{"id":8543,"date":"2026-05-30T09:27:58","date_gmt":"2026-05-30T09:27:58","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/experimentieren-mit-remote-voller-vielfalt-zu-einer-neuen-lernkultur-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:58","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:58","slug":"experimentieren-mit-remote-voller-vielfalt-zu-einer-neuen-lernkultur-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/experimentieren-mit-remote-voller-vielfalt-zu-einer-neuen-lernkultur-en\/","title":{"rendered":"Experimentieren mit Remote: Voller Vielfalt zu einer neuen Lernkultur"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Das Wissen ist vorhanden. Es ist nur nicht gleich verteilt. Und genau darin liegt die Chance: Die Otto Group hat jetzt erstmals die Remote Learning Days veranstaltet, um Kolleg*innen innerhalb des Konzerns zu vernetzen, von- und miteinander lernen zu lassen. Eine neue Lernkultur steht f\u00fcr die Otto Group ganz oben auf der Agenda. Die Einschr\u00e4nkungen durch Corona geben noch einmal extra Schub f\u00fcr das, was der Kulturwandel-Prozess in der Unternehmensgruppe schon auf den Weg gebracht hat.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Ziel ist klar: Lernen und Arbeiten sollen eins werden. Beides soll ganz selbstverst\u00e4ndlich miteinander verwoben und harmonisiert sein. Erst die Ausbildung oder das Studium und dann \u00fcber Jahrzehnte emsig ableisten \u2013 das ist hoffentlich l\u00e4ngst Vergangenheit. Und ganz so extrem war es tats\u00e4chlich ja auch fr\u00fcher nicht. Wer lebt, lernt irgendwie auch. Aber so richtig gezielt?<\/p>\n<p>Lange Zeit galt und gilt vielfach noch heute, dass die eigentliche Berufst\u00e4tigkeit immer mal wieder von Fort- und Weiterbildung unterbrochen wird. Das Ergebnis ist unterschiedlich. Manches bleibt, manches staubt aber auch in analogen oder digitalen Ordnern ein. Mit Seminarunterlagen, die voller hilfreichem Wissen stecken, nach anf\u00e4nglicher Motivation aber nie wieder jemand angeschaut hat, lie\u00dfe sich vermutlich mehrfach die Strecke bis zum Mond und zur\u00fcck auslegen.<\/p>\n<h2>Lebenslanges Lernen als Teil des Kulturwandels<\/h2>\n<p>Eine neue Lernkultur geh\u00f6rt f\u00fcr die Otto Group zu den wichtigsten Aspekten im Zuge des Kulturwandels, den das Unternehmen seit einigen Jahren intensiv lebt und vorantreibt. Dazu z\u00e4hlt Lebenslanges Lernen genauso wie die F\u00f6rderung von Eigenverantwortung und Selbstorganisation oder ein ver\u00e4nderter Umgang mit Fehlern. Experimentieren ist ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht. Fehler d\u00fcrfen gemacht werden. Nicht-Wissen einzugestehen, wird zur St\u00e4rke. Das funktioniert, wenn auf der anderen Seite die Wissbegierde da ist, also der Anspruch, aus Fehlern zu lernen und sich mit Experimenten dem Optimum anzun\u00e4hern.<\/p>\n<p>Gleich mehrere Aspekte der neuen Lernkultur deckten jetzt die Remote Learning Days ab. Stichwort Selbstorganisation: An zwei Tagen Mitte September 2020 trafen sich mehr als 900 Kolleg*innen aus insgesamt 22 Konzernunternehmen der Otto Group virtuell, um ihr Wissen miteinander zu teilen, um sich zu vernetzen und gemeinsam besser zu werden. All diese unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen L\u00e4ndern der Welt zusammenzubringen, war eine Idee, die eine Gruppe von Mitarbeiter*innen selbstorganisiert in die Tat umgesetzt hat.<\/p>\n<p>Stichwort Experimentieren: Eine Blaupause f\u00fcr die Remote Learning Days gab es nicht. Und thematische Vorgaben wollte das Orga-Team nicht machen. Im Gegenteil \u2013 je diverser die Themen und Speaker*innen, desto besser. Das Ergebnis: In mehr als 60 interaktiven und interdisziplin\u00e4ren Sessions wurde gebannt zugeh\u00f6rt, mitgedacht, gefragt und diskutiert. Der gemeinsame Nenner: die Lust am Lernen, der Wunsch nach Weiterentwicklung.<\/p>\n<p>Thematisch ging es um psychologische Aspekte von Remote Work, die Logik der Gewohnheit, um Work-Hacks, Gendersternchen, Communities in der Otto Group, um das Einmaleins des Podcastens oder gute F\u00fchrung, aber auch ganz konkret um den Umgang mit Tools oder bestimmter Software, die f\u00fcr das mobile Arbeiten notwendig sind.<\/p>\n<p>Remote Learning war schon vor Corona ein wichtiges Stichwort f\u00fcr die Otto Group. Zum Beispiel gibt es die interne Weiterbildungsinitiative TechUcation. Ihr Ziel: ein gemeinsames, einheitliches Verst\u00e4ndnis zum Thema Digitalisierung in der gesamten Unternehmensgruppe. Zudem soll die Initiative digitale Bildung und lebenslanges Lernen noch st\u00e4rker als bisher zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags machen. Auftakt und zentraler Bestandteil von TechUcation ist ein verbindlicher Online-Video-Kurs. Mittlerweile haben rund 17.000 Mitarbeiter*innen Zugriff auf die begleitenden Videoangebote der digitalen Lern-Plattform \u201eMasterplan\u201c.