{"id":8778,"date":"2026-05-30T09:28:14","date_gmt":"2026-05-30T09:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/warum-kuendigen-gute-mitarbeiter-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:14","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:14","slug":"warum-kuendigen-gute-mitarbeiter-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/warum-kuendigen-gute-mitarbeiter-en\/","title":{"rendered":"Warum k\u00fcndigen gute Mitarbeiter?"},"content":{"rendered":"<p><strong>65% aller Kandidaten sind zu jedem Zeitpunkt aktiv oder passiv auf der Suche nach einer Neuanstellung. Es dr\u00e4ngt sich also tats\u00e4chlich die Frage auf: \u201eWarum k\u00fcndigen gute Mitarbeiter?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Viele Arbeitgeber scheinen ihre \u201eguten Mitarbeiter\u201c nicht zu fragen, welchen Herausforderungen sie sich stellen m\u00fcssen oder gar, was sie ihrer derzeitigen Anstellung h\u00e4lt. Wenn Sie wissen wollen, was jemanden davon abh\u00e4lt zu k\u00fcndigen, dann fragen Sie ihn einfach. Dies klingt banal, aber nicht viele Unternehmen praktizieren dies.<\/p>\n<h2>7 Gr\u00fcnde, warum gute Mitarbeitern k\u00fcndigen<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>Sp\u00fcrbare Anerkennung und Belohnungen sind zu selten:<\/strong> Dies bedeutet, dass die Mitarbeiter sich f\u00fcr ihre Leistungen nicht ausreichend entsch\u00e4digt f\u00fchlen. Der Gehaltsscheck erscheint zu gering und sie f\u00fchlen sich nicht ausreichend anerkannt. Bei dem Thema Belohnung geht es vielmehr um die Art der Kommunikation und nicht so sehr um das Gehalt. Die meisten Mitarbeiter halten sich eher im Hintergrund, auch wenn sie wichtig f\u00fcr ein Team oder ein Projekt sind \u2013 und werden nicht unbedingt von einer h\u00f6her stehenden Person entdeckt. F\u00fcr Mitarbeiter ist es jedoch wichtig, ihren Marktwert zu kennen. Eine firmeneigene Kinderkrippe oder unbegrenzte Urlaubstage k\u00f6nnen f\u00fcr Mitarbeiter jedoch wichtiger sein als das Gehalt alleine \u2013 Letzteres zieht jedoch immer als Argument.\n<\/li>\n<li><strong>Das Management interessiert sich nicht:<\/strong> Viele Mitarbeiter f\u00fchlen sich von schlechten Chefs, die keinerlei Empathie zeigen, auf den Schlips getreten. Damit ist eine F\u00fchrungsebene gemeint, die Erfolge gerne auf ihre eigene Kappe schreibt, sich bei Misserfolgen und Fehlern jedoch konsequent zur\u00fcckzieht \u2013 und den Mitarbeitern die Schuld gibt. Und dabei muss es nicht einmal dem Mitarbeiter selbst passieren, der in der Konsequenz k\u00fcndigt. Auch Kollegen, die ein derartiges Verhalten erleben, k\u00f6nnen pl\u00f6tzlich ins Zweifeln geraten. Mary David hat dazu Folgendes gesagt:<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn es etwas zu erledigen gibt, dann liegt es in der Verantwortung des Managements, die eigenen Mitarbeiter zufriedenzustellen und zwar durch jegliche Art der Unterst\u00fctzung. Die Anerkennung des Vorgesetzten oder des Teamleiters mag vielleicht kurzzeitig dabei geholfen haben, ein gewisses Ziel zu erreichen. Um dauerhaft Engagement zu zeigen, ist jedoch Lob des obersten Managements n\u00f6tig. (May David, Leadership Consultant)<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Bef\u00f6rderungen sind willk\u00fcrlich:<\/strong> Auch hier geht es ebenfalls weniger darum, ob sich der Mitarbeiter selbst ungerecht behandelt f\u00fchlt oder ob wir glauben, dass ein Kollege die Bef\u00f6rderung nicht verdient hat. Dies ist sicherlich ein sehr subjektives Thema und es ist enorm schwierig, hier Vergleiche anzustellen. Das wahre Problem ist jedoch kommunikativer Art. Mitarbeiter, denen eine Bef\u00f6rderung vorenthalten wurde, haben das Gef\u00fchl, dass es hier um Beliebtheit geht. Daher ist es f\u00fcr das Top-Management h\u00f6chste Zeit, die wahren Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Promotion oder eine Neuanstellung offen zu vermitteln. Und dabei im Hinterkopf zu behalten, wie sich dies auf die Kollegen auswirkt, die nicht bef\u00f6rdert wurden.