{"id":8802,"date":"2026-05-30T09:28:15","date_gmt":"2026-05-30T09:28:15","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/wie-arbeiten-wir-in-15-jahren-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:15","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:15","slug":"wie-arbeiten-wir-in-15-jahren-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wie-arbeiten-wir-in-15-jahren-en\/","title":{"rendered":"Wie arbeiten wir in 15 Jahren?"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Was kommt in den n\u00e4chsten Jahren auf die Welt der Personaler zu? Xing hat zusammen mit Zukunftsforscher Peter Wippermann die wichtigsten Trends erfasst.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wie arbeiten wir in 15 Jahren? Diese Frage haben wir uns bei Xing anl\u00e4sslich unseres 15. Jubil\u00e4ums gestellt. Als wir 2003 als openBC gegr\u00fcndet wurden, existierten noch keine iPhones oder soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, die heute selbstverst\u00e4ndliche Begleiter in der Freizeit und im Beruf sind. Die Erfahrung, dass sich die technische Entwicklung immer weiter beschleunigt, pr\u00e4gt heute unser Selbstverst\u00e4ndnis und -bewusstsein. Die Kunst bei der Einsch\u00e4tzung f\u00fcr die Zukunft ist es, Ma\u00df und Mitte zu finden. Die technischen M\u00f6glichkeiten in ihrer Ver\u00e4nderungskraft sollte man weder unter- noch \u00fcbersch\u00e4tzen. Es ist wichtig, dass sich Personaler zu den dr\u00e4ngenden Themen unserer Zeit eine Meinung bilden, damit sie diese gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um ein Gef\u00fchl daf\u00fcr zu bekommen, wie Berufst\u00e4tige zu den wichtigsten Zukunftsthemen stehen, haben wir mehr als 1.400 Xing-Mitglieder nach ihrer Einsch\u00e4tzung gefragt. Dar\u00fcber hinaus haben wir gezielt mehr als 170 Personaler um ihre Einsch\u00e4tzung zu einschl\u00e4gigen HR-Trends gebeten. Herausgekommen ist ein spannendes Stimmungsbild, das wir gemeinsam mit dem Zukunftsforscher Professor Peter Wippermann in unserem \u201eNew Work Trendbook\u201c zusammengefasst haben.<\/p>\n<p>Es gibt f\u00fcnf Trends, die ich besonders f\u00fcr den Personalbereich hervorheben m\u00f6chte:<\/p>\n<h2>Gig-Working<\/h2>\n<p>Wie Musiker werden die Lebensk\u00fcnstler der Zukunft ihre Arbeit selbstbestimmt gestalten. Sie w\u00fcnschen sich die volle Kontrolle \u00fcber Zeiteinteilung und Aufgaben. Gig-Working hat das Potenzial, die klassische Nine-to-five-T\u00e4tigkeit langfristig abzul\u00f6sen. Heute arbeiten von den mehr als 15 Millionen Xing-Mitgliedern bereits mehr als 900.000 freiberuflich. Der Langfristtrend ist deutlich erkennbar. Von den Befragten, die momentan noch angestellt sind, w\u00fcnscht sich fast jeder F\u00fcnfte (18 Prozent), dass er in 15 Jahren \u00fcberwiegend als Freelancer arbeiten wird. Die gr\u00f6\u00dften Motivationstreiber, sich freischaffend zu bet\u00e4tigen, sind flexible Lebensgestaltung (83 Prozent) und die Arbeit an interessanten Themen (70 Prozent). Personalabteilungen werden sich darauf einstellen m\u00fcssen, in Zukunft einen weitaus gr\u00f6\u00dferen Teil ihrer Belegschaft mit Freelancern zu \u201estaffen\u201c, als es heute der Fall ist. Bei den aktuellen Arbeitsmarktzahlen werden Gig-Worker zudem zunehmend anspruchsvoller und k\u00f6nnen sich die Projekte und Kunden in einem viel st\u00e4rkeren Ma\u00dfe aussuchen. Darauf m\u00fcssen Unternehmen mit einem aktiven Managen von Talenten reagieren!