{"id":8738,"date":"2026-05-30T09:28:11","date_gmt":"2026-05-30T09:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/so-foerdern-sie-die-intrinsische-motivation-ihrer-mitarbeitenden-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:11","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:11","slug":"so-foerdern-sie-die-intrinsische-motivation-ihrer-mitarbeitenden-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/so-foerdern-sie-die-intrinsische-motivation-ihrer-mitarbeitenden-en\/","title":{"rendered":"So f\u00f6rdern Sie die intrinsische Motivation Ihrer Mitarbeitenden"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Bei der Motivation von au\u00dfen ist irgendwann Schluss: Ist eine gerechte Bezahlung erreicht, l\u00e4sst sie sich durch h\u00f6heres Gehalt nicht unendlich weiter steigern. Dann kommt die intrinsische Motivation ins Spiel. Aber kann man von au\u00dfen etwas beeinflussen, das doch von innen kommt? Clemens Baumgartner sagt: Ja. Er ist Businesscoach und erkl\u00e4rt, wie man es schafft, dass Mitarbeiter:innen mit Begeisterung an der Arbeit sind.\u2028<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Hoch motivierte Mitarbeiter:innen sind der Schl\u00fcssel zu einem erfolgreichen Unternehmen. Doch wodurch l\u00e4sst sich das Team zu H\u00f6chstleistungen motivieren? \u00c4u\u00dfere, sogenannte extrinsische Einflussfaktoren wie Macht, Status, Geld, Belohnung oder Bef\u00f6rderung sto\u00dfen irgendwann an ein Limit und sind nicht in der Lage, die Motivation immer weiter zu steigern. Erst die Beweggr\u00fcnde, die Mitarbeiter:innen aus sich heraus entwickeln \u2013 die sogenannte intrinsische Motivation \u2013, bewirken, dass sie begeistert sind, Freude und Sinn in der Arbeit finden und dadurch leistungsbereit werden. Dass diese Motivationsfaktoren im Arbeitenden selbst entstehen, hei\u00dft jedoch nicht, dass Unternehmen oder F\u00fchrungskr\u00e4fte machtlos sind \u2013 im Gegenteil: Es gibt viele Faktoren, mit denen sie die intrinsische Motivation wecken und f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Und es lohnt sich, denn sie wirkt nachhaltiger als die n\u00e4chste Gehaltserh\u00f6hung \u2013 und tr\u00e4gt zus\u00e4tzlich zu hoher Loyalit\u00e4t zum arbeitgebenden Unternehmen und somit zum Halten der Fachkr\u00e4fte bei. Gemeinsam mit Businesscoach <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/clemens-baumgartner-b8abb761\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Clemens Baumgartner<\/a>, der F\u00fchrungskr\u00e4fte auch in Sachen Mitarbeitermotivation schult, haben wir acht Faktoren aufgelistet, die die intrinsische Motivation f\u00f6rdern.<\/p>\n<h2>1. Anerkennung und Wertsch\u00e4tzung zeigen<\/h2>\n<p>Die beiden Aspekte geh\u00f6ren laut dem Profi zu den wichtigsten Faktoren f\u00fcr die intrinsische Motivation. \u201eAnerkennung bezieht sich auf die Leistung, Wertsch\u00e4tzung auf die Person. Anerkennung kann und darf kritisch sein, und dennoch darf die Wertsch\u00e4tzung nicht fehlen\u201c, sagt Baumgartner. F\u00fchrungskr\u00e4fte k\u00f6nnten das zum Beispiel so formulieren: \u201eAuch wenn du die Leistung nicht ganz so gut erf\u00fcllt hast, bin ich beeindruckt, wie ausdauernd du trotz der schwierigen Rahmenbedingungen daran gearbeitet hast. Ich bin froh, dich in meinem Team zu haben.\u201c Dadurch zeigt eine F\u00fchrungskraft ehrliches Interesse an der Mitarbeiterin und dem Mitarbeiter als Menschen. \u201eRegelm\u00e4\u00dfige Wertsch\u00e4tzung kostet f\u00fcr den Chef immer mal 30 Sekunden Zeit, hat aber daf\u00fcr eine enorme Wirkung\u201c, sagt Baumgartner.