\n<\/li>\n<li><strong>Stellenprofil und Zukunft sind unklar:<\/strong> Bei einer neuen Stelle kann es schon einmal passieren, dass das Stellenprofil auf den ersten Blick perfekt erscheint, sich die Rolle jedoch nach mehreren Gespr\u00e4chen innerhalb des Unternehmens schlagartig \u00e4ndert. Dadurch entsteht Verwirrung und Unsicherheit und selbst flei\u00dfige Mitarbeiter sehen ihre Zukunft pl\u00f6tzlich in Gefahr. Hier helfen nur noch regelm\u00e4\u00dfige Beratungsgespr\u00e4che oder ein Mentor, der dem Mitarbeiter hilft, die eigene Rolle klar zu definieren. Eine gute Taktik ist dabei ein Stellenprofil zun\u00e4chst flexibel aufzubauen, um dann zu sehen, wie der Mitarbeiter sich in seiner Rolle definiert. Dies kann anschlie\u00dfend zwischen dem Management und dem Mitarbeiter besprochen werden, um einen Karriereplan aufzustellen. Es empfiehlt sich auch mit dem Mitarbeiter Ziele zu vereinbaren, auf die man sich einigt. So ist sich der Mitarbeiter im Klaren dar\u00fcber, wof\u00fcr er arbeitet, wodurch unangenehme Gespr\u00e4che am Ende des Jahres vermieden werden k\u00f6nnen.\n<\/li>\n<li><strong>Niedrige Inspiration:<\/strong> Was Sie inspiriert, vermag nicht unbedingt auch Ihren Kollegen zu inspirieren. Ich habe einmal mit einem Designer zusammengearbeitet, der meinte, dass ihm die Musik am Arbeitsplatz fehlt. Jeder hat seine eigene Art und Weise Inspiration f\u00fcr seine Arbeit zu finden. Was hier z\u00e4hlt, ist die Motivation dahinter zu verstehen: Warum arbeiten Ihre Mitarbeiter f\u00fcr Sie? Was inspiriert sie? Wie k\u00f6nnte sich ihre Produktivit\u00e4t steigern? Der Schl\u00fcssel zum Erfolg ist die Initiative zu ergreifen und nachzufragen.\n<\/li>\n<li><strong>Eine negative Atmosph\u00e4re und wenig Arbeitskultur:<\/strong> Eine zufriedene und gl\u00fcckliche Arbeitsumgebung ist essenziell f\u00fcr die Produktivit\u00e4t der Mitarbeiter. Jedes Unternehmen hat seine ganz eigene Arbeitskultur. Nicht jeder passt hier gleich gut hinein und das ist auch in Ordnung, solange diejenigen, die sich mit der Arbeitskultur identifizieren k\u00f6nnen, bleiben. Niemand m\u00f6chte t\u00e4glich 8-10 Stunden in einer Arbeitsatmosph\u00e4re verbringen, die negativ und erdr\u00fcckend ist. Denn dies wirkt sich auf die Kreativit\u00e4t der Mitarbeiter aus und hilft niemandem. Es ist daher ausschlaggebend in ein Arbeitsumfeld zu investieren, das die Menschen dazu motiviert, ihr Bestes zu geben und sich einzubringen. Mary David hat hier folgenden Gedanken dazu ge\u00e4u\u00dfert:<\/li>\n<\/ul>\n<p>Letztendlich bestimmt die Arbeitskultur eines Unternehmens das Ausma\u00df, indem Mitarbeiter sich um eine neue Stelle bem\u00fchen. Denn dies ben\u00f6tigt strategische Entscheidungsbildung und ausreichend Planung. (Mary David)<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schlechte Work-Life-Balance:<\/strong> Ich denke, hier herrscht nicht viel Erkl\u00e4rungsbedarf. Viele Studien zeigen, dass viele gute Mitarbeiter sich ausgebrannt f\u00fchlen, wenn Sie nicht gen\u00fcgend Pausen einhalten. Dauerhaft eine \u00fcber 80-prozentige Produktivit\u00e4t an den Tag zu legen ist nicht haltbar. Es gibt Gr\u00fcnde, warum gro\u00dfe Firmen wie Google ihren Mitarbeiter sogar auf dem Firmengel\u00e4nde erlauben, \u201eabzuschalten\u201c. Das Level an Kreativit\u00e4t wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ansteigen, wenn sich die Mitarbeiter nicht \u00fcberarbeitet f\u00fchlen.\n<\/li>\n<li><strong>Zu wenig Flexibilit\u00e4t:<\/strong> In einigen fr\u00fcheren Interviews wurde ich des \u00d6fteren gefragt, wann ich vorhabe, zu heiraten oder Kinder zu bekommen. Dies kann auf den ersten Blick sehr aufdringlich und vorurteilshaft klingen. Es zeigt aber vor allem auch, dass dieser Arbeitgeber wahrscheinlich die Idee von Home-Office oder flexiblen Arbeitszeiten nicht unterst\u00fctzen wird. Dies kann dem Mitarbeiter aufzeigen, dass der Arbeitgeber nicht gewillt ist, sich um den Mitarbeiter zu bem\u00fchen \u2013 und nimmt dadurch eine K\u00fcndigung in Kauf. Die meisten Millennials und die Arbeitnehmer von heute sch\u00e4tzen Flexibilit\u00e4t im Arbeitskontext, und wenn ein anderes Unternehmen ihnen dies bieten kann, dann kann dies als Grund bereits ausreichen, das derzeitige Unternehmen zu verlassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.experteer.de\/magazin\/warum-kuendigen-gute-mitarbeiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">experteer-Magazin<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>65% aller Kandidaten sind zu jedem Zeitpunkt aktiv oder passiv auf der Suche nach einer Neuanstellung. 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