{"id":8668,"date":"2026-05-30T09:28:06","date_gmt":"2026-05-30T09:28:06","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/mehrgenerationenhaus-statt-generation-gap-im-unternehmen-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:06","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:06","slug":"mehrgenerationenhaus-statt-generation-gap-im-unternehmen-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/mehrgenerationenhaus-statt-generation-gap-im-unternehmen-en\/","title":{"rendered":"Mehrgenerationenhaus statt \u201eGeneration-Gap\u201c im Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Das Unternehmen zum Mehrgenerationenhaus umbauen? Andrea Montua, Expertin f\u00fcr Interne Kommunikation, schildert, was HR und PR gemeinsam tun k\u00f6nnen.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Smiley, Herzchen, Daumen hoch. Sp\u00e4t abends noch ein schnelles \u201eDanke\u201c oder ein Kommentar. Wir kommunizieren und interagieren auf vielen Kan\u00e4len und Devices au\u00dferhalb der Kernarbeitszeit. Der Feierabend beginnt mit einem Blick auf die letzten Aktivit\u00e4ten im Team. F\u00fcr die einen v\u00f6llig normal und nebenbei, f\u00fcr die anderen eher neu und stressig. Geht die Generationen-Schere also auseinander und k\u00f6nnen wir sie schlie\u00dfen? Und ist es \u00fcberhaupt ein Generationenthema?<\/p>\n<p>Die Digitalisierung hat ihre Sieben-Meilen-Stiefel angezogen und damit vergr\u00f6\u00dfert sich an einigen Stellen im Arbeitsleben auch das Generation-Gap. Das Gap wird gr\u00f6\u00dfer, je mehr wir digital aufr\u00fcsten und tradierte Prozesse und Konventionen in den digitalen Raum verlegen. Die Generation Z profitieren an vielen Stellen von der Dynamik und einer zunehmenden Schnelligkeit der Prozesse. Ihr privater Alltag ist gepr\u00e4gt von einem intensiven Umgang mit Tools und Technik. Allerdings trennt sie durchaus zwischen digitalem Netzwerk und privater Erreichbarkeit, zwischen Job und Freizeit.<\/p>\n<h2>Generationengrenze beim Kommunikationsverhalten<\/h2>\n<p>Dieser Ansatz eint sie mit Kolleginnen und Kollegen, die in analog gepr\u00e4gten Zeiten aufgewachsen sind. Sie sind privat meist nicht weniger digital unterwegs, die H\u00e4ufigkeit und die Selbstverst\u00e4ndlichkeit, mit der Tools eingesetzt werden, ist jedoch eine andere. Nat\u00fcrlich ist diese Zuordnung nicht pauschal \u00fcbertragbar, aber mit Blick auf alle Mitarbeitenden in den Unternehmen verl\u00e4uft das Kommunikationsverhalten an einer Generationengrenze entlang.<\/p>\n<p>Unser Ziel darf es sein, jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter \u2013 unabh\u00e4ngig von ihrem Alter \u2013 auf den Weg hin zur optimalen Nutzung digitaler L\u00f6sungen mitzunehmen. Denn angesichts der rasanten Geschwindigkeit, mit der digitale Arbeitspl\u00e4tze sich wandeln, macht der Fortbildungsbedarf jedoch auch vor der Generation Z nicht halt.<\/p>\n<h2>Der digitale Arbeitsplatz \u2013 Option oder Notwendigkeit?<\/h2>\n<p>Der digitale Arbeitsplatz ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Es geht nicht allein darum, jedem Mitarbeitenden einen sicheren und guten Umgang im digitalen Raum zu erm\u00f6glichen. Um gute Ergebnisse zu bekommen, muss der digitale Arbeitsplatz zum positiven Erlebnis werden.<\/p>\n<p>F\u00fchrungskr\u00e4fte stehen h\u00e4ufig vor Herausforderungen: Vielleicht m\u00fcssen sie sich selbst enorm strecken, um mithalten zu k\u00f6nnen, oder sie haben ein sehr gemischtes Team, in dem der Gap zu Reibungsverlusten f\u00fchrt, gefolgt von Frustration und schlechteren Ergebnissen. Denn was f\u00fcr den einen eine Welt mit unbegrenzten (kommunikativen) M\u00f6glichkeiten ist, empfindet der andere als l\u00e4stig.<\/p>\n<h2>Ein Perspektivwechsel hilft<\/h2>\n<p>Wie w\u00e4re es, nicht das Trennende, sondern das Verbindende in den Fokus zu stellen? Statt einem Generation-Gap den Kurs auf das Mehrgenerationenhaus zu nehmen, in dem sich St\u00e4rken und Potenziale erg\u00e4nzen. Der erste Schritt ist dann getan, wenn die Mitarbeitenden keine Scheu haben, ihre Probleme mit neuen Tools oder dem Kommunikationsverhalten anzusprechen. Daf\u00fcr braucht es eine offene und wertsch\u00e4tzende Kultur, die nicht sanktioniert, sondern im Gespr\u00e4ch das \u201eWarum\u201c der notwendigen Entwicklung in den Vordergrund stellt.