{"id":8619,"date":"2026-05-30T09:28:03","date_gmt":"2026-05-30T09:28:03","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/hybrides-arbeiten-unsicherheit-bremst-die-transformation-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:03","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:03","slug":"hybrides-arbeiten-unsicherheit-bremst-die-transformation-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/hybrides-arbeiten-unsicherheit-bremst-die-transformation-en\/","title":{"rendered":"Hybrides Arbeiten: Unsicherheit bremst die Transformation"},"content":{"rendered":"<p class=\"col-sm-offset-1\"><em><strong>Der Gro\u00dfteil der B\u00fcrobesch\u00e4ftigten in Deutschland arbeitet hybrid. Doch die tats\u00e4chlichen Vorteile der neuen Arbeitswelt werden noch nicht vollends genutzt. Was die Entwicklung blockiert und wo mehr Tempo gefragt ist, zeigt eine neue Studie des IBA.<\/strong><\/em><\/p>\n<div class=\"col-sm-1 social-media-buttons social-media-buttons-height\">\n<div id=\"socialShareContainer\" class=\"social-share-container \" data-link=\"com.haufe.portals.contentbeans.text.NewsImpl$$[id=615064]\"><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"col-sm-offset-1\">\n<p>Die Arbeitswelt der B\u00fcrobesch\u00e4ftigten hat in den vergangenen Jahren eine tiefgreifende Transformation durchlaufen, gepr\u00e4gt von Digitalisierung und neuer Flexibilit\u00e4t. Deutschlandweit arbeiten aktuell bereits knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Mitarbeitenden mit B\u00fcroarbeitsplatz hybrid.<\/p>\n<p>Doch die Transformation zur hybriden Arbeitswelt ist in den B\u00fcros noch nicht \u00a0sichtbar und ihre Vorteile k\u00f6nnen dementsprechend auch noch nicht ausreichend genutzt werden. Das zeigt eine Studie des Industrieverbands B\u00fcro und Arbeitswelt e. V. (IBA) in Zusammenarbeit mit Forsa zum Status Quo der Transformation Richtung hybride Arbeitswelt. \u00a0<\/p>\n<h2>Hybrid Work: Auch im B\u00fcro kann konzentriert gearbeitet werden<\/h2>\n<p>Unter Besch\u00e4ftigten gelten die Bedingungen f\u00fcr konzentriertes Arbeiten als klare Pluspunkte des Homeoffice. Das legt den R\u00fcckschluss nahe, dass in den B\u00fcros weniger gute Voraussetzungen f\u00fcr die sogenannte Fokusarbeit herrschen. Doch dem Mythos &#8220;Nur zuhause kann konzentriert gearbeitet werden&#8221; widersprechen die in der Studie erhobenen Zahlen: 53 Prozent der Besch\u00e4ftigten in Deutschland arbeiten vorwiegend in Einzel- oder Zweipersonenb\u00fcros. Diese bieten in der Regel gute r\u00e4umliche Bedingungen, um ungest\u00f6rt von Gespr\u00e4chen anderer arbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und auch f\u00fcr die 46 Prozent der Besch\u00e4ftigten, die in gr\u00f6\u00dferen B\u00fcroeinheiten arbeiten, hat sich die Situation in j\u00fcngster Zeit verbessert: 38 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie sich f\u00fcr Telefonate und Videocalls in speziell daf\u00fcr angeschaffte Raum-Module zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen. Jede vierte dieser Telefon- und Videokonferenzkabinen wurde in den letzten zw\u00f6lf Monaten vor der Befragung angeschafft. Weitere Investitionen flossen in die Steigerung der ergonomischen Qualit\u00e4t der Fokusarbeitspl\u00e4tze. 55 Prozent der Befragten berichten von einer vor Kurzem get\u00e4tigten oder geplanten Anschaffung von h\u00f6henverstellbaren Schreibtischen, 44 Prozent von Anschaffungen ergonomischer B\u00fcrost\u00fchle.<\/p>\n<h2>Strukturelle Ver\u00e4nderung der B\u00fcros vonn\u00f6ten<\/h2>\n<p>Die hybride Arbeitswelt verlangt neben guten Bedingungen f\u00fcr konzentriertes Arbeiten aber auch neue M\u00f6glichkeiten zu Kollaboration, Informationsaustausch, lebenslangem Lernen und Innovationsf\u00e4higkeit. Doch noch fehlt in vielen Unternehmen die passende Umgebung hierf\u00fcr. Aktuell haben zwar 83 Prozent der Befragten Zugang zu Konferenz- und Besprechungsr\u00e4umen oder anderen Bereichen f\u00fcr eher formale Arten der Kommunikation. Speziell f\u00fcr eher informelle Gespr\u00e4che und kreative Formen der Arbeit gedachte Bereiche wie Sitzecken, Stehtische oder gar eine Cafeteria stehen jedoch nicht ganz der H\u00e4lfte der befragten B\u00fcrobesch\u00e4ftigten (46 Prozent) zur Verf\u00fcgung. Eine echte Auswahl zwischen verschiedenen Kommunikations- und Kollaborationsbereichen haben sogar nur 43 Prozent aller Befragten, 11 Prozent haben gar keinen Zugang zu Kommunikationszonen.