<\/p>\n<h2>Work-Life-Separation<\/h2>\n<p>Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sind in den vergangenen Jahren zunehmend verschwommen. Nun aber steht die Generation Z bereit, die Arbeitswelt zu erobern \u2013 und mit ihr kehrt die echte Freizeit zur\u00fcck. Schon heute w\u00fcnschen sich mehr als die H\u00e4lfte der Berufst\u00e4tigen aus dem Xing-Netzwerk eine st\u00e4rkere Trennung zwischen Beruf und Privatleben. Die Generation Z ist familienorientierter als ihre Vorg\u00e4nger und wird das Work-Life-Blending nicht l\u00e4nger akzeptieren. Um im Wettbewerb um die besten Talente punkten zu k\u00f6nnen, werden Personaler daher aus eigenem Interesse darauf achten, dass Beruf und Freizeit wieder st\u00e4rker voneinander abgegrenzt werden.<\/p>\n<h2>Workplace Wellbeing<\/h2>\n<p>Gesunde Arbeitnehmer sichern die Zukunft von Unternehmen. Damit diese auch fit und belastbar bleiben, muss sich der Arbeitsplatz in 15 Jahren wieder st\u00e4rker an menschlichen Bed\u00fcrfnissen orientieren. Der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Kicker im B\u00fcro schafft nur kurzzeitig Entspannung. Entscheidender ist eine umfassend auf das geistige und emotionale Wohlbefinden ausgerichtete Infrastruktur und B\u00fcroarchitektur. Mitarbeiter brauchen die M\u00f6glichkeit, spezielle Areale aufzusuchen, abh\u00e4ngig von der jeweiligen T\u00e4tigkeit, die sie gerade aus\u00fcben. Die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter ist aber viel mehr als oberfl\u00e4chliche Kosmetik: Dreiviertel (73 Prozent) der befragten Personaler sagen voraus, dass sie in 15 Jahren das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter st\u00e4rker gewichten werden, wenn es darum geht, den Firmenerfolg zu bewerten. Aktuell wird das nur von einem Viertel der Personalabteilungen ber\u00fccksichtigt. Der Hintergrund \u2013 die Arbeit in einer vernetzten Welt wird zunehmend komplexer. Erholungsphasen f\u00fcr die Berufst\u00e4tigen sind dringend erforderlich, damit sie leistungsf\u00e4hig und kreativ bleiben.<\/p>\n<h2>Cultural Fit<\/h2>\n<p>84 Prozent der von uns befragten Personaler haben schon mal Bewerbern abgesagt, obwohl sie fachlich gut f\u00fcr eine Vakanz geeignet gewesen w\u00e4ren. Der Grund: Die kulturellen Werte von Kandidat und Unternehmen stimmten nicht \u00fcberein. Dieser Trend wird sich fortsetzen und der kulturelle Match zwischen Unternehmen und Talenten \u00e4hnlich wie fachliche Qualifikationen gewichtet werden. Der Cultural Fit entscheidet den Wettbewerb \u2013 f\u00fcr Unternehmen, aber auch aus Sicht der jungen Fachkr\u00e4fte, die ihre Arbeitgeber verst\u00e4rkt auf die Frage pr\u00fcfen, ob die T\u00e4tigkeit sinnstiftend ist. 69 Prozent der Personaler erwarten daher, dass Unternehmen in 15 Jahren Bewerber systematisch auf kulturelle Passung im Bewerbungsprozess testen werden. Personaler sollten sich daher schon heute intensiv mit der kulturellen Identit\u00e4t ihrer Firma besch\u00e4ftigen, dieses Wissen systematisieren und in den Bewerbungsprozess einflie\u00dfen lassen. Wer sich nicht sofort ein aufw\u00e4ndiges Assessment leisten mag, kann auch mit niedrigschwelligen Ma\u00dfnahmen starten \u2013 etwa Feedback von Mitarbeitern in die Kandidatenbewertung einflie\u00dfen lassen.<\/p>\n<h2>Robo Recruiting<\/h2>\n<p>K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) wird Personaler k\u00fcnftig im Bewerbungsprozess massiv unterst\u00fctzen und die Suche nach Mitarbeitern effizienter machen. Das Potenzial ist enorm \u2013 nur ein Bruchteil der befragten Unternehmen setzen derzeit im Recruiting KI ein. 87 Prozent der befragten Personaler gehen aber davon aus, dass sie in 15 Jahren einen wesentlichen Anteil bei der Auswahl von Kandidaten haben wird. Allerdings gehen nur vier Prozent davon aus, dass KI den gesamten Recruitingprozess ohne menschliches Zutun erledigen k\u00f6nnen wird. Diese Einsch\u00e4tzung zeugt von einer souver\u00e4nen und gleichzeitig offenen Einstellung gegen\u00fcber neuen Technologien in der HR, die wir bei Xing teilen. Technologie wird Personaler nicht ersetzen, sondern sie vielmehr unterst\u00fctzen und von langweiligen Routineaufgaben befreien. Personaler k\u00f6nnen sich dann auf ihre Kernkompetenz fokussieren: die Auswahl der richtigen Kandidaten.