{"id":8638,"date":"2026-05-30T09:28:04","date_gmt":"2026-05-30T09:28:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/keine-bueros-und-job-interviews-im-metaversum-wie-firmen-die-zukunft-der-arbeit-neu-gestalten-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:04","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:04","slug":"keine-bueros-und-job-interviews-im-metaversum-wie-firmen-die-zukunft-der-arbeit-neu-gestalten-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/keine-bueros-und-job-interviews-im-metaversum-wie-firmen-die-zukunft-der-arbeit-neu-gestalten-en\/","title":{"rendered":"Keine B\u00fcros und Job-Interviews im Metaversum: wie Firmen die Zukunft der Arbeit neu gestalten"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Home-Office ist erst der Anfang: Das durch die Pandemie forcierte ortsunabh\u00e4ngige Arbeiten bietet Unternehmen viele M\u00f6glichkeiten. Doch F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fchlen sich mit Remote-Arbeit oft \u00fcberfordert.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vor drei Jahren hat Job van der Voort zusammen mit seinem Partner Marcelo Lebre das Unternehmen Remote vom Home-Office aus gegr\u00fcndet. Heute ist das Startup 3 Milliarden Dollar wert und besch\u00e4ftigt rund tausend Mitarbeitende, verteilt \u00fcber die ganze Welt. Remote bietet Firmen diverse Dienstleistungen im Personalbereich an und unterst\u00fctzt seine Kunden juristisch und administrativ dabei, weltweit Personal einzustellen und die Sal\u00e4radministration global abzuwickeln.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghealrj71\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Es wird vollst\u00e4ndig remote gearbeitet, das heisst, die Mitarbeitenden sind von \u00fcberall aus und zeitlich flexibel f\u00fcr das Unternehmen t\u00e4tig. B\u00fcror\u00e4umlichkeiten hat Remote gar nie bezogen. Das Herzst\u00fcck des in allen Zeitzonen operierenden Unternehmens sind die transparente Firmenkultur und das asynchrone Arbeiten \u2013 eine Methode, mit der Angestellte ihre Arbeit selbst\u00e4ndig planen und im Team zusammenarbeiten, ohne sich in Echtzeit zu treffen.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ggpd3t4g0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Im \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Mitarbeiterhandbuch wird alles Wesentliche festgehalten. Dort steht etwa: \u00abDie Arbeit ist nur ein Job, sie sollte nicht dein gesamter Lebensinhalt sein, und bitte mache ihn auch nicht zu dem.\u00bb Festgehalten wird unter anderem auch, was von den Angestellten erwartet wird, wie eine Sitzung abl\u00e4uft und wie asynchrones Arbeiten genau funktioniert.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1ghokn0ek0\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Nur so viele Sitzungen wie n\u00f6tig<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1ggpd5oos0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">\u00abAsynchrones Arbeiten ist der Schl\u00fcssel zum Erfolg\u00bb, sagt der 33-j\u00e4hrige Niederl\u00e4nder, der zuvor beim remote aufgestellten Softwarekonzern Gitlab gearbeitet hatte. Da die Angestellten von Remote \u00fcber alle Zeitzonen hinweg arbeiten, spielt die Dokumentation der Arbeitsschritte eine wichtige Rolle. Alle am Projekt beteiligten Kolleginnen und Kollegen schreiben in einem \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Dokument genau auf, was sie wie bearbeitet haben, und geben einen Kontext dazu, damit die Teamkollegen die Arbeit ohne weitere R\u00fcckfragen fortsetzen k\u00f6nnen. Diese Arbeitsweise erfordert viel Disziplin, ist aber effizient. Denn auf diese Weise entfallen zeitraubende Besprechungen, welche die Angestellten aus ihrem Arbeitsfluss reissen.