<\/p>\n<p>&#8220;Um die notwendige Transformation in den Unternehmen voranzubringen, bedarf es struktureller Ver\u00e4nderungen&#8221;, erkl\u00e4rt Helmut Link, Vorsitzender des IBA. Doch diese nehmen erst langsam an Fahrt auf. Nur gut ein F\u00fcnftel der befragten Arbeitnehmenden mit B\u00fcroarbeitsplatz (22 Prozent) berichtet, dass vorhandene Kommunikationsbereiche in den letzten Monaten umgestaltet wurden oder dies kurzfristig geplant ist.<\/p>\n<h2>Hybrides Arbeiten: Unsicherheit bremst die Transformation<\/h2>\n<p>&#8220;Dass die Transformation der Arbeitswelt nicht weiter fortgeschritten ist, hat viel mit Unsicherheit zu tun. Neben der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage verz\u00f6gert die Diskussion \u00fcber die Zukunft hybriden Arbeitens viele Entscheidungen. Sinnvoll w\u00e4ren klare Regelungen zu mobilem Arbeiten. Hier bestehen nach wie vor gro\u00dfe L\u00fccken. Geregelt ist nur die relativ selten angewendete Telearbeit&#8221;, erkl\u00e4rt Helmut Link die eher langsam voranschreitende Transformation der B\u00fcros. Vorerst k\u00f6nnen die Arbeitgeber dabei noch auf die Geduld der Mehrzahl ihrer Besch\u00e4ftigten z\u00e4hlen. Aber immerhin 14 Prozent aller Arbeitnehmenden sagen schon jetzt, dass ihre derzeitige Arbeitsst\u00e4tte sie daran hindert, effizient zu arbeiten. Unter den 18- bis 29-J\u00e4hrigen haben sogar vier von zehn (39 Prozent) recht klare Vorstellungen, was in den B\u00fcros ver\u00e4ndert werden m\u00fcsste. F\u00fcr ihre eigenen Arbeitspl\u00e4tze w\u00fcnschen sie sich weitere Investitionen in h\u00f6henverstellbare Schreibtische und die IT-Ausstattung. Seltener werden Elemente f\u00fcr zeitgem\u00e4\u00dfe Kommunikationsr\u00e4ume genannt.<\/p>\n<p>Gebraucht werden sie trotzdem: 82 Prozent der Besch\u00e4ftigten nennen den pers\u00f6nlichen Kontakt und 68 Prozent den fachlichen Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten als wichtigste Gr\u00fcnde, um ins B\u00fcro zu gehen. Die Empfehlung des IBA lautet deshalb, jetzt die notwendigen Ma\u00dfnahmen zu ergreifen und neben Kommunikationsbereichen auch Projektr\u00e4ume mit Werkstattcharakter und R\u00fcckzugsbereiche in die \u00dcberlegungen einzubeziehen. &#8220;Das B\u00fcro muss k\u00fcnftig unterschiedliche Bereiche f\u00fcr verschiedene T\u00e4tigkeiten anbieten. Au\u00dferdem sollten die einzelnen Einrichtungsbereiche so konzipiert werden, dass sie bei Bedarf leicht an ver\u00e4nderte Bedingungen angepasst werden k\u00f6nnen&#8221;, empfiehlt Link.<\/p>\n<h2>Nachholbedarf bei Homeoffice-Ausstattung<\/h2>\n<p>Der letzte Teil der forsa-Umfrage besch\u00e4ftigte sich mit der Nutzung und der Ausstattung im Homeoffice. Immerhin 56 Prozent aller Besch\u00e4ftigten arbeiten zeitweise von zu Hause aus. Bei den Besch\u00e4ftigten in Unternehmen mit mindestens 250 Besch\u00e4ftigten trifft das sogar auf 66 Prozent aller Mitarbeitenden zu. Um aus den daf\u00fcr genutzten Bereichen vollwertige Arbeitspl\u00e4tze zu machen, w\u00e4ren jedoch noch einige Investitionen erforderlich.<\/p>\n<p>Punkten kann das Homeoffice in Sachen ruhiges Arbeiten. Fast die H\u00e4lfte der Arbeitnehmenden (48 Prozent) berichten dagegen, dass ihr Homeoffice in Sachen Ergonomie weniger gut ausgestattet ist als der Arbeitsplatz im B\u00fcro. Jeder Dritte (33 Prozent) sagt das von der technischen Ausstattung und 43 Prozent von der Funktionalit\u00e4t der Arbeitspl\u00e4tze. Im Vergleich zur Befragung im Jahr 2020 zeigen sich kaum Verbesserungen. Lediglich beim Sitzkomfort und der technischen Ausstattung sagt ein relevanter Anteil der Besch\u00e4ftigten (13 Prozent beziehungsweise 10 Prozent), dass sich das Niveau der Ausstattung im Homeoffice in den letzten drei Jahren der im B\u00fcro angeglichen hat. &#8220;Es gibt noch einiges nachzuholen, um B\u00fcros und Homeoffices fit f\u00fcr die Anforderungen der neuen Arbeitswelt zu machen. Aber der Wandel hat begonnen&#8221;, fasst Helmut Link zusammen. Letztendlich sei aber mehr Tempo gefragt.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/personal\/hr-management\/hybrides-arbeiten-unsicherheit-bremst-die-transformation_80_615064.html?xing_share=news\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">haufe.de<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gro\u00dfteil der B\u00fcrobesch\u00e4ftigten in Deutschland arbeitet hybrid. Doch die tats\u00e4chlichen Vorteile der neuen Arbeitswelt werden noch nicht vollends genutzt. 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