{"id":8645,"date":"2026-05-30T09:28:05","date_gmt":"2026-05-30T09:28:05","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/kompetent-mit-kompetenzmodellen-arbeiten-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:05","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:05","slug":"kompetent-mit-kompetenzmodellen-arbeiten-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/kompetent-mit-kompetenzmodellen-arbeiten-en\/","title":{"rendered":"Kompetent mit Kompetenzmodellen arbeiten"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Was Sie im Recruiting und in der Personalentwicklung bei der Arbeit mit Kompetenzmodellen beachten sollten, erl\u00e4utert <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/dr-ronald-franke-b5360123\/?originalSubdomain=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ronald Franke<\/a>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von LINC. Und er gibt Best-Practice-Tipps f\u00fcr die Erstellung professioneller Kompetenzmodelle.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Kompetenzmodelle sind Teil jeder professionell aufgestellten Personalabteilung. Allerdings variiert das Wissen zur Erstellung und Nutzung solcher Modelle doch betr\u00e4chtlich. Daher finden Sie im Folgenden einige Erl\u00e4uterungen und Hinweise f\u00fcr eine erfolgreiche Arbeit mit Kompetenzmodellen in der Personalauswahl und Personalentwicklung.<\/p>\n<h2>Was ist \u00fcberhaupt ein Kompetenzmodell?<\/h2>\n<p>Einfach ausgedr\u00fcckt ist ein Kompetenzmodell eine Liste von Kompetenzen, die in einem Unternehmen besonders relevant sind und gef\u00f6rdert werden sollen. Die Kompetenzen k\u00f6nnen auf verschiedene Hierarchieebenen aufgeteilt (zum Beispiel erste und zweite F\u00fchrungsebene) oder spezifischen Jobprofilen zugeordnet werden.<\/p>\n<p>Ein professionelles Kompetenzmodell enth\u00e4lt dar\u00fcber hinaus Verhaltensanker, die beschreiben, wann eine Kompetenz bei einer Person als stark ausgepr\u00e4gt anzusehen ist und durch welche (beobachtbaren) Verhaltensweisen dies deutlich wird. Erst durch diese Zuordnung konkret beobachtbarer Verhaltenselemente wird es m\u00f6glich, die abstrakten Kompetenzbegriffe objektiv zu erfassen und erfolgreich mit ihnen zu arbeiten.<\/p>\n<h2>Warum eigentlich Kompetenzen?<\/h2>\n<p>Interessant ist die Frage, warum f\u00fcr solche Modelle auf Kompetenzen zur\u00fcckgegriffen wird. Denkbar w\u00e4ren zum Beispiel auch Modelle, die sich an den Big Five Pers\u00f6nlichkeitsmerkmalen oder den Handlungsmotiven der Mitarbeiterinnen \/ Mitarbeiter orientieren. Einige Unternehmen etablieren auch reine Verhaltenskodexe, wie zum Beispiel F\u00fchrungsleitlinien. Diese dienen aber eher als Handlungsempfehlung f\u00fcr in bestimmten Kontexten handelnden Personen (wie zum Beispiel F\u00fchrungskr\u00e4ften).<\/p>\n<p>Kompetenzen eignen sich im Gegensatz zu Charaktereigenschaften oder Motiven als direkte Basis f\u00fcr PA- und PE-Ma\u00dfnahmen, da sie durch Lernen und Erfahrung erweiterbar sind. Die Big Five sowie die Motive sind dagegen bei einem erwachsenen Menschen zeitlich relativ stabil und ver\u00e4ndern sich nur \u00fcber lange Zeitspannen. Trotzdem ist es sehr sinnvoll, die Big Five Charaktereigenschaften der Mitarbeiterschaft zu kennen, da die Kompetenzen hier genau wie individuelle Verhaltens- und Denkmuster ihren Ursprung nehmen.<\/p>\n<h2>Wie k\u00f6nnen die richtigen Kompetenzen f\u00fcr ein Kompetenzmodell gefunden werden?<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst einmal der Basistipp: Nutzen Sie keine zu langen Kompetenzlisten in Ihrem Modell. In der Praxis sind schon Kompetenzmodelle mit bis zu 74 Kompetenzen aufgetaucht. Eine solche Anzahl an Kompetenzen f\u00fchrt dazu, dass die einzelnen Begriffe relativ beliebig und austauschbar werden.<\/p>\n<p>Nachfolgend noch einige weitere Best-Practice-Tipps f\u00fcr die Erstellung professioneller Kompetenzmodelle:<\/p>\n<ul>\n<li>S\u00e4mtliche Kompetenzen sollten sich auf einem \u00e4hnlichen Abstraktionsniveau bewegen. Es ist zum Beispiel nicht sinnvoll, eine so zugespitzte Kompetenz wie Pr\u00e4sentationskompetenz neben sehr breite Kompetenzen wie F\u00fchrungskompetenz oder Planungskompetenz zu setzen.<\/li>\n<li>Differenzieren Sie in Ihrem Modell pers\u00f6nliche Kompetenzen ( zum Beispiel Reflexionsverm\u00f6gen), soziale Kompetenzen ( zum Beispiel Konfliktkompetenz) und fachliche Kompetenzen ( zum Beispiel Pr\u00e4sentationskompetenz).