{"id":8570,"date":"2026-05-30T09:27:59","date_gmt":"2026-05-30T09:27:59","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/fuehrung-in-dynamischen-zeiten-muss-menschen-bewegen-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:59","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:59","slug":"fuehrung-in-dynamischen-zeiten-muss-menschen-bewegen-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/fuehrung-in-dynamischen-zeiten-muss-menschen-bewegen-en\/","title":{"rendered":"F\u00fchrung in dynamischen Zeiten muss Menschen bewegen"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Digitalisierungsdruck, Vernetzung, zunehmend dynamische M\u00e4rkte und internationaler Wettbewerb sorgen f\u00fcr st\u00e4ndige Bewegung im industriellen Mittelstand. In den letzten zehn Jahren hat eine f\u00f6rmliche Informationsexplosion stattgefunden, die Unternehmer oftmals an ihre Grenzen bringt. Und als sei das nicht genug, gibt die Corona-Krise noch ihren Teil hinzu, wirkt wie ein Katalysator f\u00fcr Ver\u00e4nderungen und zwingt viele Organisationen zum Handeln.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Dieser Komplexit\u00e4t zu begegnen und in der sich immer schnelleren Wirtschaftswelt zu behaupten, ist eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr Verantwortliche. Wer sie meistern will, muss in der Lage sein, seine <strong>Belegschaft zu bewegen<\/strong>, ihren <strong>unternehmerischen Ehrgeiz<\/strong> zu wecken \u2013 und sie bei der Zukunftsgestaltung mit einbeziehen.<\/p>\n<h2>Wandel wird von Menschen getragen<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>&#8220;Nur wenn die Belegschaft mitzieht, k\u00f6nnen sich Unternehmen weiterentwickeln.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Menschen suchen Ankerpunkte, Sicherheiten \u2013 und ben\u00f6tigen Leitplanken und <strong>soziale Spielregeln<\/strong>, an denen sie sich orientieren k\u00f6nnen. Wer also aufgrund der sich ver\u00e4ndernden \u00e4u\u00dferen Rahmenbedingungen das Gesch\u00e4ftsmodell, die Organisation oder einzelne Prozesse umstellen muss, kommt nicht darum herum, die inneren Rahmenbedingungen anzupassen. Kurz: <a href=\"https:\/\/unternehmer.de\/management-people-skills\/263205-kulturwandel-unternehmen-bewegung-mandat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ein Kulturwandel ist n\u00f6tig<\/a>. Damit dieser gelingt, sollten Verantwortliche das Ver\u00e4nderungsvorhaben von Beginn an transparent kommunizieren, die <strong>Notwendigkeit erkl\u00e4ren<\/strong> und die <strong>F\u00fchrungsteams direkt involvieren<\/strong>. Nur so schaffen sie Akzeptanz bei allen Beteiligten.<\/p>\n<h2>Gemeinsam Ziele entwickeln<\/h2>\n<p>Ist die F\u00fchrungsmannschaft an der strategischen Zielentwicklung beteiligt, identifiziert sie sich auch mit den gemeinsam erarbeiten Zielen. Ein <strong>Wir-Gef\u00fchl<\/strong> kommt auf. Allein dadurch entsteht schon eine kraftvolle Dynamik. Jeder ist \u201ecommittet\u201c, denn: Die Verantwortlichen schw\u00f6ren die F\u00fchrungsteams darauf ein, <strong>Verantwortung f\u00fcr die Zielerreichung<\/strong> zu tragen. Die F\u00fchrungskultur sollte f\u00fcr so einen Prozess wertsch\u00e4tzend sein. Wenn es Konflikte oder zu starkes Konkurrenzverhalten gibt, m\u00fcssen diese behoben werden.<\/p>\n<p>Denn: in einem <strong>toxischen Unternehmensklima<\/strong> ist eine positive Entwicklung unm\u00f6glich. Das Verhalten der unteren F\u00fchrungsebene oder der Mitarbeitenden orientiert sich immer an dem Verhalten der Vorgesetzten. Agieren die F\u00fchrungskr\u00e4fte gegen-, statt miteinander, reflektiert sich das auch im Verhalten der Mitarbeiterteams \u2013 was sich sp\u00e4testens in den unzureichenden Ergebnissen ausdr\u00fcckt.<\/p>\n<h2>Top Ergebnisse durch Diversity<\/h2>\n<p>Eine eingeschworene, eigenverantwortlich handelnde F\u00fchrungsmannschaft bildet also die Basis f\u00fcr erfolgreiche Ver\u00e4nderungsvorhaben. Im n\u00e4chsten Schritt hei\u00dft es, die Ziele an die Mitarbeitenden zu tragen, eine <strong>klare Richtung vorzugebe<\/strong>n und <strong>gemeinsam Ma\u00dfnahmen zu entwickeln<\/strong>. Hierbei gilt:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>&#8220;Je heterogener und vielf\u00e4ltiger die Teams zusammengesetzt sind, desto h\u00f6her ist die Produktivit\u00e4t.