{"id":8689,"date":"2018-02-14T06:16:04","date_gmt":"2018-02-14T06:16:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/neu-im-kino-gute-fuehrung-der-film-en\/"},"modified":"2026-08-04T08:07:49","modified_gmt":"2026-08-04T08:07:49","slug":"neu-im-kino-gute-fuehrung-der-film-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/neu-im-kino-gute-fuehrung-der-film-en\/","title":{"rendered":"Neu im Kino: &#8220;Gute F\u00fchrung &#8211; Der Film&#8221;"},"content":{"rendered":"<div class=\"clearfix content-item-wrapper content-item introtext\">\n<p><strong><em>Der Dokumentarfilm \u201eDie Stille Revolution\u201c zeigt einen Vordenker einer neuen Arbeitswelt, die humaner und dabei produktiver ist. Was k\u00f6nnen Unternehmer und F\u00fchrungskr\u00e4fte von ihm lernen?<\/em><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix content-item-wrapper content-item subsequent-teasertext column-1\">\n<p>Was tun Sie, wenn eine Mitarbeiterbefragung ergibt: \u201eWir brauchen einen anderen Chef\u201c? Schlucken und so weitermachen wie bisher? Bodo Janssen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der friesischen Hotelkette Upstalsboom, war in genau dieser Situation. Er bekam 2010 ein vernichtendes Feedback von seinen Mitarbeitern \u2013 und beschloss, etwas zu \u00e4ndern. Er besuchte Seminare in einem Schweigekloster und kam wieder mit einer neuen Vorstellung von F\u00fchrung. Und mit einem neuen Selbstbild. \u201eWenn jemand etwas als F\u00fchrungskraft ver\u00e4ndern m\u00f6chte\u201c, sagt Janssen heute, \u201edann ist er gut damit beraten, zun\u00e4chst und ausschlie\u00dflich bei sich selbst anzufangen.\u201c<\/p>\n<p>Dokumentiert hat diesen zweifachen Wandel Kristian Gr\u00fcndling in seinem Film \u201eDie Stille Revolution\u201c, der jetzt <a title=\"Termine: Hier l\u00e4uft der Film\" href=\"https:\/\/www.die-stille-revolution.de\/#termine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">in einigen Kinos gezeigt wird<\/a>. Der Film wirbt f\u00fcr einen Kulturwandel in der Arbeitswelt, f\u00fcr eine neue Unternehmenskultur, die nicht das Geld, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellt. \u201eDer Zweck ist immer der Mensch\u201c, sagt Bodo Janssen. Dass neben dem Hotelchef noch 60 Gleichgesinnte zu Wort kommen, verleiht dieser Botschaft Gewicht, sodass der Filmtitel nicht zu viel verspricht und hoffen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Es \u00e4u\u00dfert sich zum Beispiel Peter Bostelmann, \u201eDirektor f\u00fcr globale Achtsamkeitspraxis\u201c beim Technologiekonzern SAP. Er wird dabei gezeigt, wie er bei einem Meeting meditiert: Ein Dutzend Frauen und M\u00e4nner in Businesskleidung sitzen um einen Konferenztisch, die Augen geschlossen \u2013\u00a0 f\u00fcr viele immer noch ein ungewohntes Bild. \u201eVor zehn Jahren h\u00e4tte ich dar\u00fcber gel\u00e4chelt\u201c, sagt Bostelmann in die Kamera. Heute wei\u00df er, dass Meditieren guttut, dem Menschen und der Arbeit.<\/p>\n<p>Reflexion, Bewusstsein, Sinnhaftigkeit, Freiheit, Entfaltung \u2013 das sind W\u00f6rter, die im Film immer wieder fallen. Der Gr\u00fcnder der Drogeriemarktkette dm, G\u00f6tz Werner, zum Beispiel sagt: \u201eDer Verstand fragt, wie\u2019s geht, aber mit dem Bewusstsein kommt die Sinnfrage dazu.\u201c Nur wenn das Bewusstsein entsteht, etwas Sinnvolles zu tun und f\u00fcr einen sinnvollen Unternehmenszweck zu arbeiten, kann jemand auch zufrieden bei der Arbeit sein. Der ehemalige Finanzminister Hans Eichel spricht die Finanzkrise an. Man habe gesehen, dass es kein gutes Ende nehme, wenn Unternehmen nur noch m\u00f6glichst viel Gewinn erzielen wollten. Er fragt: \u201eWas ist eigentlich der wirkliche Sinn dessen, was wir da tun?\u201c Und der Benediktinerm\u00f6nch Anselm Gr\u00fcn, bekannt als Autor spiritueller B\u00fccher, ist \u00fcberzeugt: \u201eUnternehmen, die Werte beachten, werden auf Dauer wertvoller.\u201c<\/p>\n<p>Der Film zeigt noch viele andere K\u00f6pfe, prominent oder nicht, alt oder jung, ob Spezialist f\u00fcr Gong-Meditation, Professorin, Personalleiter, Trendexpertin, Karma-\u00d6konom, Pferdetrainerin, Ideenhistoriker, Olympiasportler oder Leiter einer Stadtreinigung \u2013 leider nur wenige Frauen darunter. Allen gemeinsam ist der Gedanke, dass Arbeit auch anders geht und produktiver, wenn man bereit ist, sich vom veralteten Bild der Machtpyramide zu l\u00f6sen: oben der Chef, ganz unten der Praktikant.<\/p>\n<p>Bodo Janssen sagt es ganz offen: \u201eIch war ein Mensch der Zahlen, Daten, Fakten. Ich sa\u00df im gr\u00f6\u00dften B\u00fcro mit dem gr\u00f6\u00dften Schreibtisch.\u201c Erfolgreich war er damit nicht und gl\u00fccklich auch nicht. \u201eMein ganzes Leben war eine Maske, immer am Posen.