{"id":8779,"date":"2026-05-30T09:28:14","date_gmt":"2026-05-30T09:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/warum-new-work-gut-fuers-geschaeft-ist-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:14","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:14","slug":"warum-new-work-gut-fuers-geschaeft-ist-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/warum-new-work-gut-fuers-geschaeft-ist-en\/","title":{"rendered":"Warum New Work gut f\u00fcrs Gesch\u00e4ft ist &#8230;"},"content":{"rendered":"<div class=\"clearfix content-item-wrapper content-item introtext\">\n<p><em><strong>Auch wenn das Konzept bald 40 Jahre alt ist \u2013 nie war New Work moderner und notwendiger als heute. Denn der Frust in den Unternehmen ist gewaltig. Was hilft: mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden und ihre F\u00e4higkeiten. Plus ein paar New-Work-Methoden \u2013 die wir hier gleich vorstellen.<\/strong><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix content-item-wrapper content-item subsequent-teasertext column-1\">\n<p>Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute ist: Unternehmensbereiche mit engagierten Mitarbeitenden machen 23 Prozent mehr Gewinn als Bereiche mit unzufriedenen Angestellten, so die repr\u00e4sentative \u201eState of the Global Workplace 2022\u201c-Studie des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Gallup. Doch nicht nur das: Engagierte Mitarbeitende, die sich ihrer Firma emotional verbunden f\u00fchlen, melden sich seltener krank, haben weniger Unf\u00e4lle und bleiben l\u00e4nger. Selbst ihre Kundinnen und Kunden sind treuer. Die schlechte Nachricht ist: Diese Gruppe macht gerade mal 16 Prozent aus. Was bedeutet: F\u00fcnf Sechstel der Befragten sind entweder nicht engagiert oder sogar \u201eaktiv nicht engagiert\u201c, schaden also bewusst dem eigenen Unternehmen. Kurz: Die Stimmung am Arbeitsplatz ist denkbar schlecht. Und besonders unzufrieden sind laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst &amp; Young die 25- bis 34-J\u00e4hrigen. Ihr Anteil betr\u00e4gt 60 Prozent \u2013 der schlechteste Wert unter allen Altersgruppen.<\/p>\n<h2>\u201eDie sch\u00f6nste Nebensache der Welt\u201c<\/h2>\n<p>Dass \u201eArbeit oft eine den Menschen verkr\u00fcppelnde Krankheit\u201c ist, hatte der deutsch-amerikanische Sozialphilosoph Frithjof Bergmann bereits Anfang der 1980er festgestellt. Zugleich beobachtete er aber auch, dass eine T\u00e4tigkeit, die den tiefsten W\u00fcnschen der Menschen entspr\u00e4che und von ihnen als Herausforderung und Berufung zugleich empfunden w\u00fcrde, sie nicht auslauge. Im Gegenteil. \u201eSie gibt den Menschen mehr Energie\u201c und mache sie produktiver. Sein Fazit: Die Menschen sollten ihrer Berufung folgen, um selbstbestimmt und sinnerf\u00fcllt das zu tun, was sie \u201ewirklich, wirklich wollen\u201c. \u201eNicht wir sollten der Arbeit dienen, sondern die Arbeit uns.\u201c Es sei deshalb an der Zeit, schrieb er 2004 in seinem Buch \u201eNeue Arbeit, neue Kultur\u201c, die Arbeit von Grund auf neu zu organisieren \u2013 als New Work eben. Doch erst 2016, als der Psychologe und Coach Markus V\u00e4th Bergmanns Konzept von einer besseren Arbeitsgesellschaft in seinem Buch \u201eArbeit \u2013 die sch\u00f6nste Nebensache der Welt. Wie New Work unsere Arbeitswelt revolutioniert\u201c aufgreift, beginnt man, Bergmanns Ideen zu diskutieren.<\/p>\n<p>Auch wenn Bergmanns Sozialutopie in den vergangenen vier Jahren \u201eeinem Sammelsurium an Ans\u00e4tzen und der Ausarbeitung von Teilaspekten gewichen\u201c ist, erkennt V\u00e4th: \u201eEs gibt mittlerweile viele ernst zu nehmende Versuche, New Work umzusetzen, vom kleinen Handwerksbetrieb \u00fcber den Mittelstand bis zu einigen Konzernen.\u201c Wie dringend notwendig es ist, das Leben am Arbeitsplatz zu verbessern, betont auch Jon Clifton, CEO von Gallup in seinem Vorwort zur aktuellen Studie. \u201eAber die Welt ist n\u00e4her an der Besiedlung des Mars als an der L\u00f6sung der Probleme am Arbeitsplatz.\u201c Dabei sei die L\u00f6sung ziemlich einfach: <a title=\"Soft Skills f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte\" href=\"https:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/richtig-fuehren\/soft-skills-fuer-fuehrungskraefte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bessere F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/a>. \u201eGute F\u00fchrungskr\u00e4fte helfen ihren Kolleginnen und Kollegen, zu lernen und wachsen.