{"id":8509,"date":"2026-05-30T09:27:55","date_gmt":"2026-05-30T09:27:55","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/diese-sieben-faktoren-sorgen-fuer-erfolgreiches-arbeiten-auf-distanz-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:55","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:55","slug":"diese-sieben-faktoren-sorgen-fuer-erfolgreiches-arbeiten-auf-distanz-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/diese-sieben-faktoren-sorgen-fuer-erfolgreiches-arbeiten-auf-distanz-en\/","title":{"rendered":"Diese sieben Faktoren sorgen f\u00fcr erfolgreiches Arbeiten auf Distanz"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Die Zufriedenheit mit dem Arbeiten im Homeoffice ist hoch, zeigt eine Studie. Und wenn sieben Kriterien erf\u00fcllt sind, dann klappt es laut den Autoren noch besser mit der Arbeit auf Distanz. Wichtig sind vor allem klare Regeln.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Rund ein Viertel der Erwerbst\u00e4tigen in Deutschland (24 Prozent) hat zu Beginn des Jahres 2021 ausschlie\u00dflich von zu Hause aus gearbeitet. Vor der Pandemie lag dieser Anteil gerade einmal bei 4 Prozent. Das zeigt die\u00a0<a title=\"Opens internal link in current window\" href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/boeckler-impuls-homeoffice-auf-den-rahmen-kommt-es-an-32790.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Erwerbspersonenbefragung<\/a>\u00a0der gewerkschaftsnahen <a title=\"Opens internal link in current window\" href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hans-B\u00f6ckler-Stiftung<\/a>. Die Stiftung hat dazu mehrmals \u2013 zu verschiedenen Zeitpunkten w\u00e4hrend der Pandemie \u2013 mehr als 4.000 abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigte befragt.<\/p>\n<p>Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Arbeiten zu Hause ist hoch. Menschen, die von zu Hause arbeiten konnten, empfanden ihre Arbeitssituation gerade w\u00e4hrend der coronabedingten Ausnahmesituation als weniger belastend als Besch\u00e4ftigte, die durchgehend den Betrieb aufsuchen mussten. Fast die H\u00e4lfte der Befragten im Homeoffice w\u00fcnscht sich, auch in Zukunft von zu Hause aus arbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Trotz der Vorteile , die viele Besch\u00e4ftigte im Homeoffice sehen, gibt es aber auch negative Effekte: Gerade zu Beginn der Pandemie waren nach Einsch\u00e4tzung der Mehrheit der Befragten (71 Prozent) viele Arbeitgeber nicht auf Remote-Work vorbereitet gewesen. Das habe das Arbeiten remote erschwert. Viele Mitarbeiter finden Heimarbeit zudem anstrengender als die Arbeit im B\u00fcro. Mehr als drei Viertel vermissen den pers\u00f6nlichen Austausch mit den Kollegen. Zwei von f\u00fcnf Besch\u00e4ftigten (39 Prozent) machen im Homeoffice \u00dcberstunden, jeder zweite ist sogar f\u00fcr seinen Arbeitgeber oder seine Kollegen weit \u00fcber seine eigentliche Arbeitszeit hinaus erreichbar.<\/p>\n<p>Aus ihren Ergebnissen haben die Studienautoren <strong>sieben Faktoren<\/strong> extrahiert, die daf\u00fcr sorgen, dass das Arbeiten im Homeoffice zum Erfolgsmodell werden kann:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Klare Regeln<\/strong>: In Unternehmen, in denen der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht hat, sch\u00e4tzen Mitarbeiter das Arbeiten im Homeoffice positiver ein als in Betrieben ohne Betriebsrat. Das kann daran, liegen, dass Betriebsr\u00e4te klare Vereinbarungen f\u00fcr Remote Work treffen. Daher ist es empfehlenswert, dass alle Unternehmen Regeln haben, die unter anderem Arbeitszeit, Anforderungen an die Erreichbarkeit sowie die technische Ausstattung im Homeoffice beschreiben. Durch klare Regelungen werden Unsicherheit und somit Stresspotenzial bei den Mitarbeitern reduziert.