\u201c Anstrengend sei es gewesen, immer die Chefrolle aufrechtzuerhalten und insgeheim zu wissen: \u201eDas bin ja nicht ich.\u201c Heute tr\u00e4gt er Dreitagebart und eine Strickweste \u00fcberm wei\u00dfen Hemd. Er spricht langsam, unkompliziert, ohne Scheu vor der Kamera. Die folgt ihm bei Spazierg\u00e4ngen \u00fcbers Feld, am Strand, ins Watt, durch die S\u00e4uleng\u00e4nge des Schweigeklosters, durch den Wald, sie zeigt ihn am Steuer seines Segelbootes und immer wieder beim Meditieren im Kreise seiner Mitarbeiter. Der Prozess seines pers\u00f6nlichen Wandels wird begleitet von dem Gedanken: \u201eErst wenn ich mich selbst erkenne, kann ich andere f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Dass der Hotelchef dabei handfeste Absichten verfolgt, verschweigt er nicht: \u201eIch wollte, dass die <a title=\"F\u00fcnf Konflikte im Betrieb und ihre L\u00f6sung\" href=\"http:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/richtig-fuehren\/fuenf-konflikte-im-betrieb-und-ihre-loesung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mitarbeiter zufriedener werden<\/a>, um mehr Leistung zu bringen.\u201c Und so dokumentiert der Film auch den Wandel des Unternehmens. 2013 erarbeiten sie alle gemeinsam in ihrem Hotel in Varel, Ostfriesland ein neues Leitbild f\u00fcr die Hotelgruppe. Jeder darf mitreden \u2013 das erleben die Mitarbeiter, wie sie sagen, als gr\u00f6\u00dfte <a title=\"Change Management: Wenn sich im Unternehmen etwas \u00e4ndern muss\" href=\"http:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/arbeitswelt-gestalten\/veraenderungprozesse-wenn-sich-im-unternehmen-etwas-aendern-muss\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ver\u00e4nderung<\/a>.<\/p>\n<h3>Mehr Umsatz, weniger Krankmeldungen<\/h3>\n<p>Im Januar 2016 fahren Janssen und die Azubis nach Tansania und erklimmen gemeinsam den Kilimandscharo. Sie haben lange daf\u00fcr trainiert, qu\u00e4len sich nun die 5895 Meter nach oben und erreichen tats\u00e4chlich den Gipfel. \u201eMan kriegt so oft gesagt, was man nicht kann\u201c, sagt eine Auszubildende in die Kamera. \u201eJetzt sehen wir mal, was wir alles k\u00f6nnen.\u201c Das ist mehr als Teambuilding, hier hat scheinbar ein Umdenken begonnen. Die Experten im Film liefern dazu die Theorie, wenn sie von \u201eWertsch\u00f6pfung durch Wertsch\u00e4tzung\u201c sprechen und von \u201ePotenzial entfalten, nicht Ressourcen ausnutzen\u201c.<\/p>\n<p>Und noch ein emotionales Projekt wird von der Kamera begleitet: eine Fahrt nach Ruanda im Februar 2016, wo die Hotelgruppe die von Reiner Meutsch gegr\u00fcndete Stiftung \u201eFly &amp; Help\u201c beim Bau von Schulen unterst\u00fctzt. Zur Er\u00f6ffnung einer dieser Schulen sind ungef\u00e4hr 20 Mitarbeiter und Bodo Janssen angereist, die Aufnahmen zeigen sie inmitten von Einheimischen, es ist ein gro\u00dfes Fest. Eine leitende Angestellte sagt: \u201eWenn man Wohlt\u00e4tiges in der Arbeitszeit tut, bekommt die Arbeit einen anderen Stellenwert\u201c, und man glaubt ihr das.<\/p>\n<p>Am Ende, wie um noch die letzten Zweifler zu \u00fcberzeugen, packen die Filmemacher dann doch noch wirtschaftliche Kennzahlen aus. Krankmeldungen bei Upstalsboom: stark gesunken. Umsatz: verdoppelt. Bewerbungen: gestiegen. Weiterempfehlungen von Hotelg\u00e4sten: gestiegen. Der Film an sich folgt keiner erkennbaren Struktur, die Flut von Zitaten ist schwindelerregend, und R\u00fcckschl\u00e4ge oder kritische Stimmen im Unternehmen scheint es nicht gegeben zu haben. Dennoch zeigt \u201eDie Stille Revolution\u201c sehr eindr\u00fccklich: Ein Wandel ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p><em>Filmvorf\u00fchrungen: am 12.2. in Berlin, bundesweiter Filmstart am 22.3., <a title=\"Website zum Film\" href=\"https:\/\/www.die-stille-revolution.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> k\u00f6nnen auch separate Vorstellungen gebucht werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/richtig-fuehren\/neu-im-kino-die-stille-revolution-gute-fuehrung-der-film\/?utm_source=sopg+gbr&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=newsletter+feb+01&amp;utm_content=mailing_10736610\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Faktor A &#8211; Das Arbeitgebermagazin<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"ast-oembed-container \" style=\"height: 100%;\"><iframe title=\"DIE STILLE REVOLUTION | Trailer [HD]\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/3xLlAGN_v_8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Dokumentarfilm \u201eDie Stille Revolution\u201c zeigt einen Vordenker einer neuen Arbeitswelt, die humaner und dabei produktiver ist. 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