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ggpd7s3u0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Virtuelle Sitzungen sind bei Remote ohnehin auf ein Minimum beschr\u00e4nkt. Wenn sie stattfinden, werden sie straff gef\u00fchrt und organisiert. So wird etwa das Besprochene und Entschiedene genau protokolliert, damit sich diejenigen, die an der Sitzung nicht anwesend waren, rasch auf den neusten Stand bringen und ihre Meinung noch einbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1ghobl9g30\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Liebgewonnene Gewohnheiten<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1ghee9i3s0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">F\u00fcr den Firmenchef, der die Vorz\u00fcge dieser Arbeitsweise f\u00fcr sich selbst nutzt und beispielsweise seine Kinder in die Krippe bringt, ist die ortsunabh\u00e4ngige Arbeitsweise nur mit geringf\u00fcgigen Nachteilen verbunden, wenn die Prozesse reibungslos funktionieren und auf Remote-Arbeiten ausgerichtet sind. Wenig erfolgversprechend sei es dagegen, die Gewohnheiten, die sich \u00fcber die Jahrzehnte im B\u00fcro gebildet h\u00e4tten, einfach in der virtuellen Arbeitsweise zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghodrdbs1\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Die offensichtlichste Schw\u00e4che des Remote-Arbeitens sind die fehlenden pers\u00f6nlichen Interaktionen zwischen den Mitarbeitenden, die den Zusammenhalt im Team st\u00e4rken und identit\u00e4tsstiftend wirken. F\u00fcr Teamwork, Brainstorming und kreative Prozesse aller Art ist es ein Vorteil, wenn sich die Angestellten vor Ort treffen. Das ungezwungene Gespr\u00e4ch in der Kaffeepause schweisst Arbeitskollegen zusammen, und im spontanen Austausch entstehen neue Ideen. Auch durch die vertraute Umgebung und liebgewonnene gemeinsame Gewohnheiten f\u00fchlen sich Mitarbeitende st\u00e4rker mit anderen Teammitgliedern und dem Unternehmen verbunden.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1gho87d550\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Um den Zusammenhalt im Team zu f\u00f6rdern, bietet Remote den Angestellten Budgets an, damit sie gemeinsamen Interessen nachgehen und selber Veranstaltungen organisieren k\u00f6nnen. Auch der informelle Austausch, der nicht direkt mit der Arbeit zu tun hat, spielt laut van der Voort eine wichtige Rolle. F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssten diese Gespr\u00e4che gezielt mit den Mitarbeitenden suchen \u2013 sei es im spontanen Einzelgespr\u00e4ch oder im Rahmen wiederkehrender Sitzungen.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1ghoapk000\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Verunsicherte Chefs<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1gho94m6p0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Befragungen haben gezeigt, dass sich Vorgesetzte mit dem Remote-Arbeiten w\u00e4hrend der Pandemie \u00fcberfordert f\u00fchlten. Laut den Ergebnissen der j\u00fcngsten Studie des Future Forum Pulse hatte das mittlere Kader am meisten mit arbeitsbedingtem Stress und \u00c4ngsten zu k\u00e4mpfen, und es beklagte eine deutlich schlechtere Work-Life-Balance.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghoao8vf0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Raghu Krishnamoorthy, Leiter des Chief-Learning-Officer-Doktorandenprogramms an der Universit\u00e4t von Pennsylvania, hat untersucht, wie effektiv Managerinnen und Manager ihre Mitarbeitenden w\u00e4hrend der Pandemie gef\u00fchrt haben und welche F\u00fchrungsgrunds\u00e4tze sich daraus f\u00fcr ortsunabh\u00e4ngiges Arbeiten ableiten lassen.