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das unterm Strich f\u00fcr HR? F\u00fcr die n\u00e4chsten 15 Jahre? Die Digitalisierung sorgt f\u00fcr eine riesige Transformation der Arbeitswelt, die sich in den n\u00e4chsten Jahren noch einmal rasant beschleunigen wird. Niemand von uns kann in die Glaskugel schauen, aber anhand von Erfahrungswerten, Prognosen und Studien lassen sich Wahrscheinlichkeiten daf\u00fcr festlegen, welche Trends den Personalbereich wirklich nachhaltig besch\u00e4ftigen werden. Mit dem \u201aNew Work Trendbook\u2018 r\u00fccken wir \u2013 neben der notwendigen kritischen Auseinandersetzung \u2013 auch die Betrachtung von Chancen und Potenzialen ins Zentrum der Diskussion. Klar ist: New Work erfordert auch ein New Recruiting und neue Ans\u00e4tze in der HR, damit die Chancen auch wirklich genutzt werden k\u00f6nnen. Intern m\u00fcssen Personaler die Themen anpacken und die Diskussionen in den Unternehmen an sich rei\u00dfen. Extern m\u00fcssen sie die abwartende Haltung (Post-and-Pray) ablegen und zu aktiven Talent Managern werden, die st\u00e4ndig mit ihrem Netzwerk \u2013 mit Kandidaten, Freelancern und Mitarbeitern \u2013 im Austausch sind, um optimale Talente f\u00fcr ihre Projekte und Stellen zu identifizieren. Nun w\u00fcnsche ich Ihnen viel Spa\u00df bei der Lekt\u00fcre und Erfolg bei der Auswahl der Trends, die in ihrem Unternehmen verfolgt werden sollten. Machen Sie sich bereit f\u00fcr die Zukunft!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><strong>\u00dcber den Autor<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>David Vitrano ist seit 2016 Vice President Marketing &amp; New Business Sales und Prokurist bei XING E-Recruiting sowie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des XING E-Recruiting Standorts in \u00d6sterreich. In dieser Funktion verantwortet er s\u00e4mtliche Vermarktungs- und Kommunikationsaktivit\u00e4ten und den Neukundenvertrieb. Dazu geh\u00f6ren im Wesentlichen L\u00f6sungen zur Personalgewinnung und Employer Branding. David Vitrano verf\u00fcgt \u00fcber ein Diplom in Wirtschaftswissenschaften von der Hochschule in Pforzheim und schloss zudem berufsbegleitend ein Studium an der Steinbeis Universit\u00e4t Berlin (School of Management and Innovation) mit einem MBA ab.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.xing-news.com\/reader\/news\/articles\/1831391?ctid=WyJkYzlmN2ViYS1hNzE2LTRhYzUtYTkzZS03ZTI1NjljZjhlNzM7bmV3X3JlY29tbWVuZGVyIiwijjM1NCIsWzE4MzEzOTIsMTgzMTM5MSwxODMxMzg5LDE4MzEzODgsMTgzMTM4NSwxODMxMzg0LDE4MzEzNzksMTgyODE3M10sbnVsbCxmYWxzZSxudWxsXQ&amp;link_position=front_page&amp;newsletter_id=38963&amp;te=a9e444d2e6247684.eyJ0YXJnZXRfaWQiOjE4MzEzOTEsInRhcmdldF90eXBlIjoiYXJ0aWNsZSIsInRhcmdldF91cm4iOiJ1cm46eC14aW5nOmNvbnRlbnQ6cGFnZV9hcnRpY2xlOjE4MzEzOTEiLCJwYXJlbnRfY29udGFpbmVyX2lkIjoiW1wiZGM5ZjdlYmEtYTcxNi00YWM1LWE5M2UtN2UyNTY5Y2Y4ZTczO25ld19yZWNvbW1lbmRlclwiLFwidXJuOngteGluZzpjb250ZW50OnB1Ymxpc2hlcl9wYWdlOjM1NFwiLFsxODMxMzkyLDE4MzEzOTEsMTgzMTM4OSwxODMxMzg4LDE4MzEzODUsMTgzMTM4NCwxODMxMzc5LDE4MjgxNzNdLG51bGwsZmFsc2UsbnVsbF0iLCJwb3NpdGlvbiI6MSwic2l0ZV9zZWN0aW9uIjoiZnJvbnRwYWdlIiwiZGVsaXZlcnlfaWQiOiJkYzlmN2ViYS1hNzE2LTRhYzUtYTkzZS03ZTI1NjljZjhlNzM7bmV3X3JlY29tbWVuZGVyIiwiYWN0b3IiOiJ1cm46eC14aW5nOmNvbnRlbnQ6cHVibGlzaGVyX3BhZ2U6MzU0IiwiYWN0b3JfdXJuIjoidXJuOngteGluZzpjb250ZW50OnB1Ymxpc2hlcl9wYWdlOjM1NCIsInZlcnNpb24iOiIyLjIuMCJ9&amp;toolbar=true&amp;xng_share_origin=web\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Xing-News, Human Ressources Manager<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was kommt in den n\u00e4chsten Jahren auf die Welt der Personaler zu? 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