{"id":8520,"date":"2024-04-26T01:03:17","date_gmt":"2024-04-26T01:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/drei-ansaetze-so-gelingt-altersuebergreifende-teamarbeit-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:56","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:56","slug":"drei-ansaetze-so-gelingt-altersuebergreifende-teamarbeit-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/drei-ansaetze-so-gelingt-altersuebergreifende-teamarbeit-en\/","title":{"rendered":"Drei Ans\u00e4tze: So gelingt alters\u00fcbergreifende Teamarbeit"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Eine aktuelle Studie belegt die Diskrepanzen zwischen den Generationen. Besonders auff\u00e4llig ist die kritische Sicht der J\u00fcngeren gegen\u00fcber den \u00c4lteren. Der Organisationsberater Boris Gloger beschreibt anhand von Praxisbeispielen, wie alters\u00fcbergreifende Teamarbeit gelingt.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Angespanntes Verh\u00e4ltnis der Generationen? Die Studie <a href=\"https:\/\/www.tha.de\/homes\/eregnet\/Veroeffentlichungen\/Best%20Ager%20im%20Beruf_THA.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Best Ager im Beruf \u2013 Potenzial im Fachkr\u00e4ftemangel?<\/a> von borisgloger consulting in Kooperation mit der Technischen Hochschule Augsburg best\u00e4tigt: J\u00fcngere Generationen sind den \u00c4lteren gegen\u00fcber skeptisch \u2013 sie erleben die \u00e4lteren Kolleginnen \/ Kollegen ab 55+ als beharrend, risikovermeidend und ersch\u00f6pft. Auffallend dabei: Die oft kontrovers diskutierten, j\u00fcngeren Generationen werden von den \u00c4lteren positiv gesehen. Die Best Ager nehmen sie als motiviert, kommunikativ, innovativ, flexibel und fit wahr. Wie k\u00f6nnen Sie alters\u00fcbergreifende Teamarbeit f\u00f6rdern?<\/p>\n<h2>1. Ausprobieren und Freir\u00e4ume gew\u00e4hren<\/h2>\n<p>Angesichts des zunehmenden Fachkr\u00e4ftemangels sollten Unternehmen vermehrt auf die F\u00e4higkeiten ihrer berufserfahrenen Kolleginnen und Kollegen setzen und das kollaborative Arbeiten unter ihnen und den J\u00fcngeren f\u00f6rdern. Ein Hebel f\u00fcr HR und F\u00fchrungskr\u00e4fte sind generations\u00fcbergreifende Lernr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Bei borisgloger verfolgen wir den Ansatz \u201ePractise what you preach\u201c. Das heisst, wir erproben neue Technologien wie Gen AI und Methoden wie New Work intern, bevor wir diese an Kunden herantragen. Daf\u00fcr nutzen wir zum Beispiel unsere regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Quartalstreffen. So war beim letzten Treffen das Ziel, die Bed\u00fcrfnisse unserer Kunden in Software-Projekten besser zu verstehen und die Grundlagen des Programmierens zu erlernen.<\/p>\n<p>Wie? Unter fachkundiger Anleitung einer externen Agentur lernten alle Mitarbeitenden die Programmiersprache Python kennen \u2013 auch Zentralfunktionen wie Marketing oder Buchhaltung, die nicht in konkrete Kundenprojekte involviert sind. Die Herausforderung dabei war, unsere Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichsten Vorerfahrungen zu vereinen und eine Atmosph\u00e4re zu schaffen, in der das gemeinsame Experimentieren und Lernen im Vordergrund stand.<\/p>\n<p>Jede(r) hat dabei, unabh\u00e4ngig von Jobtitel, Alter oder Vorkenntnissen, die Freiheit, sich auszuprobieren. Der Schl\u00fcssel zu diesem erfolgreichen Lernprozess lag in st\u00e4ndiger Kommunikation und Transparenz. Wir sorgten daf\u00fcr, dass alle sich bestm\u00f6glich auf den Tag vorbereiten konnten und auch die Aufgabenstellung verstanden. So wiesen wir immer wieder auf die vorbereitende Literatur hin und die Trainerinnen \/ Trainer gaben w\u00e4hrend der Praxis\u00fcbung kontinuierlich Hilfestellung. Eine solche Arbeitsumgebung f\u00f6rdert einerseits die generations\u00fcbergreifende Zusammenarbeit und unterst\u00fctzt andererseits das kontinuierliche Lernen. So konnten wir unser ohnehin schon starkes Gemeinschaftsgef\u00fchl weiter st\u00e4rken \u2013 und das remote!<\/p>\n<h2>2. Alters\u00fcbergreifende Teamarbeit: Zusammen Aufgaben l\u00f6sen<\/h2>\n<p>Soziale Netzwerke sind der Spiegel unserer Gesellschaft: Der dort oft vorherrschende diffamierende Ton \u00fcbertr\u00e4gt sich auch auf das Private und in den Berufsalltag. Dieses Muster kann sich jedoch \u00e4ndern, wenn echte Zusammenarbeit und gegenseitiges Kennenlernen stattfinden.