{"id":8577,"date":"2026-05-30T09:28:00","date_gmt":"2026-05-30T09:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/fuenf-dos-and-don-ts-im-umgang-mit-der-generation-z-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:28:00","modified_gmt":"2026-05-30T09:28:00","slug":"fuenf-dos-and-don-ts-im-umgang-mit-der-generation-z-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/fuenf-dos-and-don-ts-im-umgang-mit-der-generation-z-en\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf Dos and Don\u00b4ts im Umgang mit der Generation Z"},"content":{"rendered":"<p><strong>9-to-5-Job statt flexible Arbeitszeiten, ruhige Kleinb\u00fcros statt offene B\u00fcrolandschaften. Karriere? Ja, aber nicht unter allen Umst\u00e4nden! Nachdem sich Unternehmen in den letzten Jahren auf eine leistungs- und karriereorientierte Generation Y eingestellt hatten, stellt eine neue Generation junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den Arbeitsmarkt auf den Kopf.<\/strong><br \/>Als Generation Z bezeichnet man in den westlichen Industriel\u00e4ndern Jugendliche, die nach 1990 geboren und demnach aktuell h\u00f6chstens 27 Jahre alt sind. Der Begriff schlie\u00dft direkt an seinen Vorg\u00e4nger Generation Y an. Jenseits von Schubladendenken kann eine solche Verallgemeinerung den Unternehmen helfen, sich auf die ver\u00e4nderten Verhaltensmuster, Werte und W\u00fcnsche junger Mitarbeiter einzustellen \u2013 und sie damit auch langfristig halten zu k\u00f6nnen<\/p>\n<p><strong>Die F\u00fcnf Dos &amp; Don\u2019ts<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Work-Life-Separation:<\/strong> Berufliches und Privates werden lieber getrennt. Home Office? Nein, danke!<\/li>\n<li><strong>Eigener Schreibtisch:<\/strong> Mobiles B\u00fcro und Open-Space-Strukturen waren gestern. Der Generation Z sind Privatsph\u00e4re und \u00fcberschaubare Strukturen wichtig. Also: bei der Neuplanung ruhige Einzelschreibtische in B\u00fcrolandschaften integrieren.<\/li>\n<li><strong>Feste Arbeitszeiten:<\/strong> lieber 9-to-5-Job. \u00dcberstunden? Nur wenn notwendig und der Job ansonsten interessant ist. Vorteil f\u00fcr KMUs: Sie k\u00f6nnen auf Neues oft schneller reagieren.<\/li>\n<li><strong>Exakte Stellenbeschreibung:<\/strong> Das Learning by Doing der Generation Y ist nichts f\u00fcr die Generation Z. Sie will schon in der Anzeige genau wissen, was sie erwartet, und sich entsprechend vorbereiten.<\/li>\n<li><strong>Festes Gehalt:<\/strong> Die Generation Z ist karrierebewusst, aber mit Einschr\u00e4nkungen. Ihnen ist ein festes Gehalt lieber als leistungsabh\u00e4ngige Boni. Die leistungsorientierte Mentalit\u00e4t der Generation Y liegt ihnen fern.<\/li>\n<li><strong>Generell gilt:<\/strong> Karriere? Ja, aber nicht um jeden Preis.<\/li>\n<\/ul>\n<h4><strong>Und das sagt der Experte &#8211; Prof. Dr. Christian Scholz<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Die Generation Z irritiert den Arbeitsmarkt und wirft die Konzepte der letzten Jahre \u00fcber den Haufen. Was ist den Zlern im Beruf wichtig?<\/strong><br \/>Dr. Christian Scholz: Die Generation Z will eine klare Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Deshalb werden nach Dienstschluss Anrufe vom Chef schon mal blockiert und dienstliche E-Mails am Wochenende sowie im Urlaub ignoriert. Au\u00dferdem spielen Sicherheit und Struktur eine gro\u00dfe Rolle. Keine Generation wurde so sehr beh\u00fctet und umsorgt wie die Generation Z. Die Generation Z sieht Derartiges als gegeben an und erwartet es. Weiter bezieht sie sich vorrangig auf sich selbst. Ganz zentral f\u00fcr sie sind die Gleichaltrigen aus ihrer realen Freundesgruppe und der gro\u00dfen virtuellen Welt der Social Media. F\u00fchrungskr\u00e4fte, Politiker, Journalisten und Lehrer sind ihr weitgehend gleichg\u00fcltig.<\/p>\n<p><strong>\u201eDon\u2019t manage me, understand me\u201c \u2013 \u201eF\u00fchre mich nicht, sondern versteh mich\u201c \u2013 gilt als ein Credo der Zler. M\u00fcssen Unternehmen sie wirklich \u201everstehen\u201c, um dauerhaft erfolgreich zu sein?<\/strong><br \/>Ja und nein. Unternehmen m\u00fcssen bis zu einem gewissen Grad auf die Generation Z eingehen, um diese als Mitarbeiter zu gewinnen, aber auch halten zu k\u00f6nnen. Sie ist \u2013 wenn es \u00fcber ihre Kleingruppe hinausgeht \u2013 konsequent bindungslos. Auch wenn Vertreter der Generation Z eine Festanstellung nach dem Beamtenprinzip anstreben, sind sie nicht bereit, sich emotional an ein Unternehmen zu binden. Andererseits muss auch die Generation Z verstehen, dass nicht alles nach ihren Vorstellungen ablaufen kann. Transparenz und eine gute Kommunikation von Anfang an kann viele Probleme vermeiden.