{"id":8476,"date":"2026-05-30T09:27:53","date_gmt":"2026-05-30T09:27:53","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/denken-wie-leonardo-da-vinci-so-werden-wir-innovativer-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:53","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:53","slug":"denken-wie-leonardo-da-vinci-so-werden-wir-innovativer-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/denken-wie-leonardo-da-vinci-so-werden-wir-innovativer-en\/","title":{"rendered":"Denken wie Leonardo da Vinci: So werden wir innovativer"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Er war Vision\u00e4r, Ingenieur, Anatom und K\u00fcnstler: Vor 500 Jahren, am 2. Mai 1519, starb der Erfindergeist Leonardo da Vinci. Noch heute fasziniert er uns. Was k\u00f6nnen wir von ihm lernen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Er arbeitete unerm\u00fcdlich an seinem Traum vom Fliegen, entwarf Maschinen, Bauwerke und futuristische St\u00e4dte. Er fertigte anatomische Skizzen des menschlichen K\u00f6rpers an und schuf Gem\u00e4lde, die heute fast unbezahlbar sind. Leonardo da Vinci war ein Vision\u00e4r, Ingenieur, Wissenschaftler und K\u00fcnstler. Noch heute fasziniert er uns \u2013 auch 500 Jahre nach seinem Tod am 2. Mai 1519. Woher kam seine Innovationskraft?<\/p>\n<h2>Innovation schaut nicht mal schnell beim Design-Thinking-Workshop vorbei<\/h2>\n<p>Leonardo da Vinci vollbrachte seine brillantesten Leistungen auf Gebieten, die ihn selbst am meisten begeisterten. Hierzu geh\u00f6ren seine Arbeit an Flugapparaten und Maschinen sowie seine Studien zur Anatomie. W\u00e4hrend Leonardo seine Ideen oft \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume mit Beharrlichkeit entwickelte, versuchen die meisten Unternehmen heute, neue Ideen im Schnellverfahren zu generieren. Sporadisch durchgef\u00fchrte Brainstorming-Sessions und Design-Thinking-Workshops sollen die Mitarbeiter aus ihrem Alltagstrott holen und Innovationen schaffen. Doch Kreativit\u00e4t kommt nicht \u201eauf Knopfdruck\u201c oder wenn mal wieder ein Design-Thinking-Coach im Haus ist. Sie muss sich entwickeln \u2013 und zwar konstant. Dabei k\u00f6nnen wir uns einiges von Leonardo abschauen.<\/p>\n<p>Studien zu kreativen K\u00f6pfen wie da Vinci haben gezeigt, dass diese Ausnahmetalente kaum k\u00fcnstliche Techniken verwenden, um ihre Kreativit\u00e4t anzukurbeln. Das Geheimnis ihrer Innovationsst\u00e4rke liegt vielmehr in ganz bestimmten Gewohnheiten und Mustern, die diese Menschen jeden Tag leben und weiterentwickeln. Ziel muss es sein, genau solche Gewohnheiten dauerhaft in unserem Alltag zu etablieren.<\/p>\n<h2>Was wir von Leonardo lernen k\u00f6nnen<\/h2>\n<p>Das Wichtigste, was wir von Leonardo lernen k\u00f6nnen, ist, das Unverbundene zu verbinden. Da Vinci interessierte sich f\u00fcr unterschiedlichste Dinge \u2013 genau darin lag der Ursprung seiner genialsten Ideen. Durch seine wilden Gedankenfl\u00fcsse und Notizen verband er Bereiche miteinander, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben schienen. Auch wir sollten offen durch die Welt gehen und uns viele neue Wissensgebiete erschlie\u00dfen. Das gilt f\u00fcr das Private ebenso wie f\u00fcr das Berufliche. Auch innerhalb von Unternehmen denken wir heute immer noch viel zu stark in Silos. Statt unsere Wahrnehmung nur auf \u201eunsere\u201c Abteilung zu beschr\u00e4nken, sollten wir uns \u00f6ffnen und gezielt an den Schnittstellen der Unternehmensbereiche zusammenarbeiten. Denn genau dort entstehen die wirklich innovativen Ideen.