{"id":8737,"date":"2026-05-30T09:28:11","date_gmt":"2026-05-30T09:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/so-faellt-dir-die-entscheidung-zum-jobwechsel-leichter-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:11","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:11","slug":"so-faellt-dir-die-entscheidung-zum-jobwechsel-leichter-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/so-faellt-dir-die-entscheidung-zum-jobwechsel-leichter-en\/","title":{"rendered":"So f\u00e4llt Dir die Entscheidung zum Jobwechsel leichter"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Einige Entscheidungen bereiten uns monatelang Kopfzerbrechen. Ein Jobwechsel zum Beispiel, oder eine Elternzeit. Was dann weiterhilft, wei\u00df Entscheidungsexperte Philip Meissner.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Capuccino oder schwarzer Kaffee? Kantine oder Restaurant? Manche Entscheidungen gehen uns ganz leicht von der Hand, viele treffen wir sogar unbewusst. Andere stellen uns dagegen vor gro\u00dfe Herausforderungen. Soll ich dem Chef die K\u00fcndigung in die Hand dr\u00fccken? Das Jobangebot annehmen? Die Elternzeit verl\u00e4ngern? Gerade im Berufskontext erscheinen uns Beschl\u00fcsse immer wieder so zukunftstr\u00e4chtig, dass wir tagelang Gedanken dazu w\u00e4lzen und uns im endlosen Abw\u00e4gen verlieren. Was dagegen hilft? <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/pmeissner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Philip Meissner<\/a> leitet den Lehrstuhl f\u00fcr Strategisches Management und Entscheidungsfindung an der ESCP Europe Berlin und hat ein Buch zum Thema geschrieben. &#8220;<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Entscheiden-ist-einfach-Wenn-wei\u00df\/dp\/3593510618\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=\u00c5M\u00c5\u017d\u00d5\u00d1&amp;crid=2KBZDFV4VFV60&amp;keywords=Entscheidungen+werden+da+besonders+wichtig%2C+wo+sie+die+Zukunft+beeinflussen&amp;qid=1647419726&amp;sprefix=entscheidungen+werden+da+besonders+wichtig+wo+sie+die+zukunft+beeinflussen%2Caps%2C168&amp;sr=8-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Entscheidungen werden da besonders wichtig, wo sie die Zukunft beeinflussen<\/a>&#8220;, sagt er. In seinem Buch hat er drei gro\u00dfe Bereiche ausgemacht, die jedem helfen sollen, die Entscheidungsfindung zu vereinfachen.<\/p>\n<h2>1. \u00dcber die richtige Frage nachdenken<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst muss man sich damit auseinandersetzen, ob man denn \u00fcber die richtige Entscheidung nachdenkt. &#8220;Wenn jemand zum Beispiel \u00fcberlegt zu k\u00fcndigen, weil er oder sie in dem Job unzufrieden ist, k\u00f6nnte das erste offensichtliche Symptom der Unzufriedenheit die Firma selbst sein&#8221;, sagt Meissner. &#8220;Tats\u00e4chlich ist die Ursache aber vielleicht der Chef, mit dem man nicht klarkommt.&#8221; Deshalb m\u00fcsse man der Ursache des Problems auf den Grund gehen. Bringt ein Jobwechsel wirklich die erhoffte Ver\u00e4nderung? &#8220;Ansonsten triff man oft eine Entscheidung, die das Problem nicht l\u00f6st&#8221;, sagt Meissner.<\/p>\n<h2>2. Unterschiedliche Sichtweisen integrieren<\/h2>\n<p>Wer eine strategisch kluge Entscheidung treffen will, sollte sich nicht nur auf sich selbst verlassen. &#8220;Ich h\u00f6re mir am besten unterschiedliche Sichtweisen an, auch die von Kritikern&#8221;, sagt Meissner. Denn oft habe man von sich und seinen Einsch\u00e4tzungen ein allzu positives Bild. Meissner r\u00e4t, zum Beispiel Freunde darum zu bitten, eine andere Perspektive einzunehmen, sich alle erdenklichen Gegenargumente f\u00fcr eine Entscheidung zu \u00fcberlegen und diese vorzubringen. Dadurch werde man am Ende gezwungen, st\u00e4rker und offener \u00fcber ein bestimmtes Thema nachzudenken. Den richtigen Ratgeber findet derjenige, der auch die Interessen des Gegen\u00fcbers im Kopf hat. Das hei\u00dft etwa: Wer dar\u00fcber nachdenkt, f\u00fcr den Job von Berlin nach London zu ziehen, sollte bedenken, dass die Berliner Freunde bei ihren Ratschl\u00e4gen ein Interesse daran haben, dass man in der Stadt bleibt. Vielleicht wendet man sich f\u00fcr einen unabh\u00e4ngigen Rat daher eher an jemand anderen. &#8220;Idealerweise sucht man sich Ratgeber, die auf eine \u00e4hnliche, eigene Erfahrung zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen und das Problem, vor dem man steht, bereits gel\u00f6st haben&#8221;, empfiehlt Meissner.<\/p>\n<h2>3. Die Angst vor der Entscheidung \u00fcberwinden<\/h2>\n<p>Am Ende hilft alles nichts, wenn man nicht auch tats\u00e4chlich eine Entscheidung trifft. &#8220;Davor haben viele Angst&#8221;, sagt der Strategie-Professor. Er empfiehlt eine einfache Denk\u00fcbung, um das zu \u00fcberwinden: &#8220;Man sollte \u00fcber die Folgen seiner Entscheidung in f\u00fcnf Jahren nachdenken.&#8221; Viele h\u00e4tten bei einem Jobwechsel erstmal das Worst-Case-Szenario im Kopf. Etwa: Wenn ich jetzt den Job wechsle, werde ich in der neuen Stadt bestimmt keine neuen Freunde finden, beruflich den Anschluss verpassen und todungl\u00fccklich sein. &#8220;Das sollte man realistischer angehen&#8221;, sagt Meissner. Und zwar mit der \u00dcberlegung: Wie viel Relevanz hat eine Entscheidung in f\u00fcnf Jahren noch? Wie f\u00fchle ich mich zehn Minuten, zehn Tage oder zehn Monate nach einem Beschluss? &#8220;Kurz nach der Entscheidung f\u00fchlt man sich relativ gut, nach zehn Tagen hat man vielleicht sogar schon vergessen, dass man die Entscheidung \u00fcberhaupt getroffen hat, und zehn Monate sp\u00e4ter ist es \u00fcberhaupt kein Thema mehr&#8221;, erkl\u00e4rt Meissner. Diese Gedanken relativieren die Bedeutung, die wir einer Entscheidung zuschreiben. Eine weitere \u00dcberlegung kann ebenso beruhigen, sagt Meissner: Man m\u00fcsse immer bedenken, dass sich Entscheidungen in der Regel noch beeinflussen lassen und nicht f\u00fcr immer beschlossen sind. Sich das bewusst zu machen, nehme oft schon eine gro\u00dfe Last von den Schultern der Entscheider.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/bewerbung.com\/entscheidung-jobwechsel-expertentipp\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bewerbung.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einige Entscheidungen bereiten uns monatelang Kopfzerbrechen. Ein Jobwechsel zum Beispiel, oder eine Elternzeit. Was dann weiterhilft, wei\u00df Entscheidungsexperte Philip Meissner. 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