{"id":8640,"date":"2026-05-30T09:28:04","date_gmt":"2026-05-30T09:28:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/ki-in-der-arbeitswelt-warum-das-vertrauen-noch-fehlt-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:04","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:04","slug":"ki-in-der-arbeitswelt-warum-das-vertrauen-noch-fehlt-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/ki-in-der-arbeitswelt-warum-das-vertrauen-noch-fehlt-en\/","title":{"rendered":"KI in der Arbeitswelt: Warum das Vertrauen noch fehlt?"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>K\u00fcnstliche Intelligenz wird in Zukunft eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle im Alltag und in der Arbeitswelt spielen, da sind sich die Deutschen einig. Trotzdem trauen viele Menschen der neuen Technologie nicht.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/themen\/kuenstliche-intelligenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcnstliche Intelligenz<\/a> dr\u00e4ngt sich mittlerweile immer mehr in den Alltag \u2013 sei es schnell selbst einen Prompt an ChatGPT zu schicken oder KI-generierte Inhalte (ob bewusst oder nicht) auf den verschiedenen <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/news\/hr-organisation\/xing-linkedin-social-media-169788\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Social-Media-Plattformen<\/a> ausgespielt zu bekommen. KI ist gekommen, um zu bleiben. So sehen es auch die Mehrheit der Berufst\u00e4tigen in Deutschland.<\/p>\n<p>Laut einer Studie, die von InKonstellation beauftragt wurde, rechnet die Mehrheit der Arbeitnehmenden in Deutschland damit, dass KI die Arbeitswelt in den kommenden f\u00fcnf Jahren ver\u00e4ndern wird (54 Prozent). F\u00fcr die Studie des <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/themen\/coaching\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Coaching<\/a>-Anbieters wurden insgesamt 1.051 Menschen in Deutschland befragt. Faktoren, die sich laut den Befragten ver\u00e4ndern werden, sind beispielsweise eine Produktivit\u00e4tssteigerung, die Automatisierung von Routineaufgaben und eine st\u00e4rkere \u00dcberwachung und Steuerung der Belegschaft. An den Antworten l\u00e4sst sich ahnen, dass sich die Geister scheiden, inwiefern diese Entwicklung positiv oder negativ gesehen wird.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mehrheit sieht KI als Chance<\/h2>\n<p>Rund 55 Prozent der Befragten sehen im Einsatz von KI mehrheitlich eine Chance. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind beispielsweise erwartete positive Folgen f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/themen\/nachhaltigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nachhaltigkeit <\/a>und Klima durch verminderten Ressourceneinsatz (65 Prozent) oder eine Effizienzsteigerung in Produktion, Logistik oder dem Kundenservice (62 Prozent).<\/p>\n<p>Doch auch 45 Prozent der Befragten sehen eher die Risiken beim Einsatz von KI. Sie bef\u00fcrchten zum Beispiel politische Risiken durch den Einsatz von gefakten Statements oder Bildern in politischen Auseinandersetzungen (70 Prozent) oder eine fortschreitende <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/themen\/automatisierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Automatisierung <\/a>und ein daraus folgender massiver Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen (50 Prozent). Trotz Risiken wie einer fortschreitenden Automatisierung erwartet nur ein geringer Anteil, dass der eigene Arbeitsplatz bedroht ist. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen Menschen mit akademischem Abschluss (zehn Prozent) und solchen ohne (neun Prozent). Anders sieht es der Historiker und Autor Yuval Noah Harari. Er erwartet, dass durch den Siegeszug der K\u00fcnstlichen Intelligenz eine sogenannte \u201euseless class\u201c geben wird. Diese wird seiner Meinung nach strukturell besch\u00e4ftigungslos bleiben.<\/p>\n<p>Die Sorge um Entlassung teilen auch Befragte einer anderen Umfrage. Laut der Umfrage \u201eAI at Work 2024: Friend and Foe\u201c der Boston Consulting Group denken 59 Prozent der Befragten, dass es ihren Job im Laufe der n\u00e4chsten zehn Jahre aufgrund von KI nicht mehr geben wird. 78 Prozent der Befragten gehen au\u00dferdem davon aus, dass sich ihr Job in den kommenden Jahren deutlich durch den Einsatz von KI ver\u00e4ndern wird. Damit liegt Deutschland bei den Erwartungen an das disruptive Potenzial der Technologie nahe dem internationalen Durchschnitt (79 Prozent weltweit), wobei die Erwartung, dass der eigene Job durch KI ersetzt wird, mit 59 Prozent gegen\u00fcber 42 Prozent deutlich h\u00f6her in Deutschland ist. F\u00fcr die Studie wurden insgesamt 13.102 Menschen befragt, 1.002 davon in Deutschland.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Deutschen sind skeptischer<\/h2>\n<p>Generell scheinen die Deutschen der neuen Technologie kritischer gegen\u00fcberzustehen als viele andere. W\u00e4hrend in Indien (54 Prozent) und dem Mittleren Osten (52 Prozent) mehr als die H\u00e4lfte der Befragten Vertrauen in KI haben, sind es in Deutschland nur 40 Prozent. Diese Skepsis zeigt sich auch im Nutzungsverhalten von KI-Anwendungen. Unter den indischen Befragten gaben 96 Prozent an, KI-Anwendungen zu nutzen. Bei den deutschen Befragten waren es rund 92 Prozent.