{"id":8471,"date":"2026-05-30T09:27:53","date_gmt":"2026-05-30T09:27:53","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/das-hybride-buero-chance-und-herausforderung-zugleich-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:53","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:53","slug":"das-hybride-buero-chance-und-herausforderung-zugleich-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/das-hybride-buero-chance-und-herausforderung-zugleich-en\/","title":{"rendered":"Das hybride B\u00fcro: Chance und Herausforderung zugleich"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Das hybride B\u00fcro bringt viele Chancen mit sich, von denen neben dem Unternehmen auch die Umwelt profitieren kann \u2013 vorausgesetzt, es ist gut durchdacht.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das hybride B\u00fcro bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Da f\u00fcr Mitarbeitende der Arbeitsweg \u00f6fter entf\u00e4llt, bleibt ihnen zum Beispiel mehr Zeit, um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Arbeitgebende profitieren wiederum, weil weniger teure B\u00fcrofl\u00e4che ben\u00f6tigt wird. Einer PwC-Studie zufolge lohnt sich das sogar schon ab einer Reduktion von nur acht Prozent. Kein Wunder also, dass laut einer Umfrage von IDC mehr als ein Drittel der Unternehmen zuk\u00fcnftig darauf setzen wollen. Doch das hybride Arbeitsmodell bringt auch einige Herausforderungen mit sich \u2013 und diese m\u00fcssen unbedingt im Vorfeld beachtet werden, damit es in der Praxis auch wirklich funktionieren kann.<\/p>\n<h2>Neues Modell, neue Herausforderungen<\/h2>\n<p>Mit dem Einrichten der Homeoffice-Pl\u00e4tze und der Reduzierung der station\u00e4ren Fl\u00e4che ist die Umsetzung des hybriden B\u00fcros noch lange nicht getan. Da nicht mehr alle Mitarbeitenden einen festen, ihnen zugewiesenen Arbeitsplatz haben, kann das neue Modell n\u00e4mlich schnell im Chaos enden. Die Verteilung manuell zu organisieren, w\u00e4re jedoch sehr zeitaufwendig und fehleranf\u00e4llig. In der Folge k\u00f6nnte es zu \u00dcberbelegungen kommen oder aber der zugewiesene Schreibtisch entspricht nicht den individuellen Bed\u00fcrfnissen des Mitarbeitenden. Im schlimmsten Fall resultieren beide Szenarien in einem hybriden B\u00fcro, in dem es nicht m\u00f6glich ist, produktiv zu arbeiten \u2013 und das gilt es unter allen Umst\u00e4nden zu vermeiden.<\/p>\n<p>Was es braucht, um die verf\u00fcgbare Fl\u00e4che smarter zu organisieren, ist ein zentrales System, mit dem sich Buchungs\u00fcberschneidungen genauso wie die Zuteilung unpassender Arbeitspl\u00e4tze vollautomatisch verhindern lassen. Dabei kann es helfen, zahlreiche zus\u00e4tzliche Faktoren wie die unterschiedlichen Anspr\u00fcche der Mitarbeitenden miteinzubeziehen. Nehmen wir zum Beispiel an, eine Vertriebsmitarbeiterin ben\u00f6tigt am Vormittag ein Einzelb\u00fcro, weil sie ungest\u00f6rt eine Pr\u00e4sentation vorbereiten muss. Am Nachmittag soll sie diese im Abteilungsmeeting vortragen und braucht dementsprechend einen gr\u00f6\u00dferen Raum. Mithilfe eines zentralen Systems l\u00e4sst sich all das effizient und ganz ohne Leerst\u00e4nde organisieren. \u00c4hnliches gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Mitarbeitende, die auf einen barrierefreien Arbeitsplatz angewiesen sind. Manche ben\u00f6tigen aber auch nur ausnahmsweise ein B\u00fcro mit Drucker oder arbeiten einfach gerne an einem Schreibtisch mit Fenster.<\/p>\n<h2>Das hybride B\u00fcro in der Praxis<\/h2>\n<p>Ein Standort, an dem das bereits umgesetzt wurde, ist die Forschungseinrichtung CERN. Hier sind rund 10.000 Mitarbeitende und Gastwissensschaffende angestellt, die nur gelegentlich vor Ort sind. Dort haben sie die M\u00f6glichkeit, per App ihren Schreibtisch flexibel zu buchen und dabei auch Sonderw\u00fcnsche wie beispielsweise einen Fensterplatz auszuw\u00e4hlen. Beim Betreten des Raumes werden sie automatisch eingecheckt. Geschieht dies nicht, wird der Raum wieder zur Buchung freigegeben, wodurch sich die Auslastung optimieren l\u00e4sst. Mitarbeitende k\u00f6nnen au\u00dferdem einsehen, wer an diesem Tag an welchem Arbeitsplatz sitzt. Dieser Raumbezug erleichtert die Navigation vor Ort ungemein, sollte doch einmal der Bedarf f\u00fcr ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch bestehen.