<\/p>\n<div id=\"id-doc-1ggq5cnti0\" class=\"articlecomponent regwalled\" data-nzz-article-component=\"\">\n<h2 class=\"enumeration__title\">Wie Remote-F\u00fchren gelingt<\/h2>\n<ul class=\"enumeration enumeration--regular\">\n<li class=\"enumeration__item\" data-team-li=\"\"><strong>Kein Mikromanagement, sondern die Problembereiche im Auge behalten<\/strong><strong>:<\/strong> Die Mitarbeitenden erwarten von ihren F\u00fchrungskr\u00e4ften, dass sie sich nicht bis ins kleinste Detail in die Arbeit einmischen. Vielmehr w\u00fcnschen sie sich, dass die Managerin Schwachstellen und potenzielle Problembereiche auf dem Radar hat. Die F\u00fchrungskraft soll ihren Angestellten vertrauen und sicherstellen, dass diese ihre Arbeit gut erledigen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li class=\"enumeration__item\" data-team-li=\"\"><strong>Fokus auf Ergebnisse statt auf Arbeitsstunden<\/strong><strong>:<\/strong> Nach wie vor sehen viele Chefs die Anwesenheit als Voraussetzung f\u00fcr Produktivit\u00e4t, auch wenn diverse Studien in der Pandemie gezeigt haben, dass die Produktivit\u00e4t im Home-Office gestiegen ist. Erfolgversprechender ist es, wenn Vorgesetzte die Mitarbeitenden an ihren Ergebnissen anstatt an ihrer zeitlichen Anwesenheit messen.\u00a0<\/li>\n<li class=\"enumeration__item\" data-team-li=\"\"><strong>Erm\u00f6glichen statt durchsetzen<\/strong><strong>:<\/strong> Die Mitarbeitenden erwarten von ihren Chefs, dass sie zwischenmenschliche und arbeitsbezogene Hindernisse beseitigen und die Arbeit mit vielen Beteiligten koordinieren und unterst\u00fctzen. Die Vorgesetzten sollen nicht Anweisungen durchsetzen, sondern ein gutes Arbeitsumfeld erm\u00f6glichen.<\/li>\n<li class=\"enumeration__item\" data-team-li=\"\"><strong>Das Team zusammenhalten und gut kommunizieren<\/strong><strong>:<\/strong> Chefs m\u00fcssen auch daf\u00fcr sorgen, dass jede und jeder im Team seinen Teil zur Teamleistung beitr\u00e4gt. Die Vorgesetzten tauschen sich regelm\u00e4ssig mit einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus und bieten bei Bedarf Unterst\u00fctzung an.\u00a0<\/li>\n<li class=\"enumeration__item\" data-team-li=\"\"><strong>Priorit\u00e4ten setzen und f\u00fcr Effizienz sorgen<\/strong><strong>:<\/strong> In einem Home-Office-Umfeld spielt eine klare Priorit\u00e4tensetzung eine besonders wichtige Rolle. Alle Teammitglieder m\u00fcssen verstehen, was zu tun ist, wann etwas getan werden muss und wer daf\u00fcr verantwortlich ist. Der Chef oder die Chefin weiss, wie die einzelnen Priorit\u00e4ten zusammenwirken, und sorgt f\u00fcr effiziente Abl\u00e4ufe.\u00a0<\/li>\n<li class=\"enumeration__item\" data-team-li=\"\"><strong>Vertrauen aufbauen und Empathie zeigen<\/strong><strong>:<\/strong> Wenn Mitarbeitende ortsunabh\u00e4ngig arbeiten, fehlt es an Gelegenheiten f\u00fcr spontane Treffen. Die Beziehung zwischen Chef und Mitarbeitenden ist besonders bedeutend, weil viele Angestellte ihren direkten Vorgesetzten als wichtigste Verbindung zu ihrem Arbeitgeber betrachten. Die Vorgesetzte schafft bewusst Gelegenheiten f\u00fcr informelle Gespr\u00e4che.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p id=\"id-doc-1ghob6lbg0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Seit Ausbruch der Pandemie ist die Zahl der Firmen, die vollst\u00e4ndig auf flexibles und ortsunabh\u00e4ngiges Arbeiten setzen, deutlich gestiegen. Zu den Remote-Unternehmen geh\u00f6rt etwa der deutsche Navigations-App-Anbieter Komoot, dessen Angestellte in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern arbeiten.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghoc1fmb0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Selina Hofmann hat Komoot und diverse andere Firmen im Rahmen ihrer Bachelorarbeit (\u00abWie sich Firmen an digitale Nomaden anpassen k\u00f6nnen\u00bb) an der Fachhochschule Westschweiz zu Remote-Arbeit befragt. \u00abDie Unternehmen sehen die gr\u00f6ssten Vorteile darin, dass dadurch ihre Attraktivit\u00e4t als Arbeitgeber gesteigert wird, unter anderem, weil die W\u00fcnsche der Mitarbeiter ber\u00fccksichtigt werden\u00bb, sagt Hofmann. Ausserdem k\u00f6nnten sie auf einen viel gr\u00f6sseren Pool von potenziellen Arbeitskr\u00e4ften zugreifen.