<\/p>\n<p>Besonders unwohl f\u00fchlen sich Deutsche beim Einsatz von KI in Auswahlprozessen bei Bewerbungen. Laut einer Studie, durchgef\u00fchrt durch das SAS-Institut, sind es knapp 80 Prozent, der 1.016 Befragten: \u201eDie Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern ist eine hochsensible Angelegenheit, umso wichtiger ist es, durchg\u00e4ngig Transparenz, Nachvollziehbarkeit und <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/themen\/datenschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutz <\/a>sicherzustellen\u201c, sagt Iwona Szylar, Managing Director von SAS Deutschland zu den Ergebnissen. Bank- und Versicherungsgesch\u00e4fte (69 Prozent), Diagnostik und Behandlungsempfehlungen (61 Prozent) sowie KI-basierten Produktempfehlungen (44 Prozent) sehen die Befragten hingegen unkritischer.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vertrauen gegen\u00fcber KI steigt mit dem Nutzungsverhalten<\/h2>\n<p>Generell l\u00e4sst sich sagen, dass das Vertrauen gegen\u00fcber KI mit dem Nutzungsverhalten steigt. Auch der Rang innerhalb des Unternehmens macht laut der Umfrage der Boston Consulting Group einen Unterschied im Nutzungsverhalten. Von den Personen in leitenden Positionen nutzen 86 Prozent der Befragten regelm\u00e4\u00dfig KI-Anwendungen. Wohingegen lediglich 43 Prozent der Angestellten KI regelm\u00e4\u00dfig nutzen.<\/p>\n<p>Das liegt h\u00f6chstwahrscheinlich daran, dass <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/themen\/fuehrungskraft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">F\u00fchrungskr\u00e4fte <\/a>einfach fr\u00fcher und umfassender zum Thema K\u00fcnstliche Intelligenz und wie man diese f\u00fcr den eigenen Job nutzen kann, geschult werden. In Deutschland wurden bereits 57 Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte und nur 35 Prozent der Angestellten zum Thema befragt. Die Studienmacher kommen deshalb zum Schluss, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte ihre Unternehmen dahingehend transformieren m\u00fcssen, dass K\u00fcnstliche Intelligenz \u00f6fter Anwendung im Arbeitsalltag findet. Im Roundtable zu der Studie sagt Vinciane Beauchene, Global Leader of Human x AI bei der Boston Consulting Group, dass es wichtig sei, dass Expertenwissen zu KI in den Unternehmen aufgebaut wird. Denn die Technologie entwickle sich so schnell weiter, dass es deshalb Personen in der Belegschaft geben sollte, die \u00fcber ein breites Wissen zu dem Thema verf\u00fcgen. \u201eMan sollte aber auch nicht einfach auf gut Gl\u00fcck in KI investieren, sondern \u00fcberpr\u00fcfen, was wirklich zum eigenen Unternehmen passt\u201c, sagt Jeff Walters, Greater China Leader of Boston Consulting Group, dazu.<\/p>\n<p>Das der richtige Einsatz von KI Vorteile mit sich bringt, da ist sich die Mehrheit einig. 83 Prozent der deutschen KI-Nutzer stimmen beispielsweise der Aussage zu, dass sie durch KI schneller arbeiten. Weitere 80 Prozent finden au\u00dferdem, dass sich die Qualit\u00e4t ihrer Arbeit durch KI verbessert h\u00e4tte.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">KI wird ver\u00e4ndern, wie wir untereinander arbeiten<\/h2>\n<p>Doch KI wird nicht nur die Art ver\u00e4ndern, wie wir arbeiten, sondern auch wie Menschen untereinander arbeiten. Lediglich zw\u00f6lf Prozent gehen davon aus, dass KI schwache oder sehr schwache Auswirkungen auf die Zusammenarbeit haben wird. Der Gro\u00dfteil der Befragten der InKonstellation Studie gehen zumindest von leichten (46 Prozent) oder starken (29 Prozent) bis sehr starken (13 Prozent) Ver\u00e4nderungen aus. Laut den Befragten k\u00f6nnte sich der Einsatz von KI zuk\u00fcnftig negativ auf die Kommunikation untereinander und generell auf zwischenmenschliche Aspekte auswirken.<\/p>\n<p>Nicht nur deshalb geht InKonstellation davon aus, dass die Durchdringung der Arbeitswelt mit K\u00fcnstlicher Intelligenz zu gewaltigen <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/themen\/transformation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Transformation<\/a>sprozessen f\u00fchrt. Die Boston Consulting Group gibt dabei den Tipp, die Mitarbeitenden bei diesen Transformationsprozessen nicht zu \u00fcberfordern. F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten \u00fcberlegen, inwiefern es sinnvoll sei, bestimmte Prozesse parallel anzusto\u00dfen und ob es in bestimmten Situationen nicht besser w\u00e4re, Prozess nach Prozess anzusto\u00dfen.<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber den Autor<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/frederic-haupt-55444716a\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frederic Haupt<\/a> ist Volont\u00e4r der Personalwirtschaft.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/news\/hr-organisation\/ki-das-vertrauen-fehlt-176875\/?xing_share=news\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">personalwirtschaft.de<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcnstliche Intelligenz wird in Zukunft eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle im Alltag und in der Arbeitswelt spielen, da sind sich die 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