{"id":8761,"date":"2026-05-30T09:28:13","date_gmt":"2026-05-30T09:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/uber-ceo-diese-nr-1-faehigkeit-zeichnet-top-fuehrungskraefte-aus-2-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:13","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:13","slug":"uber-ceo-diese-nr-1-faehigkeit-zeichnet-top-fuehrungskraefte-aus-2-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/uber-ceo-diese-nr-1-faehigkeit-zeichnet-top-fuehrungskraefte-aus-2-en\/","title":{"rendered":"Uber-CEO: Diese Nr. 1 F\u00e4higkeit zeichnet Top-F\u00fchrungskr\u00e4fte aus"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Der Unterschied zwischen guter und schlechter F\u00fchrung? Uber-Chef Dara Khosrowshahi verr\u00e4t es.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Entwicklung und F\u00f6rderung von F\u00fchrungskr\u00e4ften ist in aller Munde. Seminare, gezielte Schulungen, individuelles Coaching, Supervision \u2013 Angebote wachsen rasant. Kein Wunder, denn mit der F\u00fchrungsqualit\u00e4t steht und f\u00e4llt der Unternehmenserfolg.<\/p>\n<p>Uber-CEO Dara Khosrowshahi setzt selbst auf eine Kompetenz, die jede F\u00fchrungskraft beherrschen sollte, aber nicht immer beherrscht: <strong>Wer Chef ist, muss auch ein guter Zuh\u00f6rer sein<\/strong>.<\/p>\n<p>Seit 2017 leitet Khosrowshahi das weltweit aktive und milliardenschwere Unternehmen Uber, welches 2009 in Kalifornien als Startup seinen Anfang fand. F\u00fcr seine F\u00fchrungs- und Firmenkultur wurde Uber zuvor immer wieder verurteilt. Im Raum standen Vorw\u00fcrfe wie Diskriminierung, Sexismus, Ungleichbehandlung und Machtmissbrauch, der von Top-Managern ausgegangen sein soll. Mit CEO Khosrowshahi wurde deshalb ein Nachfolger f\u00fcr den damals oft kritisierten Ex-Chef und Uber-Mitbegr\u00fcnder Travis Kalanick bestimmt, welcher dem Unternehmen ein komplett neues Image verpassen sollte.<\/p>\n<p><strong>Zuh\u00f6ren als Chef kann der CEO gut:<\/strong> Nach Angaben des Unternehmens Glassdoor soll Khosrowshahi bei Besch\u00e4ftigten einen guten Ruf haben. Demnach sollen 93 Prozent dieser sein F\u00fchrungsverhalten positiv bewerten. Sein F\u00fchrungsstil wird als kollaborativ und sozial beschrieben; sowohl Mitarbeiter als auch Kunden liegen im am Herzen, hei\u00dft es.<\/p>\n<h2>Als Undercover-Boss unterwegs: Zuh\u00f6ren, erleben, Probleme verstehen<\/h2>\n<p>Erst vor wenigen Jahren soll sich der CEO pers\u00f6nlich und mitten in der Pandemie auf ein E-Bike geschwungen und selbst Essen per \u201eUber Eats\u201c ausgeliefert haben, um einerseits Langeweile w\u00e4hrend der Social-Distancing-Phase zu vertreiben und um andererseits selbst festzustellen, was optimiert werden kann. Dies wiederum belegt die Bem\u00fchung des Unternehmers, nah am Geschehen zu bleiben und auch keine M\u00fche zu scheuen, um den Arbeitsalltag von Uber-Besch\u00e4ftigten nachzuempfinden; Schwierigkeiten, mit denen Mitarbeiter zu k\u00e4mpfen haben, werden auf diese Weise besonders deutlich.<\/p>\n<p>Dass der Unternehmer deshalb auch empfiehlt, als F\u00fchrungskraft aktiv zuzuh\u00f6ren, passt zu seiner Art, ein Unternehmen und Mitarbeiter zu f\u00fchren. \u00dcbrigens soll im Anschluss an das E-Bike-Erlebnis eine Erfahrung als Uber-Driver unter dem Decknamen \u201eDave K\u201c im Auto dazu beigetragen haben, das Gesch\u00e4ft noch weiter selbstkritisch zu be\u00e4ugen.<\/p>\n<h2>Gute F\u00fchrung: Was bedeutet es, als Chef zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen?<\/h2>\n<p>Khosrowshahi kritisiert, dass allerlei Weiterentwicklungsprogramme f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte angeboten werden, damit diese sich stetig verbessern, es aber an Angeboten zum Thema \u201eZuh\u00f6ren\u201c fehlt. Die F\u00e4higkeit, im Chefsessel aktiv zuzuh\u00f6ren, bedeutet unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ausreden lassen:<\/strong> Aufmerksam und ohne Unterbrechung zuh\u00f6ren.