<\/p>\n<p><strong>Was passiert, wenn sich Unternehmen nicht auf die Bed\u00fcrfnisse der neuen Generation einstellen?<\/strong><br \/>Sie bekommen weniger Mitarbeiter, sie demotivieren ihre Mitarbeiter, und sie k\u00f6nnen diese weniger lange halten. Aus diesem Grund ist es grob fahrl\u00e4ssig, wenn einige Arbeitsweltpopulisten die Existenz der Generation Z leugnen und implizit den Standardtyp Y hochhalten: Diese Simplifizierung wird der Realit\u00e4t nicht gerecht und sich bitter r\u00e4chen.<\/p>\n<p><strong>Zwei Generationen, zwei unterschiedliche Werte- und Verhaltensmuster \u2013 was bedeutet das f\u00fcr die Praxis der Mitarbeitergewinnung?<\/strong><br \/>Bei der Generation Y ist es einfach: Sie kommt mit wenig konkreten Formulierungen in Stellenanzeigen aus und ist auch bereit, sich alleine einzuarbeiten \u2013 ganz im Sinne des Learning by Doing. Die Zler dagegen wollen exakte Formulierungen und eine ausf\u00fchrliche Stellenbeschreibung. Unternehmen k\u00f6nnen Ypsiloner mit leistungsabh\u00e4ngigen Boni k\u00f6dern, der Zler aber will lieber ein festes Gehalt. Auch im Arbeitsalltag m\u00fcssen Unternehmen beide Generationen unterschiedlich ansprechen. Die Generation Y meutert nicht gleich, wenn der Chef um 17.00 Uhr sagt, dass heute noch zwei \u00dcberstunden f\u00e4llig sind. Der Zler dagegen hat schon den Abend mit Freunden oder Familie verplant und geht.<\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielen die sozialen Medien ans Ansprechkanal f\u00fcr neue Mitarbeiter?<\/strong><br \/>Man sollte tunlichst nicht versuchen, alle Kan\u00e4le gleichzeitig zu bespielen. Dann wird die Botschaft verw\u00e4ssert, wirkt beliebig und marktschreierisch. Ganz wichtig ist die Firmen-Homepage, wo man etwas \u00fcber Produkte, Personalarbeit und \u201ehandelnde\u201c Personen erfahren kann. Hier geht es nicht um eine durchgestylte Agenturarbeit. Wichtig ist Authentizit\u00e4t. Ich rate im \u00dcbrigen Unternehmen von Facebook ab: Das ist ein privater Kanal.<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrolandschaft, mobiler Arbeitsplatz oder wieder zur\u00fcck zum Kleinraumb\u00fcro?<\/strong><br \/>Es ist naiv, wenn Bef\u00fcrworter von Desksharing und Gro\u00dfraumstrukturen lapidar darauf hinweisen, man m\u00fcsse Mitarbeiter einfach besser mitnehmen. Zumindest Unternehmen, die sich zurzeit in der Planungsphase f\u00fcr neue B\u00fcrokonzepte befinden, sollten auf eigene Schreibtische f\u00fcr ihre Mitarbeiter setzen und diese mit flexiblen, architektonisch sch\u00f6nen \u201ealternativen Zonen\u201c kombinieren und in B\u00fcrolandschaften integrieren.<\/p>\n<p><strong>Was sind die gr\u00f6\u00dften Chancen und Herausforderungen gerade f\u00fcr KMUs im Umgang mit der Generation Z?<\/strong><br \/>Wichtig ist hier ganz besonders die langfristige Planbarkeit f\u00fcr die Generation Z. Was gar nicht geht: dauernd Pl\u00e4ne \u00fcber den Haufen schmei\u00dfen. Die Generation Z will gerne einen 9-to-5-Job. Aber sie ist realistisch und akzeptiert sachliche Notwendigkeiten, wenn sie wirklich notwendig sind und der Job ansonsten interessant ist. Kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen k\u00f6nnen manchmal schneller auf Neues reagieren, die Wege sind k\u00fcrzer. Das kann helfen. Die Herausforderung f\u00fcr KMUs, aber auch f\u00fcr andere Unternehmen ist hier die Umstellung von einer \u201eimmer erreichbaren\u201c Generation Y auf die Work-Life-Separation-Einstellung der Generation Z. Und noch exakter formuliert: Gerade KMUs haben aufgrund ihrer \u00dcberschaubarkeit extrem gute Karten bei der Generation Z \u2013 sie m\u00fcssen sie nur gut ausspielen. Deshalb: Der Umgang mit der Generation Z klappt nicht immer intuitiv. Hier braucht es professionelle Qualifizierung.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/faktor-a.arbeitsagentur.de\/richtig-fuehren\/fuenf-dos-and-donts-fuer-arbeitgeber-im-umgang-mit-der-generation-z\/?utm_source=SOPG+GbR&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Infodienst+Mar+01&amp;utm_content=Mailing_10346285\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Faktor A<\/a>, 22. Februar 2017<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>9-to-5-Job statt flexible Arbeitszeiten, ruhige Kleinb\u00fcros statt offene B\u00fcrolandschaften. Karriere? Ja, aber nicht unter allen Umst\u00e4nden! 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