<\/p>\n<h2>2. Individuelle Werte erfragen<\/h2>\n<p>Wer sein Team intrinsisch motivieren will, muss wissen, was jedem und jeder Einzelnen wichtig ist: Nur dann kann er die jeweiligen Bed\u00fcrfnisse verstehen. Die F\u00fchrungskraft muss keine hellseherischen F\u00e4higkeiten haben, sondern sollte einfach fragen. Clemens Baumgartner r\u00e4t: \u201eDie Schl\u00fcsselfrage zur intrinsischen Motivation ist: Was ist dir wirklich wichtig? Und die Anschlussfrage ist: Was brauchst du dazu?\u201c Er verweist daf\u00fcr gern auf die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie#Beschreibung_der_Bed%C3%BCrfnishierarchie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bed\u00fcrfnispyramide nach Maslow<\/a>, der zufolge der Mensch, wenn alle anderen Bed\u00fcrfnisse befriedigt sind, nach Selbstverwirklichung strebt. Chefs m\u00fcssten sich st\u00e4rker fragen: Was kann ich tun, um sicherzustellen, dass sich eine Mitarbeiterin, ein Mitarbeiter selbst verwirklichen kann? Und das ist je nach Mensch h\u00f6chst unterschiedlich: Die \u201eWerte\u201c k\u00f6nnen Lernen, Reisen, flexible Arbeitszeiten und vieles mehr sein. \u201eWenn es gelingt, den Job so zuzuschneiden, dass er zu den Werten passt, habe ich einen hoch motivierten Mitarbeiter\u201c, sagt Baumgartner.<\/p>\n<h2>3. Sinn der Arbeit und des Produkts herausstellen<\/h2>\n<p>Gerade der j\u00fcngeren Generation der Fachkr\u00e4fte ist wichtig, dass die Arbeit sinnhaft ist. \u201eW\u00e4hrend die Babyboomer erst mal Status und Wohlstand erreichen mussten \u2013 also weiter unten in Maslows Pyramide anfingen \u2013, ist die j\u00fcngere Generation in Wohlstand aufgewachsen und schaut jetzt auf Selbstverwirklichung, Sinn und Erf\u00fcllung\u201c, sagt der Businesscoach. Die Vision und Mission, die viele Unternehmen ja bereits formuliert haben, darf aber nicht bei sch\u00f6nen S\u00e4tzen bleiben: Die F\u00fchrungskraft muss das runterbrechen auf die Arbeitsebene. \u201eIhre Mitarbeiter f\u00fchlen sich um so motivierter, je besser sie verstehen, was Ihr Unternehmen in Zukunft erreichen m\u00f6chte\u201c, sagt Baumgartner.<br \/>Den Sinn der Arbeit macht er auch ganz stark am Produkt oder der Dienstleistung des Unternehmens fest: Je st\u00e4rker sich die Mitarbeiter:innen damit identifizieren k\u00f6nnen, desto h\u00f6her ist die Motivation. F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten also konkret zeigen, wo die Leistung des Mitarbeitenden zu ihm zur\u00fcckkommt. \u201eStelle ich ein Bauteil f\u00fcr ein Auto her, das ich fahre? Eine Faser in der Kleidung, die ich trage? Etc.\u201c Wenn der Mitarbeitende dagegen merkt, dass das Produkt die Umwelt zerst\u00f6rt, kann er in einen Wertekonflikt geraten, der zur K\u00fcndigung f\u00fchrt. Auch hier gibt es jedoch laut Baumgartner eine L\u00f6sung: \u201eWer glaubhaft machen kann, dass er in einem Transformationsprozess ist und die Produkte verbessern will, schw\u00e4cht den Wertekonflikt ab und zeigt dem Mitarbeiter sogar, dass er an der Verbesserung der Umweltbilanz mitarbeiten kann.\u201c<\/p>\n<h2>4. Angemessene Aufgaben- und Verantwortungsbereiche festlegen<\/h2>\n<p>\u00dcberforderung und Unterforderung schaffen Frustration: \u201eWenn Mitarbeiter am falschen Platz sind und nicht ihren St\u00e4rken gem\u00e4\u00df eingesetzt sind, sind sie nicht motiviert. Wenn das, was sie k\u00f6nnen, was sie wollen und was sie tun, aber eine Schnittmenge hat, sind sie im intrinsischen \u201aFlow\u2018\u201c. Auch ein angemessener Bereich der Eigenverantwortung geh\u00f6rt f\u00fcr Mitarbeiter:innen, die das w\u00fcnschen, unbedingt dazu, um sie zu motivieren: \u201eWichtig ist, loszulassen und die Entscheidung auch so stehen zu lassen. Viele Chefs mischen sich ein, machen Mikromanagement und sorgen f\u00fcr gro\u00dfe Frustration.