40\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Die Gastronomen wissen, dass sie sich trotzdem anpassen m\u00fcssen. Auch im Gastrogewerbe werden die guten Leute abgeworben. Sie \u00fcberlegen sich also, was man den Arbeitnehmern noch bieten k\u00f6nnte. Einen Zustupf f\u00fcrs Ski-Abo? Einen Gratis-Stehpaddel-Kurs? Dass man ihnen immer noch mehr geben m\u00fcsse, damit sie \u00fcberhaupt arbeiteten \u2013 P\u00e9clard, der selber zwei S\u00f6hne um die zwanzig hat, versteht die Welt nicht mehr.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuu60\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">R\u00fcdiger Maas, der Generationenforscher, erkl\u00e4rt Arbeitgebern wie ihm gerne, was zu tun ist. Heute seien es die Unternehmen, die sich bewerben m\u00fcssten, schreibt Maas. Den HR-Abteilungen und F\u00fchrungskr\u00e4ften, an die sich sein Buch wendet, sagt er: Die Firmen sollten sich um die Gunst der Jungen bem\u00fchen. Man m\u00fcsse ihnen die Welt zu F\u00fcssen legen, lautet sinngem\u00e4ss ein Rat, und ein weiterer: \u00abBehandeln Sie selbst die schlechtesten Bewerber gut.\u00bb<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuu80\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Denn wenn ein Unternehmen bei den jungen Leuten kein positives Gef\u00fchl erzeuge, k\u00f6nne es pl\u00f6tzlich eine Beschimpfung auf seinem Bewertungsportal vorfinden. Die Generation Smartphone, dies ein weiteres Etikett, bewertet andauernd online, was sie sieht, h\u00f6rt und erlebt.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1gcodovf60\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Unversch\u00e4mt selbstbewusst<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuub0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Fr\u00fcher war es so: Erhielt man die Stelle nicht, suchte man den Grund f\u00fcr das Versagen bei sich selbst. Schon f\u00fcr die Bewerbung betrieb man einen Aufwand: Die \u00e4ltere Schwester formulierte das Schreiben noch etwas besser, man lernte das Firmenleitbild auswendig, f\u00fcr das Vorstellungsgespr\u00e4ch kaufte man eine neue Bluse und war dann viel zu fr\u00fch da. Heute weckt eine Absage kaum mehr Selbstzweifel. Will mich diese Firma nicht, so warten f\u00fcnfzig andere Firmen auf mich.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuue0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Man kann sich dabei sogar Dinge erlauben, f\u00fcr die man fr\u00fcher vor Scham im Boden versunken w\u00e4re. Falsch geschriebene Firmennamen, Bewerbungsschreiben voller Rechtschreibefehler. Ein Filmproduzent erz\u00e4hlt von der Pr\u00e4sentation angehender Regisseure. In Powerpoint listeten sie die f\u00fcr sie wichtigen Punkte auf. Beim letzten Punkt blieb er h\u00e4ngen. \u00abHundezufriedenheit?\u00bb, fragte er. Sie w\u00fcrden wohl Kundenzufriedenheit meinen? Ups! \u2013 die Jungs lachten nur.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuuf0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">An Selbstbewusstsein fehlt es ihnen nicht, und statt sie darum zu beneiden, sind die \u00c4lteren irritiert. Es gebe \u00abein Ungleichgewicht zwischen dem, was sie meinen zu k\u00f6nnen, und dem, was sie k\u00f6nnen\u00bb, sagt der Gastronom Florian Weber. \u00abWer den eigenen Wert zu kennen glaubt, der fordert auch mehr.\u00bb Der Lohn und das Pensum sind das eine, seit der Pandemie kommt die freie Wahl des Arbeitsorts hinzu, ob Home-Office oder Office in Italien, und man fragt vorab nach Aufstiegsm\u00f6glichkeiten. Laut der Studie von R\u00fcdiger Maas trauen sich 58 Prozent der Angeh\u00f6rigen der Generation Z eine F\u00fchrungsposition zu unabh\u00e4ngig vom Bildungsgrad.