\u201c Oder anders formuliert: \u201eEs geht darum, die Art der Zusammenarbeit neu zu denken\u201c, sagt die Hamburger Beraterin und New-Work-Expertin Christiane Brandes-Visbeck. Das bedeute: F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssten lernen loszulassen und ihrem Team zu vertrauen \u2013 und die Mitarbeitenden m\u00fcssten lernen, Verantwortung zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<h2>Flexibilit\u00e4t und Agilit\u00e4t als wichtige Faktoren<\/h2>\n<p>Doch auch wenn New Work ein Mindset ist und kein Werkzeugkasten \u2013 ein paar Methoden frei im Team auszuprobieren, macht Ver\u00e4nderungen erst m\u00f6glich und motiviert die Mitarbeitenden.<\/p>\n<p>Schon Albert Einstein wusste: \u201eProbleme kann man niemals mit derselben Denkweise l\u00f6sen, durch die sie entstanden sind.\u201c Umso mehr gilt das \u201eheute, wo der Markt eine schnelle Anpassung an Bed\u00fcrfnisse von Kundinnen und Kunden erfordert\u201c, schreibt das Autorenteam um den Ex-Werber und Unternehmer Michael Trautmann in \u201eOn the Way to New Work. Wenn Arbeit zu etwas wird, was Menschen st\u00e4rkt\u201c. Wesentlich wichtiger ist Agilit\u00e4t. Statt wie fr\u00fcher den einmal festgelegten Prozess abzuarbeiten, ist Flexibilit\u00e4t entscheidend. Dazu geh\u00f6rt, \u201edie Denk- und Arbeitsweise sowie die Organisationsstruktur an drei Prinzipien auszurichten\u201c, so das Autorenteam. Erstens: \u201eIm agilen Arbeiten ist die Zielgruppe durchg\u00e4ngiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses\u201c, sprich: Sie wird immer und immer wieder gefragt und gebeten, Feedback zu geben, um das Produkt zu verbessern. Zweitens \u2013 und das ist eine wichtige Grundvoraussetzung: \u201eSich der L\u00f6sung schrittweise anzun\u00e4hern und regelm\u00e4\u00dfig zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Richtung stimmt.\u201c Und drittens: Alle Entscheidungen werden \u201edort getroffen, wo die Expertinnen und Experten sitzen. Das ist meistens nicht das Management, sondern das umsetzende Team, das mit der Kundin oder dem Kunden zusammenarbeitet.\u201c<\/p>\n<h2>Verschiedene Methoden des agilen Arbeitens<\/h2>\n<p>Kern des agilen Arbeitens ist die Koordination der Kolleginnen und Kollegen. Je nach Aufgabe gibt es verschiedene Methoden.<\/p>\n<p>Eine davon ist <strong>Scrum,<\/strong> die zur\u00fcckgeht auf die Softwareentwickler Jeff Sutherland und Ken Schwaber. Sie eignet sich vor allem f\u00fcr komplexere Probleme und funktioniert besonders gut mit einer festen interdisziplin\u00e4ren Gruppe aus drei bis neun Personen. Dabei zerlegt das Team die Aufgabe selbstst\u00e4ndig in \u00fcberschaubare Einheiten, um sie dann in zwei- bis vierw\u00f6chigen sogenannten Sprints abzuarbeiten. Die Ergebnisse werden immer wieder \u00fcberpr\u00fcft und die Aufgaben gegebenenfalls angepasst. Innerhalb des Teams gibt es zwei wichtige Rollen: Der Product Owner repr\u00e4sentiert die k\u00fcnftigen Nutzenden des Produkts und bildet die Schnittstelle zum Kunden oder der Kundin, und der Scrum Master \u00fcbernimmt die Funktion des Moderators und beseitigt eventuell auftretende Hindernisse.<\/p>\n<p>Eine andere Methode, um innovative L\u00f6sungen zu kreieren, ist <a title=\"Kreative L\u00f6sungen durch Design Thinking\" href=\"https:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/arbeitswelt-gestalten\/kreative-loesungen-durch-design-thinking\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Design Thinking<\/strong><\/a>. Ihren Namen verdankt sie der Arbeitsweise von Gestalterinnen und Gestaltern, die sich ganz stark auf die Bed\u00fcrfnisse ihrer Zielgruppe konzentrieren, um sich so zum Beispiel einen neuen Service auszudenken. Der Prozess setzt sich aus sechs Phasen zusammen. Am Anfang steht ein unklares Problem, dem man sich mit der Haltung n\u00e4hert, nichts weiter zu wissen. \u00dcber intensive Befragungen und l\u00e4ngere Beobachtungen der Nutzergruppe entwickelt man verschiedene Ideen. Umgesetzt in Prototypen werden sie dann getestet, verbessert oder auch verworfen. Im Idealfall steht am Ende des Prozesses ein Produkt, das am Markt auch erfolgreich ist.<\/p>\n<p>Scrum, Design Thinking &amp; Co. sind nicht gleichzusetzen mit New Work als Idee. Sie sind \u201enur Werkzeuge, die dabei helfen, die agilen Prinzipien im Alltag umzusetzen \u2013 \u00e4hnlich wie ein Hammer und eine S\u00e4ge dabei helfen, ein Haus zu bauen\u201c, so das Trautmann-Team.<\/p>\n<p>Aber ohne die Tools l\u00e4sst sich das Haus nicht errichten und bleibt ein Traum.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/arbeitswelt-gestalten\/warum-new-work-gut-fuers-geschaeft-ist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Faktor A &#8211; Das Arbeitgebermagazin<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn das Konzept bald 40 Jahre alt ist \u2013 nie war New Work moderner und notwendiger als heute. 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