<\/p>\n<p>Leonardos unkonventionelle Art machte ihn zum Au\u00dfenseiter mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ideen und Vorstellungen. Mit seiner auff\u00e4lligen Garderobe stach er heraus, er liebte h\u00f6chstwahrscheinlich M\u00e4nner, a\u00df kein Fleisch und hielt Abstand zur Kirche \u2013 damals, in der Renaissance, hielten ihn viele f\u00fcr verr\u00fcckt. Zugleich war er alles andere als ein Eremit. Leonardo umgab sich mit Menschen, die mehr wussten als er und die ihn inspirierten. Wie stark uns unser Netzwerk beeinflusst, zeigen verschiedene Studien. Das bedeutet: Je innovativer unsere eigenen Netzwerkkontakte sind, desto innovativer sind wir selbst. Leonardo machte sich das schon vor \u00fcber 500 Jahren zunutze und umgab sich sein Leben lang mit den f\u00fchrenden K\u00f6pfen seiner Zeit. Mit ihnen diskutierte er seine Ideen und tauschte sich aus.<\/p>\n<p>Leonardo konservierte alles, was ihm in den Sinn kam, in seinen Notizb\u00fcchern. Er dokumentierte und skizzierte. Bis zum Ende seines Lebens verfasste er 25.000 Seiten \u2013 so viel wie kein K\u00fcnstler vor ihm. Er trug sein Notizbuch immer an seinem G\u00fcrtel, wo er es stets griffbereit hatte. Zwar waren seine Notizen ungeordnet, doch genau das half ihm dabei, ungew\u00f6hnliche Dinge und Disziplinen miteinander zu verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<h2>Bl\u00e4ttern Sie durch Zeitschriften und stellen Sie sich Mutproben<\/h2>\n<p>Radikal offen sein, uns keine Grenzen vorgeben lassen, Dinge miteinander verbinden, Ideen, Gedanken, W\u00fcnsche und Gespr\u00e4che notieren und sie mit inspirierenden Menschen teilen \u2013 das alles k\u00f6nnen wir von Leonardo lernen. Im Alltag kann das bedeuten, mal mit Kollegen aus einer anderen Abteilung lunchen zu gehen. Oder sich Zeitschriften zu kaufen, die Sie sich normalerweise nie kaufen w\u00fcrden, und sich davon inspirieren zu lassen. Oder Sie brechen aus Ihrer Komfortzone aus, indem Sie sich kleinen Mutproben stellen. Bereisen Sie eine Stadt ohne Plan und Handy. Oder k\u00e4mpfen Sie an Ihrem Arbeitsplatz f\u00fcr die Umsetzung einer Idee, von deren Erfolg Sie \u00fcberzeugt sind, auch wenn Ihre Kollegen es nicht sind.<\/p>\n<p>Wichtig ist, dass Sie alte Gewohnheiten durchbrechen und offen durch die Welt gehen. Je mehr neue Eindr\u00fccke, Meinungen und Inspirationen Sie sammeln, desto mehr Material steht Ihrem Gehirn zur Verf\u00fcgung, wenn es nach neuen, au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kombinationen sucht.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr w\u00fcnsche ich Ihnen viel Erfolg. Bleiben Sie inspiriert!<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber den Autor<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/profile\/Jens_Moeller32\/portfolio\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jens M\u00f6ller<\/a> &#8211;\u00a0Innovationsexperte, Redner und Autor<\/em><br \/><em>Der Wirtschaftswissenschaftler (Jg. 1978) arbeitet seit seinem Studium als unabh\u00e4ngiger Berater und Innovationsexperte f\u00fcr gro\u00dfe Konzerne, Mittelst\u00e4ndler und Start-ups. In seine Arbeit l\u00e4sst Jens M\u00f6ller auch Prinzipien Leonardo da Vincis einflie\u00dfen, dessen Leben und Wirken ihn schon fr\u00fch faszinierten. K\u00fcrzlich schrieb er das Buch \u201eDie Da-Vinci-Formel\u201c. Darin beschreibt er, wie wir unsere Innovationsf\u00e4higkeit steigern k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.xing.com\/news\/klartext\/denken-wie-leonardo-da-vinci-so-werden-wir-innovativer-3214?ete=7a2a5a2bdf944fd3.eyJ0YXJnZXRfaWQiOjMyMTQsInRhcmdldF90eXBlIjoia2xhcnRpY2xlIiwidGFyZ2V0X3VybiI6InVybjp4LXhpbmc6Y29udGVudDprbGFydGV4dF9rbGFydGljbGU6MzIxNCIsInBhcmVudF9jb250YWluZXJfaWQiOiJbXCI0NDE1Ml8zMTQ4NjE3XCIsXCJrbGFydGV4dFwiLFszMjE0XSxudWxsLFwia2xhcnRleHRcIixudWxsXSIsInBvc2l0aW9uIjowLCJzaXRlX3NlY3Rpb24iOiJlbWFpbCIsImRlbGl2ZXJ5X2lkIjoiNDQxNTJfMzE0ODYxNyIsImFjdG9yIjoia2xhcnRleHQiLCJhY3Rvcl91cm4iOiJ1cm46eC14aW5nOmNvbnRlbnQ6a2xhcnRleHQiLCJ2ZXJzaW9uIjoiMi4yLjAifQ&amp;sc_o=news_externalorigin_IndustryNewsMail_LP_klartext_article&amp;cce=em5e0cbb4d.:nv3qEw3z5TMgIrrKXGv4AC\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Xing-Klartext<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er war Vision\u00e4r, Ingenieur, Anatom und K\u00fcnstler: Vor 500 Jahren, am 2. 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