<\/li>\n<li><strong>Arbeitszeitregeln und Arbeitsschutz<\/strong>: Gesetzliche Regelungen zu Arbeitszeit und Arbeitsschutz gelten nicht nur f\u00fcr das Arbeiten im B\u00fcro, sondern auch im Homeoffice. Das betrifft auch H\u00f6chstarbeitszeiten und Ruhepausen. So muss zwischen zwei Arbeitstagen eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden eingehalten werden. Arbeitgeber sollten darauf achten, dass Mitarbeiter diese Ruhezeit haben. St\u00e4ndige Erreichbarkeit ist gesetzlich nicht m\u00f6glich und w\u00fcrde zudem auch die psychische Belastung der Belegschaft erh\u00f6hen.<\/li>\n<li><strong>Mix aus Remote Work und Arbeiten vor Ort<\/strong>: F\u00fcr das Arbeiten nach der Pandemie bietet sich ein Mix aus Arbeiten vor Ort und Arbeiten im Homeoffice an. Prinzipiell sollten Besch\u00e4ftigte die M\u00f6glichkeit bekommen, selbst zu entscheiden, ob und wann sie ihre Aufgaben zu Hause erledigen. Hilfreich sind festgelegte Pr\u00e4senztage im B\u00fcro. So ist es m\u00f6glich, dass sich Kollegen im B\u00fcro begegnen und austauschen k\u00f6nnen. Die pers\u00f6nlichen sozialen Kontakte sollten f\u00fcr das Arbeitsleben nicht untersch\u00e4tzt werden.<\/li>\n<li><strong>Virtuelles F\u00fchren<\/strong>: Vorgesetzte sollten sich bewusst sein, dass das Arbeiten im Homeoffice und das F\u00fchren virtueller und hybrider Teams besondere F\u00fchrungskompetenzen erfordert. Leader m\u00fcssen ihre Teams zusammenhalten, auch wenn sich diese nicht im B\u00fcro treffen. Das ist besonders herausfordernd, wenn Kollegen, die im gleichen B\u00fcro sitzen, mit Kollegen an anderen Standorten oder auch im Homeoffice zusammenarbeiten. Die Leader sollten zu den Herausforderungen des virtuellen und hybriden F\u00fchrens geschult werden. So ist gew\u00e4hrleistet, dass sie eine Teamidentit\u00e4t schaffen und gleichzeitig die einzelnen Mitarbeiter im Blick behalten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>Zielvereinbarungen<\/strong>: Auch f\u00fcr das Arbeiten im Homeoffice sollten F\u00fchrungskr\u00e4fte mit ihren Mitarbeitern konkrete und messbare Arbeitsziele definieren. Mitarbeiter brauchen klare Beurteilungskriterien, damit sie auch beim mobilen Arbeiten einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen, welche Erwartungen die F\u00fchrungskraft an sie hat und ob ihre Arbeitsleistung den Anforderungen entspricht.<\/li>\n<li><strong>Weiterbildung<\/strong>: Qualifizierung sollte auch beim Arbeiten auf Distanz geplant werden. Dabei sollte individuell gekl\u00e4rt werden, welchen Weiterbildungsbedarf die Mitarbeiter haben. \u00c4ltere Besch\u00e4ftigte ben\u00f6tigen eventuell eine Qualifizierung zu digitalen Kommunikationstools, w\u00e4hrend junge Mitarbeiter, die Beruf und Familie vereinbaren m\u00fcssen, m\u00f6glicherweise eine Weiterbildung zu gutem Organisieren beim mobilen Arbeiten ben\u00f6tigen.<\/li>\n<li><strong>\u00dcberlastung:<\/strong> W\u00e4hrend der Pandemie hat sich gezeigt, dass Homeoffice zu \u00dcberlastung von Mitarbeitern f\u00fchren kann, vor allem, wenn sie das Gef\u00fchl haben, st\u00e4ndig erreichbar sein zu m\u00fcssen, oder wenn sie Kinderbetreuung und Beruf vereinbaren m\u00fcssen. Da durch das Fehlen von Kinderbetreuung zeitweise eine Doppelbelastung entstanden ist, sollte bei k\u00fcnftigem Arbeiten bedacht werden, dass das Arbeiten im Homeoffice langfristig nur stressfrei gelingen kann, wenn M\u00fctter und V\u00e4ter ihre Kinder betreut wissen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Autorin<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/kirstin-gr\u00fcndel-9b4274203\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kirstin Gr\u00fcndel<\/a><\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.personalwirtschaft.de\/hr-organisation\/artikel\/sieben-faktoren-erfolg-mobile-work-homeoffice.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">personalwirtschaft.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zufriedenheit mit dem Arbeiten im Homeoffice ist hoch, zeigt eine Studie. 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