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghp41bs71\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Auch die Tatsache, dass auf diese Weise Mitarbeitende rund um die Uhr Kunden betreuen k\u00f6nnen, beurteilen die Firmen als positiv. Ausserdem verf\u00fcgten die Arbeitnehmer, unter ihnen digitale Nomaden, \u00fcber viele F\u00e4higkeiten, die f\u00fcr die Unternehmen n\u00fctzlich seien: Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein, Risiko- und Experimentierfreude sowie eine hohe digitale Affinit\u00e4t.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1ghokj1d40\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Die Schattenseiten von Remote-Arbeit<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1ghob6ntk0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Zu den Schattenseiten z\u00e4hlt Hofmann neben der Gefahr von Missverst\u00e4ndnissen wegen kultureller Unterschiede der Mitarbeitenden in den verschiedenen L\u00e4ndern vor allem die Tatsache, dass durch Remote-Arbeit die Firmenkultur und die Identifikation der Angestellten mit ihrer Arbeit und ihrem Arbeitgeber leiden k\u00f6nnten. Allerdings h\u00e4tten es die Firmen auch in der Hand, die Verbundenheit der Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit deutlich zu st\u00e4rken, indem sie ihnen grosse Flexibilit\u00e4t und Autonomie bei der Aus\u00fcbung ihrer T\u00e4tigkeiten gew\u00e4hrten.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghob6ntn0\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Um die Identifikation mit dem Unternehmen, den Zusammenhalt im Team und die Unternehmenskultur zu verbessern, probieren die remote aufgestellten Firmen zudem verschiedene digitale Alternativen aus. Bew\u00e4hrt hat sich etwa, wenn das Team miteinander ein digitales Spiel spielt, aber auch digitale Kaffeepausen und virtuelle Coworkings sind beliebt. Beim virtuellen Coworking treffen sich die Mitarbeitenden in einem Zoom-Meeting zum Arbeiten und unterhalten sich gelegentlich \u00e4hnlich wie in einem Grossraumb\u00fcro.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghos3bd71\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Verschiedene ortsunabh\u00e4ngig operierende Unternehmen veranstalten zudem ein- oder zweimal pro Jahr internationale Treffen mit allen Angestellten an sch\u00f6nen Orten weltweit. Dabei geht es weniger um die Arbeit, sondern vielmehr darum, die Unternehmenskultur zu pflegen und den Teamgeist zu st\u00e4rken.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1ghob71f40\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Gaming beim Vorstellungsgespr\u00e4ch <\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1ggpd8ev70\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Doch auch f\u00fcr soziale Interaktionen gibt es im Zuge der technologischen Entwicklung zunehmend digitale M\u00f6glichkeiten. Virtuelle 3-D-Welten werden vermehrt zu Orten, an denen sich die Angestellten als Avatare begegnen und sich austauschen. Die deutsche Digital- und Innovationsagentur Demodern, die von Kristian Kerkhoff und Alexander El-Meligi gegr\u00fcndet wurde, bringt Grosskonzerne und Unternehmen ins Metaversum und baut f\u00fcr diese entsprechende Plattformen auf.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghokh2lm1\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">F\u00fcr die Beratungsgesellschaft PwC hat Demodern beispielsweise eine Metaversum-L\u00f6sung erstellt, die f\u00fcr die interne und externe Kommunikation genutzt wird. \u00abF\u00fcr Firmen spielen nicht nur die Kosten eine Rolle\u00bb, sagt Kristian Kerkhoff. Sie wollten dadurch vor allem junge Fachkr\u00e4fte anziehen, die es durch das Gaming in ihrer Freizeit gewohnt seien, sich in digitalen Welten zu bewegen und dort mit anderen zu interagieren.