{"id":8790,"date":"2026-05-30T09:28:14","date_gmt":"2026-05-30T09:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/was-macht-eine-gute-fuehrung-aus-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:14","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:14","slug":"was-macht-eine-gute-fuehrung-aus-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/was-macht-eine-gute-fuehrung-aus-en\/","title":{"rendered":"Was macht eine gute F\u00fchrung aus?"},"content":{"rendered":"<p><em>Schlechte Chefs sind nicht nur ein t\u00e4gliches \u00c4rgernis f\u00fcr die Mitarbeiter, sondern auch eine Belastung f\u00fcr den Unternehmenserfolg. In Deutschland klafft beim Thema F\u00fchrung zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine gewaltige L\u00fccke. Die man dringend schlie\u00dfen muss.<\/em><\/p>\n<p>Halten Sie sich selbst f\u00fcr eine gute F\u00fchrungskraft? Prima, dann befinden Sie sich ja in bester Gesellschaft. Denn 97% der deutschen Manager stellen sich selbst ein ausgezeichnetes F\u00fchrungszeugnis aus. Schade nur, dass die Mitarbeiter das augenscheinlich ganz anders sehen. Der aktuelle Gallup Engagement Index 2016 spricht dazu Klartext. Dieser renommiertesten und auch umfangreichsten Studie zur Arbeitsplatzqualit\u00e4t zufolge schneiden deutsche Manager im globalen Vergleich deutlich schlechter ab als ihre internationalen Kollegen \u2013 wenn es um F\u00fchrung geht.<\/p>\n<p>Wunsch und Wirklichkeit liegen laut Gallup in Deutschland meilenweit auseinander: \u201eInsgesamt sagt gerade einmal jeder f\u00fcnfte Arbeitnehmer (21%) \u201adie F\u00fchrung, die ich bei der Arbeit erlebe, motiviert mich, hervorragende Arbeit zu leisten\u2019\u201c. Das Hauptproblem scheinen die Chefs selbst zu sein: Denn die 97% der Selbstzufriedenen sind sich ihrer Defizite nicht bewusst.<\/p>\n<h2>Kann man F\u00fchrung messen?<\/h2>\n<p>Im sogenannten Performance Management l\u00e4sst sich das zahlenorientierte Management der Leistung einer Organisation oder eines Organisationsteils abbilden. Dass die entsprechenden Zielvorgaben auch erreicht werden, liegt in der Verantwortung einer F\u00fchrungskraft, oder besser: eines Managers. Unter diesen Aspekten ist die Managementleistung also durchaus messbar. Schwieriger wird es allerdings bei der quantitativen Messbarkeit von F\u00fchrungsqualit\u00e4t. <a href=\"http:\/\/www.v4ch.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Hartmut Wiehle<\/a>, Experte f\u00fcr Organisationsentwicklung und F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coaching, macht die Qualit\u00e4t von F\u00fchrung an anderen Kriterien fest: \u201eIch betrachte eher die langfristige Motivation und die Zufriedenheit der Mitarbeiter, schaue aber auch auf die Gr\u00f6\u00dfe der Mitarbeiterfluktuation.\u201c<\/p>\n<h2>Manager oder F\u00fchrungskraft?<\/h2>\n<p>\u201eF\u00fchrung als Handwerk spielt von jeher in der Manager-Ausbildung eine eher untergeordnete Rolle\u201c, wie Experte Wiehle wei\u00df. \u201eSie wird nicht wirklich gelehrt und gef\u00f6rdert. Es gibt zwar mehr Seminare und Fortbildungen als fr\u00fcher, aber so richtig im Fokus steht das Thema nicht \u2013 sondern eben eher die Performance. Und darauf wird dann geachtet.\u201c Dazu passt auch eine weitere Zahl aus dem Gallup-Report. Nur 40% der deutschen Manager haben 2016 eine Fortbildung zum Thema F\u00fchrung besucht\u2026 Wiehle erg\u00e4nzt: \u201eF\u00fchrung ist ein Hauptthema der Unternehmenskultur. Wenn ein Unternehmen prim\u00e4r auf Ordnung und Leistung getrimmt ist, ist gute F\u00fchrung eben kein Kulturelement. Es wird von den Chefs nicht wahrgenommen.