<\/p>\n<p><em><strong>Mit Corona kam zun\u00e4chst vor allem das Thema Remote Work auf den Tisch. Wer mobil aus den eigenen vier W\u00e4nden oder in hybriden Formen arbeitet, braucht digitale Tools. Und wer sich nicht schon auskannte mit Videokonferenzen und Apps zur Kollaboration, musste es jetzt lernen.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die positive Erkenntnis: Aus der Mitarbeiterschaft heraus entstand eine gro\u00dfe Welle der Hilfsbereitschaft. Man unterst\u00fctzte sich gegenseitig. Work-Hacks machten die Runde und virtuelle Kaffeepausen sorgten f\u00fcr den pers\u00f6nlichen Austausch auch jenseits von Arbeitsthemen.<\/p>\n<h2>Corona als Motor f\u00fcr Remote Work und Remote Learning<\/h2>\n<p>Corona war \u2013 bei allen negativen Folgen \u2013 nicht nur ein Motor f\u00fcr Remote Work, sondern auch f\u00fcr Remote Learning. Nur ein Beispiel: Zur Hochphase der Corona-Einschr\u00e4nkungen waren auch die Zugriffszahlen auf die Lernplattform \u201eMasterplan\u201c besonders hoch.<\/p>\n<p>Bei den Remote Learning Days brachte es Personal- und Finanzvorst\u00e4ndin Petra Scharner-Wolff auf den Punkt:<\/p>\n<p><strong><em>\u201eWir haben ganz automatisch gelernt, informell und kollaborativ, ohne dar\u00fcber nachzudenken. Das zeigt: Wenn wir etwas lernen m\u00fcssen, um arbeitsf\u00e4hig zu sein, dann finden wir auch die notwendige Zeit daf\u00fcr.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die gemeinsam erlebte Krise verbindet und bringt in vielen Bereichen einen so noch nie dagewesenen Mut zu Pragmatismus, Kreativit\u00e4t, Reaktionsgeschwindigkeit und Entscheidungskraft hervor. Auch daf\u00fcr sind die Remote Learning Days ein gutes Beispiel. Idee und Umsetzung hat das selbstorganisierte, interdisziplin\u00e4re Team komplett remote organisiert. Und nicht nur das: Auch remote entsteht ein Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl. Gemeinsames Lernen verbindet.<\/p>\n<p>Warum Lebenslanges Lernen gebraucht und von der Otto Group gef\u00f6rdert wird \u2013 auch darauf ist Petra Scharner-Wolff eingegangen: \u201eGemeinsam Lernen macht uns stark und zukunftsf\u00e4hig.\u201c Das bezieht sich sowohl auf jeden einzelnen als auch auf den gesamten Konzern. Durch die digitale Transformation hat sich der Arbeitsalltag radikal ver\u00e4ndert. Das betrifft nicht nur neue Aufgabenstellungen, es entstehen ganz neue Berufsgruppen. Lernen ist Motor in der Krise und Treibstoff f\u00fcr die Zukunft. Nur wenn wir Lernende werden, finden wir Sicherheit in bewegten Zeiten.\u201c<\/p>\n<p>Am Anfang dieses Beitrags war die Rede vom ungleich verteilten Wissen. Das ist ein wichtiger Punkt: Weiterbildung darf kein Privileg f\u00fcr einzelne sein, sondern muss allen gleichberechtigt zur Verf\u00fcgung stehen. Das Ziel ist aber auch nicht, alle gleich zu machen. Vielmehr geht es darum, dass ein Konzern wie die Otto Group neben den notwendigen Spezialist*innen auch \u00fcber eine Vielzahl an digitalen Generalist*innen verf\u00fcgt. Diversit\u00e4t in den Kompetenzen war schon immer ein Erfolgsfaktor und ist es in digitalen Zeiten erst recht.<\/p>\n<p>Bei den Remote Learning Days konnten die Kolleg*innen per App direkt ihr Feedback zum Event abgeben. Besonders viel Lob gab es sowohl f\u00fcr die Vielfalt der Themen als auch f\u00fcr das Thema Vielfalt selbst. Genau das ist der Mehrwert, wenn eine internationale Organisation aus vielf\u00e4ltigen Menschen ihr Wissen miteinander teilen darf. Die Motivation ist jedenfalls da. \u201eIch will meine Lernkurve hochhalten\u201c war die am h\u00e4ufigsten gew\u00e4hlte Antwort darauf, warum man an den Remote Learning Days teilnimmt. Mit dieser Haltung wird Lernen zum Daily Business, werden Lernen und Arbeiten eins. Dieses Experiment ist gelungen \u2013 Fortsetzung folgt.<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber die Autorin<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/kathrin-luise-fiesel-8509102b\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kathrin-Luise Fiesel<\/a> befasst sich als Senior Corporate Communications Consultant in der Otto Group Holding im Schwerpunkt mit der strategischen Kommunikation von HR- &amp; Diversity-Themen. Als diplomierte Kommunikationswirtin ist Kathrin-Luise bereits seit 20 Jahren im Kommunikationsbereich unterwegs, seit 2010 im Bereich Corporate Communications der Otto Group. Dort besch\u00e4ftigt sie sich insbesondere mit den Themen New Work, Lernkultur und Organisationsentwicklung.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.zukunftderarbeit.de\/2020\/09\/30\/experimentieren-mit-remote-voller-vielfalt-zu-einer-neuen-lernkultur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zukunftderarbeit<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wissen ist vorhanden. Es ist nur nicht gleich verteilt. 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