{"id":8518,"date":"2026-05-30T09:27:56","date_gmt":"2026-05-30T09:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/doppelspitze-erfolgreich-gemeinsam-fuehren-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:56","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:56","slug":"doppelspitze-erfolgreich-gemeinsam-fuehren-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/doppelspitze-erfolgreich-gemeinsam-fuehren-en\/","title":{"rendered":"Doppelspitze: Erfolgreich gemeinsam f\u00fchren"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>\u201eAm Ende des Tages muss eine Person die Entscheidung treffen.\u201c Ist das wirklich noch so? Als Co und Co leiten <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/anne-decker\/?originalSubdomain=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anne Decker<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/simonm%C3%BCller\/?originalSubdomain=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Simon M\u00fcller<\/a> den Company-Builder wattx aus Berlin gemeinsam. Doppelspitze: Ein F\u00fchrungsmodell mit Zukunft oder ein Kompetenzgerangel auf h\u00f6chster Ebene?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Mit einer Person in der F\u00fchrungsrolle herrscht bei jeder Entscheidung absolute Einigkeit. Alles andere w\u00e4re etwas schizophren. \u201eDas hat doch bis jetzt immer ganz gut geklappt\u201c, ist ein Argument aus der One-Man-Show-F\u00fchrungsriege. Die Entscheidungswege sind extrem kurz. Eine Vorstellung vom Team oder eine kleine Pr\u00e4sentation und es geht ganz schnell: vom Ohr zum Gehirn und zur\u00fcck zum Mund. Drei Sekunden sp\u00e4ter und die Entscheidung steht. \u00dcberzeichnet, aber ein Pro-Argument f\u00fcr Agilit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t eines Entscheiders oder einer Entscheiderin.<\/p>\n<p>Die Geschwindigkeit einer Antwort darf den eigenen Wert aber niemals \u00fcberholen. Warum also nicht den Moment der Entscheidungsfindung etwas ver\u00e4ndern und eine zus\u00e4tzliche Komponente hinzu holen \u2013 eine gleichberechtigte Person. Der Blickwinkel ver\u00e4ndert sich, die Situation wird aus mehreren Perspektiven betrachtet und die Kompetenz von zwei Pers\u00f6nlichkeiten flie\u00dfen mit ein. Die L\u00f6sung wird sich definitiv ver\u00e4ndern, aber auch zum Guten?<\/p>\n<h2>Doppelspitze: Blinde Flecken sieht die Person gegen\u00fcber<\/h2>\n<p>Das ist wie in jeder Beziehung. Stimmt die Chemie, entsteht etwas ganz Besonderes. Eine Explosion ausschlie\u00dfen, das kann nat\u00fcrlich keiner. Als innovationsgetriebener Company-Builder ergibt es nur Sinn, den Weg zusammen als Team zu gehen. Weil genau dort die Reibung entsteht, die es f\u00fcr neue Technologien und Ideen braucht. Immer auf Augenh\u00f6he und in der offenen Diskussion. Gerade weil zwei Kernkompetenzen gleichberechtigt in der F\u00fchrungsrolle kollidieren, entwickeln sich Ideen in ganz neue Richtungen. Die Denkr\u00e4ume haben das gleiche Volumen, aber die W\u00e4nde verschieben sich.<\/p>\n<p>Mit dem Blick aus der Business-Design-Brille gepaart mit der technologischen Tiefe k\u00f6nnen wir schon am Anfang der Ideenfindung Wege ausschlie\u00dfen. Um im Bild zu bleiben: Manche Ideen fahren direkt vor die Wand, weil durch das Know-how des Co-Parts bekannt ist, dass dort in jedem Fall eine Wand steht. Ideen sterben schneller, was gut ist, da mehr Zeit f\u00fcr funktionsf\u00e4hige Ideen geschaffen wird. Diese nehmen aber auch eine Kurve oder eine ganz andere Abbiegung. In der Konsequenz wird der Entscheidungsprozess effektiver. Zwei Kompetenz- und Erfahrungsbereiche treffen aufeinander und verschmelzen zu etwas Neuem. Das er\u00f6ffnet Perspektiven und erm\u00f6glicht neue Innovationsimpulse, die alleine nie entstehen k\u00f6nnen. Diesen Entwicklungsprozess machen sie so extrem effektiv und erfolgstr\u00e4chtig.<\/p>\n<h2>Firmenpolitik hat hier keinen Platz<\/h2>\n<p>Ein Spannungsfeld, das ganz viel Grundlage braucht. Wer bewusst Reibung im Team erzeugt, der braucht auch ein starkes Fundament. Das sind f\u00fcr uns absolutes Vertrauen und gemeinsame Werte. Ohne diese beiden Komponenten w\u00e4re eine Doppelspitze und die Zusammenarbeit unm\u00f6glich. Unsere Werte von Ownership, Mut und Bodenst\u00e4ndigkeit in der Teamf\u00fchrung sowie die Vereinbarkeit von Nachhaltigkeit und Innovation sind die Grundlagen jeder Entscheidung. Dieser Wertekonsens ist die Magie in der Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Das l\u00e4sst uns als handelnden Personen auch Raum f\u00fcr Entscheidungen, die wir unabh\u00e4ngig voneinander treffen. Das ist eine ganz wichtige Vereinbarung, die wir als Co und Co im Vorfeld unserer Zusammenarbeit aufgestellt haben. Im Fundament m\u00fcssen wir uns blind vertrauen. In der Entwicklung entstehen dadurch gegenseitiger Impuls, Reibungskraft und die Verminderung von Risiken.