<\/li>\n<li><strong>Nicht ignorieren:<\/strong> Bei Kritik und unangenehmem Feedback nicht wegh\u00f6ren.<\/li>\n<li><strong>Nonverbal \u201ezuh\u00f6ren\u201c:<\/strong> Auch die K\u00f6rpersprache spricht, wenn Mitarbeiter sich mitteilen.\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Statusangst: Zuh\u00f6ren muss nicht Passivit\u00e4t bedeuten<\/h2>\n<p>Menschen in F\u00fchrungspositionen haftet der Ruf an, dass sie als machtvolle, umsetzungsstarke Personen wahrgenommen werden m\u00f6chten. Wer die Rolle des vermeintlich passiven Zuh\u00f6rers statt Machers und Redners einnehmen soll, hadert mit der Vereinbarkeit von Aktivit\u00e4t und Passivit\u00e4t. Doch die Annahme, passiv zu sein, weil man gut zuh\u00f6rt, statt nur spricht, ist schlichtweg falsch. Gute Zuh\u00f6rer beherrschen die Kunst, sowohl aufmerksam als auch proaktiv zu sein, ohne ihre F\u00fchrungsrolle abgeben zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dieses Ph\u00e4nomen hat auch Organisationswissenschaftler Avi Kluger untersucht. Der Verhaltensforscher bezeichnet die Sorge von F\u00fchrungskr\u00e4ften, als schwach abgetan zu werden, wenn sie die Rolle des Zuh\u00f6rers einnehmen, als \u201eStatusangst\u201c.<\/p>\n<p>Statusangst beschreibt generell die Angst davor, von anderen, etwa von Mitarbeitern und Chefkollegen, als erfolg- und machtlos abgestempelt zu werden. Doch aktives Zuh\u00f6ren ist (l\u00e4ngst) nicht nur eine Eigenschaft, die Mitarbeiter in der unteren Hierarchieebene beherrschen m\u00fcssen, sondern eine wichtige F\u00fchrungskompetenz.<\/p>\n<h2>New Work: Besch\u00e4ftigte w\u00fcnschen sich Chefs, die aufmerksam sind<\/h2>\n<p>Die Empfehlung des Uber-CEOs, als Chef ein guter Zuh\u00f6rer zu werden, um erfolgreich f\u00fchren zu k\u00f6nnen, trifft den Nerv der Zeit. Viele Arbeitnehmer w\u00fcnschen sich heute ein Vorbild, das mit seinem Team auf Augenh\u00f6he kommuniziert. Klassisches Silodenken geh\u00f6rt damit ebenfalls der Vergangenheit an und auch Chefs k\u00f6nnen selbst von der Fachexpertise ihrer Mitarbeiter profitieren, wenn sie aufmerksam zuh\u00f6ren und lernen, Informationen anzunehmen. Damit ist das aktive Zuh\u00f6ren auch ein wichtiger Baustein f\u00fcr flexibles, agiles Arbeiten.<\/p>\n<h2>Nur wenige F\u00fchrungskr\u00e4fte h\u00f6ren zu: Viele kennen eigene Mitarbeiter schlecht<\/h2>\n<p>Im Rahmen einer Studie mit dem Titel \u201eIndustriereport Fachkr\u00e4ftemangel 2022\u201c hat das Unternehmen Skilltree die traurige Gewissheit belegen k\u00f6nnen, dass viele Chefs ihre eigenen Mitarbeiter nur schlecht kennen. Wer aktiv zuh\u00f6rt, hat das Problem nicht. Als \u201eunbekannte Wesen\u201c bezeichnet Studienherausgeber Markus Skergeth Mitarbeiter, deren Skills den eigenen Bossen nicht bekannt sind. 75 bis 100 Prozent der Kompetenzen und F\u00e4higkeiten der Belegschaft seien demnach nur rund sechs Prozent der Personalverantwortlichen ein Begriff.<\/p>\n<p><strong>Eine m\u00f6gliche Folge:<\/strong> Wer Mitarbeiter nicht kennt und ihnen nicht zuh\u00f6rt, riskiert, ihr Talent und Potenzial zu verpassen. Die teure Personalsuche nimmt weiter ihren Lauf, obwohl Besch\u00e4ftigte aus den eigenen Reihen bestens geeignet w\u00e4ren, um vakante Positionen intern zu besetzen.<\/p>\n<h2>Fehleinsch\u00e4tzung und Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung: \u201eIch bin ein guter Zuh\u00f6rer\u201c<\/h2>\n<p>Obwohl Untersuchungen also belegen, wie schlecht ein Gro\u00dfteil der F\u00fchrungskr\u00e4fte eigene Mitarbeiter kennt, sind diese sich \u00fcber das Defizit nicht immer bewusst. Schuld ist dann eine schlechte Selbsteinsch\u00e4tzung und oft auch die Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung. Nicht selten sind Mitarbeiter, die zur F\u00fchrungskraft bef\u00f6rdert werden oder aber schon l\u00e4nger als Chef t\u00e4tig sind, der \u00dcberzeugung:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eIch kann nicht nur f\u00fchren, sondern bin auch ein guter Zuh\u00f6rer.