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Das belegt unter anderem die <strong>McKinsey-Studie \u201eDelivering throug Diversity\u201c<\/strong> \u2013 und l\u00e4sst sich auch ganz leicht erkl\u00e4ren: Je unterschiedlicher die Menschen in einem Team sind, desto diverser sind auch deren Blickwinkel auf und Herangehensweisen an Probleme. F\u00fcr ein zunehmend komplexes Unternehmensumfeld ist das von gro\u00dfem Wert. Die Zeiten sind vorbei, an dem ein \u201eMaster Mind\u201c alleine Entscheidungen getroffen hat. <strong>Komplexe Probleme werden von Vielen gel\u00f6st<\/strong>. Zu Diversit\u00e4t geh\u00f6ren unter anderem Altersvielfalt, kulturelle Vielfalt und fachliche Vielfalt. Das sollten F\u00fchrungskr\u00e4fte bei der <a href=\"https:\/\/unternehmer.de\/management-people-skills\/194238-gute-mitarbeiter-finden-mit-diversity-management-10-tipps\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teamzusammenstellung<\/a> gezielt f\u00f6rdern.<\/p>\n<h2>Die passenden Werkzeuge zur Hand<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>&#8220;Ein Team ist immer nur so gut, wie das Werkzeug, das es zur Hand bekommt.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Um die Menschen im Unternehmen f\u00fcr den <strong>Wandel<\/strong> zu bef\u00e4higen, m\u00fcssen Verantwortliche die <strong>Rahmenbedingungen daf\u00fcr schaffen<\/strong>. Dazu geh\u00f6rt, die notwendige Ausr\u00fcstung bereitzustellen, wie:<\/p>\n<ul>\n<li>IT-Infrastruktur<\/li>\n<li>Maschinen und Werkzeuge<\/li>\n<li>definierte Prozesse<\/li>\n<li>Zugriff auf Datenbanken und Ressourcen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aufgabe der Vorgesetzen ist dann <strong>Zielerreichung, Budget und Zeit<\/strong> im Auge behalten.<\/p>\n<h2>Toxische Mitarbeiter fr\u00fchzeitig erkennen<\/h2>\n<p>Nicht jeder Mitarbeiter nimmt Ver\u00e4nderungen gerne an. Die eigene Komfortzone zu verlassen, neues Unbekanntes zu erkunden und liebgewonnene Handlungsmuster aufzubrechen, ist f\u00fcr einige mehr Bedrohung als Chance. In der Regel gibt es bei <strong>Ver\u00e4nderungsvorhaben<\/strong> in Unternehmen eine <strong>Verteilung von 20-60-20<\/strong>, sprich: 20 Prozent der Mitarbeitenden nehmen die neue Richtung sofort an und gestalten sie aktiv mit; 60 Prozent folgen den ersten 20 Prozent und f\u00fchren aus, was diese erarbeiten; und weitere 20 Prozent sind Gegner der Ver\u00e4nderung, blockieren den Arbeitsfluss und legen unter Umst\u00fcnden eine<strong> destruktive Arbeitsweise<\/strong> an den Tag.<\/p>\n<p>Diese letzten <strong>20 Prozent sind die toxischen Mitarbeitenden<\/strong>. Destruktives Verhalten d\u00fcrfen Verantwortliche nicht zulassen, denn es bremst die Dynamik der gesamten Organisation. Vorgesetzte sollten diese 20 Prozent also schnell identifizieren und die direkte Konfrontation suchen. Dabei gilt: Gehen diese in die konstruktive Diskussion und schlagen bessere Ideen oder L\u00f6sungsans\u00e4tze vor, dann sollten diese Ans\u00e4tze auch angenommen werden. Gibt es keine alternativen L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge, muss der Vorgesetzte entweder <strong>Folgsamkeit verlange<\/strong>n \u2013 oder den jeweiligen Mitarbeitenden k\u00fcndigen.<\/p>\n<h2>Fazit: Gestalten lassen<\/h2>\n<p>Unternehmen sind soziale Gebilde, von Menschen gemacht. Wer in unserer zunehmend komplexen Wirtschaftswelt weiterhin erfolgreich sein m\u00f6chte, muss seine <strong>Belegschaft f\u00fcr die Sache begeistern<\/strong>. Dazu geh\u00f6rt, Kontrolle abzugeben und Eigenverantwortung zu fordern und zu f\u00f6rdern, ebenso wie Diversit\u00e4t zu suchen und seiner Mannschaft den R\u00fccken freizuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>&#8220;Werden Mitarbeitende von Betroffenen zu Beteiligten, zu Unternehmern im Unternehmen, nehmen sie auch die gr\u00f6\u00dften H\u00fcrden der Zukunft.&#8221;<\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber den Autor<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.olaf-arns.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Olaf Arns<\/a> ist umsetzender Unternehmensberater f\u00fcr den industriellen Mittelstand. Als freudiger Macher und vision\u00e4rer Antreiber unterst\u00fctzt Arns Verantwortliche aller F\u00fchrungsebenen vor allem bei Ver\u00e4nderungsprozesse wie der Post-Merger-Integration, der strategischen (Neu-)Ausrichtung und der (Unternehmens-)F\u00fchrung. \u00dcber seine Themen schreibt er in diversen Wirtschaftsmedien.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/unternehmer.de\/management-people-skills\/264832-dynamische-fuehrung?utm_source=unternehmer.de&amp;utm_campaign=201015&amp;utm_medium=nl&amp;utm_term=artikel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quelle: unternehmer.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitalisierungsdruck, Vernetzung, zunehmend dynamische M\u00e4rkte und internationaler Wettbewerb sorgen f\u00fcr st\u00e4ndige Bewegung im industriellen Mittelstand. 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