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuuh0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Das heisst nicht, dass sie dann nicht auch etwas erreichen. Das Jungunternehmerpaar <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/ya\u00eblmeier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ya\u00ebl Meier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/jo-dietrich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jo Dietrich<\/a> hat die <a href=\"https:\/\/zeam.xyz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen-Z-Agentur ZEAM<\/a> gegr\u00fcndet und erkl\u00e4rt Firmen wie Mercedes-Benz, was die Jungen wollen. Die beiden geh\u00f6ren selber der Generation Z an und stehen seit 2020 auf der \u00abForbes\u00bb-Liste \u00ab30 under 30\u00bb. Im soeben erschienenen Buch \u00abGen Z. F\u00fcr Entscheider:innen\u00bb schreibt Dietrich: \u00abMit einem Obstkorb gewinnt man keine jungen Talente.\u00bb Denn die jungen Talente, so gibt er zu verstehen, verglichen sich \u00abmit der ganzen Welt\u00bb.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuuj0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">F\u00fcr diese Welt z\u00e4hlt ein gutes Arbeitsklima zum Wichtigsten. Spass soll die Arbeit machen. Wertsch\u00e4tzung braucht jeder Arbeitnehmer, die jungen Mitarbeiter benennen sie nun, wenn sie fehlt. Es ist das, was sie von ihren Eltern von Geburt an erhalten haben: das Gef\u00fchl, einzigartig zu sein, eine vorbehaltlose Bejahung ihrer Pers\u00f6nlichkeit. Der Name \u00absnowflakes\u00bb ist nicht nett gemeint: Wer in Watte gepackt werde, heisst es, zeige wenig Widerstandskraft, wenn einmal ein rauerer Wind wehe.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1gcodrbbf0\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Achtsames Arbeitsklima erw\u00fcnscht<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuul0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Den Angeh\u00f6rigen der Generation Z d\u00fcrfte die M\u00fche der \u00c4lteren wenig anhaben. Die Macht wird sich ohnehin zu ihnen verschieben, den Jungen geh\u00f6rt die Zukunft. Sie pr\u00e4gen die Arbeitskultur bereits mit. Das ist gerade bei jungen Unternehmen sp\u00fcrbar. Die Z\u00fcrcher Digitalmarketingagentur Webrepublic begann vor wenigen Jahren als Startup und ist vom kleinen Gr\u00fcndungsteam auf 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen, Durchschnittsalter 32. Auch hier formulieren Bewerber, die frisch von der Uni kommen, ihre klaren Lohnvorstellungen. K\u00f6nnt ihr mir sp\u00e4ter eine Ausbildung zahlen?, fragen sie: Was k\u00f6nnt ihr mir sonst noch bieten?<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuum0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Sara Monteiro, Personalchefin der Agentur, bewundert diesen Mut. Sie selber, eine Millennial, h\u00e4tte sich das nie getraut. Deshalb versteht sie die Leute, die sich hochgearbeitet h\u00e4tten, Tag und Nacht im Einsatz gewesen seien und jetzt mit Befremden s\u00e4hen, wie stark sich die Jungen abgrenzten: bei der Arbeitszeit und durch das Arbeiten von irgendwo. Das ver\u00e4ndert das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuuo0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Das \u00abemanzipierte Verhalten\u00bb der Generation Z gef\u00e4llt Sara Monteiro. So br\u00e4chten die Zwanzigj\u00e4hrigen etwa eine Sensibilit\u00e4t f\u00fcr Gendergerechtigkeit mit, von der alle im B\u00fcro profitierten. So w\u00fcssten sie, wie diskriminierend es sei, jemanden auf sein \u00c4usseres zu reduzieren \u2013 und sei es durch ein Kompliment. Sie zeigten viel mehr Selbstachtsamkeit und fragten bereits beim Einstellungsgespr\u00e4ch, was man denn f\u00fcr die psychische Gesundheit der Mitarbeiter tue.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gcodcuuq0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-nzz-article-component=\"\">So sind sie gewappnet f\u00fcr den Fall, dass sie sich dann vielleicht doch einmal \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-nzz-article-component=\"\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/quiet-quitting-die-generation-z-macht-arbeitgeber-ratlos-ld.1701823\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">NZZ &#8211; Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele junge Menschen sind nicht mehr bereit, bis zum Umfallen zu arbeiten. 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