<\/p>\n<h2>9 Tipps: Was HR und Unternehmenskommunikation gemeinsam tun k\u00f6nnen<\/h2>\n<p>Dann gibt es diverse Ideen und Optionen, um das Zusammenleben und -arbeiten im Arbeitsraum f\u00fcr alle gleich gut machen. Human Resources und die Kommunikationsabteilung sollten gemeinsam \u00fcber m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen beraten:<\/p>\n<ol>\n<li>Bringen Sie j\u00fcngere und \u00e4ltere Mitarbeitende in Tandems zusammen. Wer einen direkten Ansprechpartner hat, um \u201eschnell mal\u201c eine Frage loszuwerden, traut sich eher. Beide profitieren von den Erfahrungen des anderen und durch die Vernetzung entsteht Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Ansichten des anderen. Im Digitalen w\u00e4chst die Kompetenz nicht mit dem Lebensalter. Bef\u00e4higung ist das Zauberwort, mit klassischer Fortbildung, aber eben auch internem Wissenstransfer.<\/li>\n<li>Nutzen Sie die virtuellen R\u00e4ume, die neue Tools uns bieten. In Austausch- oder Wissensr\u00e4umen kann ein Umschlagplatz f\u00fcr Workhacks, Fragen und Antworten entstehen. Damit schwindet auch schnell das Gef\u00fchl, allein vor Alltagsh\u00fcrden zu stehen.<\/li>\n<li>Etablieren Sie unkomplizierte Lernorte mit Lunch &amp; Learn-Sessions. Wenn das kontinuierliche (Dazu-)lernen in kleinen Snacks daherkommt, wird es leichter.<\/li>\n<li>Produzieren Sie Inhouse-Tutorials zu neuen Tools, Techniken und Themen. Von Kolleginnen \/ Kollegen f\u00fcr Kolleginnen und Kollegen kommt immer gut an und bekr\u00e4ftigt auch das Bem\u00fchen, alle angemessen mitzunehmen.<\/li>\n<li>\u201eAlways on\u201c sollte nicht der Ma\u00dfstab werden. Legen Sie verbindliche Ruhezeiten fest, in denen niemand auf Mails, Chats oder Erw\u00e4hnungen reagieren muss. Die g\u00e4ngigen Tools haben bereits auf diese Notwendigkeit reagiert und bieten Funktionen an, um automatische Offline-Zeiten einzurichten.<\/li>\n<li>Schaffen Sie Zeitr\u00e4ume mit bewusst reduziertem Workload, in denen Weiterbildung und Tool-Training praktiziert werden kann \u2013 und darf.<\/li>\n<li>Besch\u00e4ftigen Sie sich mit dem Thema \u201eData Analytics\u201c, um die Informationsflut im Unternehmen individuell zu begrenzen. Schauen Sie gemeinsam mit der IT auf Ihre Tools: welche Analysem\u00f6glichkeiten gibt es, die DSGVO-konform sind und keine Leistungskontrolle erlauben? Im Ergebnis werden Mitarbeitende nur die News erhalten, die wirklich relevant f\u00fcr sie sind.<\/li>\n<li>Das Angebot an Tools ist gro\u00df und die Kollaborations-Programme reagieren auf Erfahrungen und Bed\u00fcrfnisse mit immer neuen Funktionen. Da ist die Versuchung gro\u00df, alles auszuprobieren und auch zu implementieren. Aber Stopp \u2013 passen Sie die Auswahl Ihrer Tools an die tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnisse im Unternehmen an. Man kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen \u2013 das \u00fcberfordert selbst die eifrigsten.<\/li>\n<li>Bei aller Begeisterung f\u00fcr das Neue und noch unkonventionelle, entsteht schnell Chaos. Setzen Sie Regeln f\u00fcr alle fest: Aufmerksamkeit und Respekt im (virtuellen) Umgang miteinander, Reaktionszeiten, Ruhezeiten, Ansprache \u2013 was auch immer bei Ihnen bisher wichtig war und auch in Zukunft wichtig bleiben soll.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Arbeitsalltag merken wir alle, wie viel (Zusammen-)Arbeit noch n\u00f6tig ist, um im digitalen Team stressfrei, effektiv und kollegial zusammenzuarbeiten. Wir m\u00fcssen gemeinsam lernen, gemeinsam hinschauen und keine Frontenbildung zulassen. Offen sein, f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der anderen. Unterst\u00fctzen, respektieren und wertsch\u00e4tzen. Und nat\u00fcrlich auch immer wieder die eigene Komfortzone verlassen und sich Neuem \u00f6ffnen, ausprobieren und mutig sein.<\/p>\n<p><strong><em>Zur Person<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/andrea-montua-751474130\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andrea Montua<\/a> ist Inhaberin von <a href=\"https:\/\/montua-partner.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MontuaPartner Communications<\/a>, einer Agentur f\u00fcr Interne Kommunikation &amp; Change aus Hamburg. Seit 2004 begleitet sie gemeinsam mit ihrem Team mittelst\u00e4ndische Unternehmen und Konzerne beim Aufbau und der Optimierung Interner Kommunikationsstrukturen und setzt Ma\u00dfnahmen als verl\u00e4ngerte Werkbank um. Andrea Montua ist studierte Diplom-Kauffrau, F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coach und seit mehr als 20 Jahren \u00fcberzeugte Kommunikatorin.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.hrjournal.de\/mehrgenerationenhaus-statt-generation-gap-im-unternehmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hrjournal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Unternehmen zum Mehrgenerationenhaus umbauen? Andrea Montua, Expertin f\u00fcr Interne Kommunikation, schildert, was HR und PR gemeinsam tun k\u00f6nnen. 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