{"id":8760,"date":"2026-05-30T09:28:12","date_gmt":"2026-05-30T09:28:12","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/ueber-die-zukuenfte-der-arbeit-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:12","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:12","slug":"ueber-die-zukuenfte-der-arbeit-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/ueber-die-zukuenfte-der-arbeit-en\/","title":{"rendered":"\u00dcber die Zuk\u00fcnfte der Arbeit: Warum es nicht eine Zukunft der Arbeit gibt"},"content":{"rendered":"<p><strong><em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/jkleske\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Johannes Kleske<\/a> ist Zukunftsforscher und Mitgr\u00fcnder der Strategieberatung Third Wave und er sagt: \u201eEs gibt die nicht, DIE EINE Zukunft.\u201c Er besch\u00e4ftigt sich mit intensiv mit unseren Zuk\u00fcnften: \u201eWelche sind wahrscheinlich, welche sind m\u00f6glich und welche sind sogar w\u00fcnschenswert\u201c, fragt er. Im Interview mit Inga H\u00f6ltmann spricht er \u00fcber die Zuk\u00fcnfte von Arbeit, welchen Einfluss sie aufeinander aus\u00fcben und warum wir heute die Zukunft unserer Arbeit gestalten.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Er meint: Der Sinn \u00fcber Zuk\u00fcnfte zu sprechen ist vor allem, diesen Dialog zu f\u00fchren und sich Gedanken dar\u00fcber zu machen, wie diese Zuk\u00fcnfte aussehen k\u00f6nnten: \u201eZukunftsforschung dient immer dazu, im Heute bessere Entscheidungen zu treffen\u201c, sagt er \u2013 um eine bestimmte Zukunft wahrscheinlicher zu machen. Denn wenn wir nicht handeln, schaffe jemand anderes Fakten, warnt er.<\/p>\n<h2>Nehmen uns die Maschinen die Arbeit weg?<\/h2>\n<p>Eines der gro\u00dfen Themen, mit denen er sich in der Vergangenheit besch\u00e4ftigte, war Automatisierung \u2013 verbunden mit der gro\u00dfen Frage: \u201eNehmen uns die Maschinen die Arbeit weg?\u201c Er meint: Nein, niemals sind es die Maschinen, die unsere Arbeit wegnehmen, es sind immer die Menschen hinter den Maschinen, die solche Entscheidungen treffen. Ein entscheidender Unterschied: \u201eWir verteufeln h\u00e4ufig die Technologie und blenden dabei aus, dass es am Ende Menschen oder Unternehmen sind, die diese Entscheidung treffen.\u201c<\/p>\n<p>Mit dem Wandel in der Arbeitswelt, angetrieben durch Automatisierung, Robotik oder KI, geht eine Aufwertung der Berufe einher, sie werden immer anspruchsvoller. Es sei in der Geschichte der Menschheit immer so gewesen, dass neue Jobs entstanden seien, wenn alte verschwanden, meint Kleske, und die seien tendenziell h\u00f6her qualifiziert gewesen. Jedoch: \u201eDas Problem, vor dem wir heute stehen, ist, dass diese Entwicklung teilweise so schnell ist, dass wir mit der Entwicklung neuer Jobs und mit der Qualifizierung f\u00fcr diese neuen Jobs nicht hinterherkommen\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>\u201eWir haben kein Automatisierungsproblem, wir haben ein Fortbildungsproblem!\u201c, sagt er. Im Zuge der Digitalisierung reiche es eben nicht, davon auszugehen, dass man die Menschen einmal auf einen \u201edigitaleren\u201c Job umschulen muss, die Ver\u00e4nderung muss vielmehr andauernd sein, damit sie Schritt halten k\u00f6nnen. Eine gewaltige Anstrengung f\u00fcr das Schulsystem und die berufliche Aus- und Fortbildung.<\/p>\n<p>Doch Kleske blickt einigerma\u00dfen entspannt auf die sich so schnell wandelnde Arbeitswelt. Er meint: Alles, was die Unternehmen ein bisschen unter Druck setzt, in die P\u00f6tte zu kommen, sei hilfreich. Er bem\u00e4ngelt, dass viele Unternehmen bisher zu wenig in der digitalen Welt gestalten. \u201eMir macht das Sorge, weil ich das Gef\u00fchl habe, dass zwischen den Themen, \u00fcber die wir eigentlich reden m\u00fcssten, der Abstand immer gr\u00f6\u00dfer wird.\u201c<\/p>\n<h2>Sein Appell: \u201eFangt an, in eine Vielfalt hineinzudenken!\u201c<\/h2>\n<p>Er empfiehlt den Menschen in den Unternehmen: \u201eFangt an, in eine Vielfalt hineinzudenken!\u201c Was er damit meint: Nicht nur auf die Digitalisierung zu reagieren, sich so zu verhalten, als sei sie etwas, das einem passiert. Sondern sich auf sich selbst zu besinnen und nicht zu imitieren und zu kopieren. \u201eEs sind in den letzten Jahren f\u00fcr mich immer die st\u00e4rksten Momente gewesen, wenn ein Kunde versteht: \u201aAch so, ich kann einfach gucken, in was ich richtig gut bin \u2013 ich kann anfangen meinen Weg selbst zu definieren!\u2018\u201c Das Rezept: Anzufangen, auszuprobieren und loszulaufen, meint Kleske: \u201eEs gibt sowieso keine andere M\u00f6glichkeit, denn niemand kann mehr sagen, was der richtige Weg ist!\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber die Autorin<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte <a href=\"http:\/\/www.ingahoeltmann.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u200bInga H\u00f6ltmann<\/a>, Journalistin und Expertin f\u00fcr die Themen Kulturwandel, Neue Arbeit und moderne F\u00fchrung, und Gr\u00fcnderin der Accelerate Academy, einer Plattform f\u00fcr Neue Arbeit und neues Lernen, um Unternehmen bundesweit in ihrer Transformation zu unterst\u00fctzen. Sie twittert aktiv zu diesen Themen unter <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ihoelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/twitter.com\/ihoelt<\/a> und freut sich \u00fcber Anfragen auf <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/ingahoeltmann\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LinkedIn<\/a> oder per Mail auf <a href=\"mailto:hallo@ingahoeltmann.de\">hallo@ingahoeltmann.de<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.zukunftderarbeit.de\/2019\/05\/29\/ueber-die-zukuenfte-der-arbeit-warum-es-nicht-nur-eine-zukunft-der-arbeit-gibt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zukunft der Arbeit<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Johannes Kleske ist Zukunftsforscher und Mitgr\u00fcnder der Strategieberatung Third Wave und er sagt: \u201eEs gibt die nicht, DIE EINE Zukunft.\u201c 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