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghvom8p51\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">So f\u00e4nden etwa Job-Interviews vermehrt im Metaversum oder auf anderen Plattformen statt. Die Rekrutierung wird auf diese Weise vielf\u00e4ltiger und kreativer. So k\u00f6nnen etwa Bewerber beziehungsweise ihre Avatare in 3-D-Spielen ihre F\u00e4higkeiten unter Beweis stellen.<\/p>\n<h2 id=\"id-doc-1ghokhgvq0\" class=\"subtitle articlecomponent regwalled\" data-team-subtitle=\"\" data-nzz-article-component=\"\"><span class=\"\">Der Avatar in B\u00fcrokleidung<\/span><\/h2>\n<p id=\"id-doc-1ghojkg7d1\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Wie Alexander El-Meligi ausf\u00fchrt, werden Videokonferenzen noch nicht im gr\u00f6sseren Stil durch Metaversum-Anwendungen ersetzt, weil die Virtual-Reality-Brille f\u00fcr einen umfangreichen Betrieb zu kostspielig ist und die Hardware zu schnell veraltet. Die Firmen sch\u00fcfen stattdessen virtuelle R\u00e4ume, in denen die Mitarbeitenden von jedem Ger\u00e4t und von \u00fcberall aus an neuen Produkten arbeiten, auf wichtige Informationen schnell zugreifen sowie Sitzungen und globale Anl\u00e4sse durchf\u00fchren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghok6d710\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-nzz-article-component=\"\">Technisch seien die Anwendungen m\u00f6glich, sagt El-Meligi, doch nun m\u00fcssten sich Standards herausbilden, wie im Metaversum gearbeitet werde. Wie geht man im virtuellen Raum aufeinander zu, und wie kommt es zum spontanen Austausch? Gibt es R\u00fcckzugsorte, an denen man zwar pr\u00e4sent, aber dennoch ungest\u00f6rt arbeiten kann? Firmen m\u00fcssen sich \u00fcberlegen, was sie ihren Mitarbeitenden in der 3-D-Welt erm\u00f6glichen und was nicht.<\/p>\n<p id=\"id-doc-1ghvsomev1\" class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-nzz-article-component=\"\">Es geht dabei um ebenso praktische \u00dcberlegungen wie im B\u00fcroalltag \u2013 vom Design \u00fcber die Architektur bis zu den Funktionen im 3-D-Raum. Firmen legen auch fest, welche Kleidung die Avatare der Mitarbeitenden tragen d\u00fcrfen. Damit stellt sich auch f\u00fcr die Angestellten im Home-Office wieder die Frage: \u00abWas ziehe ich heute zur Arbeit an?\u00bb<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text regwalled\" data-team-paragraph=\"\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-nzz-article-component=\"\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/home-office-ist-erst-der-anfang-wie-firmen-die-zukunft-gestalten-ld.1708853?mktcid=smsh&amp;mktcval=E-mail\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">NZZ &#8211; Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home-Office ist erst der Anfang: Das durch die Pandemie forcierte ortsunabh\u00e4ngige Arbeiten bietet Unternehmen viele M\u00f6glichkeiten. Doch F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fchlen sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5735,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[537,1161],"tags":[318],"class_list":["post-8638","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-new-ways-of-working-and-future-skills","category-new-work-und-zukunftskompetenzen","tag-arbeiten-4_0-metaversum-new-work-remote-work-zukunft-der-arbeit-zukunftiges-arbeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8638"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8638\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5735"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}