\u201c<\/p>\n<h2>Guter Zuh\u00f6rer vs. schlechter Zuh\u00f6rer: Das sind die wesentlichen Unterschiede<\/h2>\n<h3>1. K\u00f6rpersprache<\/h3>\n<p>Ungeduldige, gestresste F\u00fchrungskr\u00e4fte, die Schwierigkeiten damit haben, aufmerksam zuzuh\u00f6ren, signalisieren dies auch nonverbal. Ihre <a href=\"https:\/\/arbeits-abc.de\/koerpersprache\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00f6rpersprache<\/a> ist abweisend; die Arme oft verschr\u00e4nkt. Der Blickkontakt fehlt oder wirkt besonders aggressiv.<\/p>\n<p>Ein Chef, der gut zuh\u00f6rt, zeigt in der Regel eine dem Mitarbeiter zugewandte K\u00f6rpersprache. Dieser sucht unter anderem den Augenkontakt.<\/p>\n<h3>2. R\u00fcckmeldung<\/h3>\n<p>Ob einem zugeh\u00f6rt wird, zeigt sich oft, wenn Zuh\u00f6rer zwischendurch ein Zeichen, eine R\u00fcckmeldung geben. Dies kann eine Zustimmung, eine kurze R\u00fcckfrage oder das Spiegeln des Gesagten sein, wohingegen ein <a href=\"https:\/\/arbeits-abc.de\/4-stufiges-feedback-system\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Feedback<\/a> bei schlechten, unaufmerksamen Zuh\u00f6rern h\u00e4ufig ausbleibt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens:<\/strong> R\u00fcckmeldungen sollten w\u00e4hrend der Phase des aktiven Zuh\u00f6rens nicht dazu genutzt werden, um die eigene Meinung in den Vordergrund zu dr\u00e4ngen. Vielmehr geht es darum, als Chef auch bei einer kontr\u00e4ren Meinung zu beweisen, dass das, <a href=\"https:\/\/arbeits-abc.de\/boss-kritik-dem-chef-die-meinung-sagen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">was Mitarbeiter zu sagen haben<\/a>, z\u00e4hlt. Im Anschluss kann das Meinungsfeedback erfolgen. Besonders wichtig ist diese Art der Kommunikation in Unternehmenskulturen, die davon leben, unabh\u00e4ngig von der Hierarchie auf Augenh\u00f6he miteinander zu sprechen.<\/p>\n<h3>3. Unterbrechungen<\/h3>\n<p>Wer aufmerksam zuh\u00f6rt, h\u00f6rt zu \u2013 ohne den Sprechenden zu unterbrechen. Unterbrechungen k\u00f6nnen im \u00dcbrigen immer unterschiedlich aussehen. W\u00e4hrend einige ihr Gegen\u00fcber mit wenig eleganten, auff\u00e4lligen Ger\u00e4uschen oder undeutlichlem Gegrummel unterbrechen, fangen andere zu lachen an, schmei\u00dfen die H\u00e4nde vors Gesicht oder fallen einem direkt ins Wort. Hier gibt es viele kreative Wege, um sich dem Zuh\u00f6ren zu entziehen.<\/p>\n<p>Gute Zuh\u00f6rer gehen, wenn sie jemanden aufgrund von Zeitmangel unterbrechen m\u00fcssen, zumindest proaktiv, transparent und freundlich vor. Nicht unbedingt, um anderen die eigene Meinung aufzudr\u00fccken, sondern um zu signalisieren, dass das Gesagte Gewicht hat, ein anderer Zeitpunkt sich aber f\u00fcr ein ruhiges Gespr\u00e4ch besser eignen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ein solch konkretes Feedback gen\u00fcgt Mitarbeitern oft, damit sie die Gewissheit haben:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eMein Chef h\u00f6rt zu und nimmt sich Zeit, auch wenn er\/sie gestresst zu sein scheint.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/arbeits-abc.de\/uber-ceo-diese-nr-1-faehigkeit-zeichnet-top-fuehrungskraefte-aus\/?xing_share=news\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">arbeitABC<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Unterschied zwischen guter und schlechter F\u00fchrung? Uber-Chef Dara Khosrowshahi verr\u00e4t es. 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