\u201c<\/p>\n<h2>5. Weiterentwicklung anbieten<\/h2>\n<p>Nicht jeder will sich ver\u00e4ndern. Hier gilt es, sich die bei den Mitarbeitenden erfragten Werte genau anzuschauen. Wer dort den Drang nach pers\u00f6nlicher Weiterentwicklung formuliert hat, dem muss auch die M\u00f6glichkeit zum Lernen gegeben werden. \u201eDas muss nicht immer die teuerste Schulung sein: Auch Inhouse-Seminare, Webinare oder Mentoren aus dem eigenen Unternehmen k\u00f6nnen neue Kompetenzen vermitteln\u201c, sagt Baumgartner. \u201eDas Wichtigste ist Transparenz: Der Mitarbeiter muss zu jeder Zeit wissen, welche pers\u00f6nliche Entwicklung er erwarten darf und was der Chef mit ihm vorhat. Das ist wertsch\u00e4tzend und motiviert.\u201c<\/p>\n<h2>6. Flexible Arbeitsmodelle anbieten<\/h2>\n<p>Wer seinen Mitarbeiter:innen Flexibilit\u00e4t in Zeit und Ort anbietet, hilft ihnen, ihre Werte besser in Einklang mit der Arbeit zu bringen, und f\u00f6rdert ihre Selbstverwirklichung. \u201eHybride Arbeit ist ein Grundbed\u00fcrfnis der jungen Generation\u201c, sagt Baumgartner. Die eine kann abends mountainbiken, wenn sie sich den Weg zur Arbeit spart, der andere f\u00e4hrt am fr\u00fchen Nachmittag nach Hause, spielt mit seinen Kindern und bearbeitet zwischen 20 und 21 Uhr noch E-Mails. \u201eEin hybrides Modell wird f\u00fcr viele motivierend sein: die Vorteile des Homeoffice aussch\u00f6pfen und gleichzeitig nicht ganz auf Pr\u00e4senz, N\u00e4he und Zugeh\u00f6rigkeit verzichten.\u201c<\/p>\n<h2>7. Teamgeist f\u00f6rdern<\/h2>\n<p>F\u00fcr Spa\u00df und Freude an der Arbeit ist ein gutes Team essenziell. \u201eDie F\u00fchrungskraft muss es so zusammenstellen, dass die Menschen gut miteinander arbeiten k\u00f6nnen.\u201c Baumgartner empfiehlt Teamworkshops, in denen Mitarbeitende oft herausfinden: Wir sind sehr unterschiedlich und passen eigentlich nicht so ganz zusammen, aber f\u00fcr das Team ist es eine Bereicherung. Menschlichkeit im Team zuzulassen und auch den Austausch \u00fcber private Themen wie Urlaub, Essen oder Hobbys zu f\u00f6rdern, ist hilfreich: Wer die Kolleg:innen auch menschlich kennenlernt, arbeitet besser mit ihnen zusammen.<\/p>\n<h2>8. Werte vorleben<\/h2>\n<p>Chefin oder Chef m\u00fcssen Vorbild sein und alles, was sie von ihrem Team fordern, selbst vorleben. Das gilt auch f\u00fcr die intrinsische Motivation: Wer sich nicht \u00fcber seine Werte im Klaren ist und nicht so arbeitet, dass er sich selbst wertsch\u00e4tzt, beeinflusst die Motivation seines Personals negativ. \u201eF\u00fchrungskr\u00e4fte, die dagegen selbst intrinsisch motiviert und vom Produkt oder der Dienstleistung begeistert sind, eine Vision haben, sind ansteckend. Motivation ist ansteckend\u201c, sagt Baumgartner.<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber den Verfasser<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Seit 2015 arbeitet <a href=\"http:\/\/www.baumgartner-coaching.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Clemens Baumgartner<\/a> als Businesscoach in M\u00fcnchen. Der studierte Ingenieur war als F\u00fchrungskraft in Gro\u00dfunternehmen t\u00e4tig, bevor er sich auf die Beratung konzentrierte. Daneben unterst\u00fctzt er jedoch weiter als agiler Coach und SCRUM Master Unternehmen bei Digitalisierungsprojekten. In seinen Coachings konzentriert er sich auf F\u00fchrungskr\u00e4fte, Unternehmer:innen und Expert:innen, bietet Teamworkshops und Trainings f\u00fcr Teamentwicklung an und schult F\u00fchrungskr\u00e4fte zum Thema Mitarbeitermotivation.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/richtig-fuehren\/so-foerdern-sie-die-intrinsische-motivation-ihrer-mitarbeitenden\/?utm_source=Cleverreach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Newsl-Mai-01&amp;utm_content=Mailing_13576763\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Faktor A &#8211; Das Arbeitgebermagazin<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Motivation von au\u00dfen ist irgendwann Schluss: Ist eine gerechte Bezahlung erreicht, l\u00e4sst sie sich durch h\u00f6heres Gehalt nicht 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