\u201c<\/p>\n<p>Gerade Themenfelder wie Globalisierung, Digitalisierung und Diversity stellen F\u00fchrungskr\u00e4fte vor v\u00f6llig neue Herausforderungen. Auf der einen Seite versch\u00e4rfen sich die Wettbewerbsbedingungen (und damit der Fokus auf Leistung), auf der anderen Seite wird eine Unternehmenskultur gefordert, die sehr dem Menschen zugewandt ist \u2013 ohne die Leistung zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<h2>Redet miteinander!<\/h2>\n<p>Hauptproblem im Verh\u00e4ltnis von F\u00fchrungskr\u00e4ften und Mitarbeitern ist in deutschen Unternehmen das Feedback, besser gesagt: das mangelnde Feedback! Immerhin ist doch der kontinuierliche Dialog zwischen F\u00fchrungskraft und Mitarbeiter einer der wichtigsten Hebel, um die emotionale Bindung am Arbeitsplatz zu erh\u00f6hen. Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup best\u00e4tigt dies: \u201eEs ist die Aufgabe einer F\u00fchrungskraft, die individuellen Leistungspotenziale der Mitarbeiter freizusetzen und zur Entwicklung des Einzelnen beizutragen. Es gilt herauszufinden, was ein Mitarbeiter gut kann und mag und wie er dementsprechend eingesetzt werden kann \u2013 dies l\u00e4sst sich am besten im Gespr\u00e4ch herausfinden.\u201c<\/p>\n<h2>Vorbilder gesucht<\/h2>\n<p>Laut Verband \u201eDie F\u00fchrungskr\u00e4fte\u201c wird in Deutschland nur jede f\u00fcnfte F\u00fchrungskraft auf ihre F\u00fchrungsaufgaben vorbereitet, bevor sie auf Mitarbeiter losgelassen wird. Ein Armutszeugnis f\u00fcr die Unternehmensleitungen. Fabian Kienbaum, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Kienbaum Consultants International, meint, dass die oberste Chefetage hier mit gutem Beispiel voranzugehen habe: \u201eDie Vorst\u00e4nde und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer m\u00fcssen ansprechbar, entscheidungsstark und offen f\u00fcr Neues sein. Und sie m\u00fcssen von ihren F\u00fchrungskr\u00e4ften klar und deutlich einfordern, was <a href=\"index.php\/de\/blog\/item\/zukunftsfaehig-fuehren-die-erfolgsformel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">F\u00fchren heutzutage<\/a> ausmacht.\u201c<\/p>\n<h2>Jetzt handeln<\/h2>\n<p>Organisations- und F\u00fchrungsexperte Hartmut Wiehle hat f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte einige effektive Handlungstipps f\u00fcr besseres F\u00fchren zusammengestellt.<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li>Versuchen Sie festzustellen, wo Sie <strong>kulturell <\/strong>stehen. Verstehen Sie, welche Form(en) von F\u00fchrung Sie sich w\u00fcnschen<\/li>\n<li><strong>Investieren Sie in sich selbst<\/strong>. Und dies aus sich selbst heraus: Ausbildung, Reflexion, Coaching<\/li>\n<li>Entwickeln Sie einen f\u00fcr Sie selbst <strong>pers\u00f6nlich-authentischen F\u00fchrungsstil<\/strong>. Denn Plastik-Instrumente und Konserven-Kommunikation bringen nichts!<\/li>\n<li>Bleiben Sie in der <strong>Balance<\/strong>. Nur F\u00fchrungskr\u00e4fte mit <strong>guter Energie<\/strong> sind gute F\u00fchrungskr\u00e4fte. Wir sehen uns beim Joggen!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.experteer.de\/magazin\/schlechte-chefs\/?eemail=efcgdkzG7ep7vIKTaeh585DjUQgsGxlSkG661JuAcksN9l8uXgDAqVAO43Fflrt%2F--RMWK73XdMSVGHw7Dk4pZwA%3D%3D&amp;affiliate=mm1_de&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=b2c_content&amp;utm_campaign=badbosses&amp;sc_src=email_377249&amp;sc_lid=26482812&amp;sc_uid=hKCYOKnyMy&amp;sc_llid=111007&amp;sc_eh=3757dd6b488b71231\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Experteer-Magazin<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlechte Chefs sind nicht nur ein t\u00e4gliches \u00c4rgernis f\u00fcr die Mitarbeiter, sondern auch eine Belastung f\u00fcr den Unternehmenserfolg. 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