<\/p>\n<p>In der Welt der Agilit\u00e4t steht ein zentraler Wert im Vordergrund: Respekt. Man muss nicht immer derselben Meinung sein, aber es ist unabdingbar, einander trotz Unterschieden zu respektieren. Agile Teams, die zusammenarbeiten, wie etwa beim Mob-Working, st\u00e4rken diesen Respekt. Dabei kommt das Team an einem Ort zusammen, um konzentriert gemeinsam eine Aufgabe zu l\u00f6sen, \u00e4hnlich wie bei einem Hackathon. In solchen Umgebungen werden herk\u00f6mmliche Workshops durch Aktivit\u00e4ten wie t\u00e4gliche Kurzbesprechungen (Daily-Stand ups), Retrospektiven und Review-Meetings ersetzt, die den Teamgeist f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Pair-Working ist die Alternative zum Mob-Working. Das Arbeiten in Tandems bringt erfahrene und weniger erfahrene Kolleginnen und Kollegen eng zusammen. Sie tauschen Wissen aus und entwickeln gemeinsam L\u00f6sungen. Diese Form der Zusammenarbeit ben\u00f6tigt zu Beginn oft eine strukturierte Anleitung, die idealerweise von externen Moderatorinnen \/ Moderatoren begleitet wird. Aus meiner Erfahrung und Beobachtung heraus hat sich diese Methode bereits in vielen Teams als erfolgreich erwiesen. Dank moderner Kommunikationstools kann dieser Effekt sogar gesteigert werden, obwohl alle im Homeoffice sitzen.<\/p>\n<h2>3. Teambuilding zur Priorit\u00e4t machen<\/h2>\n<p>Gefangen im Hamsterrad des Tagesgesch\u00e4fts, legen viele F\u00fchrungskr\u00e4fte noch zu wenig Fokus auf Teambuilding \u2013 auch wenn die Bedeutung dieses Aspektes immer wieder in Studien hervorgehoben wird und wir sie alle auch an uns selbst erfahren. So sind Teams, die sich gut kennen und vertrauen, leistungsf\u00e4higer und kreativer. In der Post-Corona-\u00c4ra sollten Unternehmen deshalb auf regelm\u00e4\u00dfige, pers\u00f6nliche Treffen aller Teammitglieder setzen \u2013 insbesondere, wenn das Unternehmen einen Remote-first-Ansatz wie etwa bei uns hat.<\/p>\n<p>Es sollte zur Gewohnheit werden, dass Teams sich ein- oder zweimal im Monat im B\u00fcro (oder an einem anderen Ort) treffen. Der Klassiker ist, hier gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, eine gemeinsame Aufgabe zu bew\u00e4ltigen. Meines Erachtens ist es sogar noch effektiver, wenn man den Kolleginnen und Kollegen die Chance gibt, sich kennenzulernen und ein gemeinsames Erleben herstellen kann.<\/p>\n<p>Bei borisgloger nutzen wir viele Formate, um das zu erm\u00f6glichen: Wir treffen uns mit allen Mitarbeitenden mehrere Male im Jahr. Gleichzeitig sorgen die einzelnen Teams systematisch f\u00fcr gemeinsame Treffen, um an Projekten zu arbeiten und so den Zusammenhalt zu st\u00e4rken. Teambuilding sollte nicht als \u201eKitt\u201c bei schon bestehenden Problemen missverstanden werden, sondern als zentraler Baustein einer erfolgreichen Unternehmenskultur.<\/p>\n<h2>Fazit: Mehr Lernr\u00e4ume, weniger Diskrepanzen<\/h2>\n<p>Allzu starre Prozesse in Unternehmen f\u00fchren zu Konflikten zwischen den Generationen \u2013 sie verhindern die Zusammenarbeit und f\u00fchren eher dazu, dass \u00e4ltere Mitarbeitende an Gewohnheiten festhalten. Um diese Kluft zu \u00fcberwinden, sollten HR-ler und F\u00fchrungskr\u00e4fte gemeinsame Lern- und Erfahrungsr\u00e4ume schaffen, um den Austausch und das gemeinsame Wachstum zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong><em>Zur Person<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/borisgloger\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Boris Gloger<\/a> ist Scrum-Pionier und Vordenker f\u00fcr neue Arbeitsformen. Mit seiner Unternehmensberatung <a href=\"https:\/\/www.borisgloger.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">borisgloger consulting<\/a> unterst\u00fctzt er nicht nur Unternehmen in agilem Organisationsmanagement, sondern treibt auch im eigenen Unternehmen neue Arbeitsweisen im Tagesgesch\u00e4ft an. Boris Gloger ist Autor mehrerer Fachb\u00fccher zu den Themen Agilit\u00e4t und Scrum und hat bis heute mehr als 5000 Manager und Teams in Scrum ausgebildet. Als erster zertifizierter Scrum-Trainer in Deutschland, arbeitet er mit diesem Framework seit nunmehr zwei Jahrzehnten.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.hrjournal.de\/so-gelingt-altersuebergreifende-teamarbeit\/?xing_share=news\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hrjournal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Studie belegt die Diskrepanzen zwischen den Generationen. Besonders auff\u00e4llig ist die kritische Sicht der J\u00fcngeren gegen\u00fcber den \u00c4lteren. 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