<\/p>\n<p>Die Folge: Schnelle L\u00f6sungen, eine unglaubliche kommunikative Klarheit innerhalb des gesamten Teams und ein Freiraum in der Diskussion. Mit dieser Power des Ur-Vertrauens entsteht ein \u00d6kosystem, von dem alle Parteien profitieren. Hier entstehen gewinnbringende Reibungen, aber keine Konflikte. Diese offene Kollaboration \u00fcbertr\u00e4gt sich auf das Team sowie Partnerinnen \/ Partner und das Arbeiten auf Augenh\u00f6he wird zur Tatsache.<\/p>\n<h2>Ver\u00e4nderungen liegen in unserer Natur \u2013 davon wei\u00df die Kultur nur nichts<\/h2>\n<p>Entwickelt sich die Doppelspitze zum Mehrheits-Modell in den F\u00fchrungsetagen Deutschlands? Und sollten wir nicht eigentlich auch auf vielen anderen Ebenen dar\u00fcber nachdenken? Die Empfehlung aus eigener Erfahrung w\u00e4re ein ganz klares Ja!<\/p>\n<p>Der Showstopper liegt aber oft ganz tief verwurzelt \u2013 in der Arbeitsweise unserer Kultur. Transparente Zusammenarbeit, Wissenssilos aufbrechen und nachhaltig etwas in einem gemeinsamen \u00d6kosystem ver\u00e4ndern, f\u00e4llt unserer Gesellschaft noch extrem schwer. Auch die Firmenstrukturen von heute spiegeln sich in den Familienkonstellationen des letzten Jahrhunderts wider. Der Familienrat kommt zusammen und eine Person entscheidet am Ende der Kette. Diese gewachsene Struktur aufzubrechen, ist f\u00fcr alle Beteiligten eine enorme Aufgabe.<\/p>\n<p>Viele familiengef\u00fchrte Unternehmen haben es nat\u00fcrlich schwer, in der eigenen Familie nach zwei passenden Nachfolgerinnen \/ Nachfolgern zu suchen. Eine Person aus dem eigenen Haus finden, das ist schon schwierig genug. Dann sollen die beiden auch noch miteinander harmonieren? Hieran verzweifeln die meisten.<\/p>\n<p>Das Gute, der Blick geht \u00fcber die Familiengrenzen hinaus. Die Kombination aus externen F\u00fchrungskr\u00e4ften und Nachfolgerinnen \/ Nachfolgern aus der Familie wird immer mehr zum Thema. Die positive Weiterentwicklung des Marktes zur Doppelspitze k\u00f6nnen wir heute schon beobachten. Die Angst vor Ver\u00e4nderung ist noch unglaublich hoch, aber die Potenziale einer Co-Co-CEO-L\u00f6sung sind umso h\u00f6her. Es gibt schon viele Beispiele, weitere werden kommen!<\/p>\n<p><strong><em>Zur Person<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anne Decker<\/strong> ist als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der <a href=\"https:\/\/www.wattx.io\/de\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wattx<\/a> f\u00fcr den Venture Development, People, Culture &amp; Finance Teil der Organisation zust\u00e4ndig. Vor dem Einstieg bei wattx war sie vier Jahre f\u00fcr Deloitte Consulting t\u00e4tig und verantwortet zuletzt als Operational Lead die Deloitte Garage und arbeitete als Senior Managerin mit Kunden unterschiedlichster Industrien an Themen rund um Innovation, Digital Transformation und Venture Building.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Simon M\u00fcller<\/strong> ist CTO der <a href=\"https:\/\/www.wattx.io\/de\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wattx<\/a>. Der Company Builder wattx entwickelt und skaliert f\u00fcr und mit mittelst\u00e4ndischen Unternehmen digitale Produkte und Startups. Zuletzt baute er als CTO das Digital Lab der NEUMAN &amp; ESSER GROUP mit einem Fokus auf industrieller IoT und digitalen Gesch\u00e4ftsmodellen auf. Die Kombination aus technischer Expertise und der Kenntnis des Mittelstands bringt er als CTO von wattx vor allem in die technische Ausgestaltung und Produktentwicklung ein.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.hrjournal.de\/doppelspitze-erfolgreich-gemeinsam-fuehren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hrjournal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAm Ende des Tages muss eine Person die Entscheidung treffen.\u201c Ist das wirklich noch so? 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