<\/li>\n<li>F\u00fcr die Auswahl der passenden Kompetenzen k\u00f6nnen Sie zum Beispiel im Unternehmen vorhandene Jobprofile heranziehen. Gehen Sie diese Profile durch und leiten Sie aus den zentralen Aufgaben die ben\u00f6tigten Kompetenzen ab. Alternative Quellen sind die prim\u00e4ren Ziele und Herausforderungen Ihres Unternehmens in der Zukunft oder die oben bereits angesprochenen F\u00fchrungsleitlinien.<\/li>\n<li>Sie k\u00f6nnen bei der Auswahl auch auf bereits bestehende, umfassende Kompetenzlisten zur\u00fcckgreifen, die sich in der einschl\u00e4gigen Literatur zuhauf finden lassen. Dabei ist zu beachten, dass es im Bereich der Kompetenzen kein allgemeing\u00fcltiges wissenschaftlich fundiertes Modell gibt, wie dies zum Beispiel im Bereich der Charaktereigenschaften mit den Big Five der Fall ist.\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wof\u00fcr ist ein Kompetenzmodell einsetzbar?<\/h2>\n<p>Ein professionell entworfenes Kompetenzmodell hat den Vorteil, dass sich verschiedene PA- und PE-Ma\u00dfnahmen einheitlich aus diesem Modell ableiten lassen. So k\u00f6nnen zum Beispiel die Kompetenzen f\u00fcr ein Jobprofil im Zuge einer Recruitingma\u00dfnahme genauso aus dem Modell entnommen werden wie die Anforderungen an zuk\u00fcnftige F\u00fchrungskr\u00e4fte im Unternehmen. Alle im Unternehmen, die mit Auswahl- oder Entwicklungsaufgaben betraut sind, k\u00f6nnen sich somit an einem einheitlichen Modell orientieren, wodurch die Basis f\u00fcr faire und professionelle HR-Ma\u00dfnahmen geschaffen wird.<\/p>\n<h2>Praxisbeispiel: Einsatz eines Kompetenzmodells im Rahmen eines Entwicklungsprogramms f\u00fcr Nachwuchsf\u00fchrungskr\u00e4fte<\/h2>\n<p>In einem mittelst\u00e4ndischen Unternehmen sollen diejenigen Potentialtr\u00e4ger identifiziert und entwickelt werden, denen zugetraut wird, in Zukunft als F\u00fchrungskr\u00e4fte im Unternehmen zu fungieren. Dies ist f\u00fcr das Unternehmen von besonderer Bedeutung, da es sich schwer damit tut, F\u00fchrungskr\u00e4fte von au\u00dfen ins Unternehmen zu holen und dauerhaft zu halten. Mit Hilfe eines zuvor definierten, einheitlichen Kompetenzmodells wird es m\u00f6glich, auf einer objektiven Basis zu entscheiden, welche Kompetenzen f\u00fcr erfolgreiche F\u00fchrung in diesem Unternehmen m\u00f6glichst stark ausgepr\u00e4gt sein sollten.<\/p>\n<p>Der erste Schritt des Programms besteht dann darin, mittels eignungsdiagnostischer Verfahren (Pers\u00f6nlichkeitsanalyse plus Einzel-Assessment-Center) die passenden Kandidatinnen \/ Kandidaten zu identifizieren. Die in das Programm aufgenommenen Teilnehmerinnen \/ Teilnehmer erarbeiten im n\u00e4chsten Schritt gemeinsam mit einem Coach einen individuellen Entwicklungsplan, in dem diejenigen Kompetenzen adressiert werden, die f\u00fcr einen nachhaltigen F\u00fchrungserfolg noch ausgebaut werden sollten. Je nach identifizierten Kompetenzbereichen partizipieren die Teilnehmerinnen \/ Teilnehmer au\u00dferdem an weiteren PE-Ma\u00dfnahmen wie zum Beispiel Trainings, E-Learning oder Mentoringprozessen.<\/p>\n<p><strong><em>Zur Person<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Dr. Ronald Franke ist Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <a href=\"https:\/\/linc-institute.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINC GmbH<\/a>(L\u00fcneburg Institute for Corporate Learning). Als Psychologe, systemischer Coach und Dozent besch\u00e4ftigt er sich leidenschaftlich mit der modernen Psychologie und der Frage, mit welchen Erkenntnissen und L\u00f6sungen sie dabei helfen kann, einige der bedeutendsten Themen unserer Zeit anzugehen. Die LINC GmbH konzipiert und erstellt digitale Instrumente zur Erfassung, Darstellung und Entwicklung von Pers\u00f6nlichkeit mit dem Ziel, die Br\u00fccke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen, um einen signifikanten Beitrag zur Professionalisierung im Bereich der Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung zu leisten.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.hrjournal.de\/kompetent-mit-kompetenzmodellen-arbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hrjournal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was Sie im Recruiting und in der Personalentwicklung bei der Arbeit mit Kompetenzmodellen beachten sollten, erl\u00e4utert Ronald Franke, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5765,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1090,10],"tags":[325],"class_list":["post-8645","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ai-and-digital-transformation","category-ki-und-digitale-transformation","tag-kompetenzmanagement-personalentwicklung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8645"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8645\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}