<\/p>\n<p>Aber auch anderen \u2013 wie beispielsweise der HR-Abteilung \u2013 f\u00e4llt es auf diese Weise leichter, die Auslastung im Auge zu behalten. Gerade hinsichtlich der anhaltenden Pandemie ist das \u00e4u\u00dferst wichtig. Diese hat dazu gef\u00fchrt, dass Unternehmen \u00fcberhaupt erst dazu gezwungen waren, sich mit alternativen Modellen auseinanderzusetzen und macht auch weiterhin Kontaktbeschr\u00e4nkungen erforderlich. Deshalb gilt, die Mitarbeitenden, die nicht oder zumindest nicht immer ins Homeoffice ausgelagert werden k\u00f6nnen, vor Ort so zu verteilen, dass das Infektionsrisiko f\u00fcr sie m\u00f6glichst gering ist. Zum einen lassen sich mit digitalen Hilfsmitteln jene Schreibtische identifizieren, die belegt werden k\u00f6nnen, um gleichzeitig die Abstandregelungen einzuhalten. Zum anderen kann die maximale zul\u00e4ssige Zahl an Mitarbeitenden, die je nach aktuellem Infektionsgeschehen variiert, besser geregelt werden. Ist diese erreicht, kann das System automatisch einen Riegel vorschieben, indem es keine weiteren Buchungen zul\u00e4sst.<\/p>\n<h2>Gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit<\/h2>\n<p>Doch die M\u00f6glichkeiten gehen noch weit dar\u00fcber hinaus: Gerade hinsichtlich des Klimawandels kann das digital organisierte, hybride B\u00fcro Unternehmen dabei unterst\u00fctzen, Ressourcen einzusparen und sich dadurch dauerhaft nachhaltiger aufzustellen. Da der Arbeitsweg \u00f6fter entf\u00e4llt, l\u00e4sst sich der CO2-Aussto\u00df stark reduzieren. Laut eines Gutachtens des Instituts f\u00fcr angewandte Arbeitswissenschaft w\u00e4ren das bei nur <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/weniger-pendeln-wie-viel-co2-deutschland-mit-mehr-home-office-sparen-koennte\/25406082.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">einem Tag Homeoffice pro Woche schon 850 Millionen Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr.<\/a> Doch auch im B\u00fcro k\u00f6nnen Ressourcen und damit Kosten ganz unmittelbar eingespart werden: Mithilfe einer smarteren Organisation der Arbeitspl\u00e4tze k\u00f6nnen Mitarbeitenden so verteilt werden, dass ganze Stockwerke oder Geb\u00e4udeabschnitte nicht belegt werden. So kann mehr Fl\u00e4che freigehalten werden, die nicht beheizt werden muss \u2013 und Energie wird eingespart.<\/p>\n<p>Auch externe Geodaten, die sich zum Beispiel auf Staus oder das Wetter beziehen, k\u00f6nnen ber\u00fccksichtigt werden. So ist das System in der Lage, zu prognostizieren, ob eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe Mitarbeitender sp\u00e4ter eintreffen wird oder bei Schnee eher kurzfristig zuhause bleibt. Dadurch f\u00e4llt es auch der Kantine leichter, ressourcenschonender zu planen. Ohne ein zentrales System m\u00fcsste daf\u00fcr gesorgt werden, dass f\u00fcr jede Eventualit\u00e4t gen\u00fcgend Lebensmittel verf\u00fcgbar sind, was nicht selten dazu f\u00fchrt, dass gro\u00dfe Mengen weggeworfen werden m\u00fcssen. Wenn das Kantinenteam jedoch stets den \u00dcberblick dar\u00fcber behalten kann, wie viele Mitarbeitende an diesem Tag vor Ort zu Mittag essen, k\u00f6nnen die entsprechenden Mengen vorbereitet werden.<\/p>\n<p>Am Ende sollte es beim hybriden B\u00fcro immer darum gehen, den Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem sie optimale Arbeitsbedingungen vorfinden und sich wohlf\u00fchlen. Nur so werden die optimalen Voraussetzungen f\u00fcr produktives und innovatives Arbeiten geschaffen.<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber den Autor<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/juergenschomakers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">J\u00fcrgen Schomakers <\/a>studierte Wirtschaftsgeographie mit dem Schwerpunkt Geoinformatik und arbeitet heute bei Esri, einem Produzenten von GIS-Software, Location Intelligence und Mapping. In seiner aktuellen Position als Managing Partner ist er vor allem f\u00fcr die technologische Strategie des Unternehmens verantwortlich und legt seinen Fokus auf interkulturelles Management, IT-Strategie f\u00fcr Unternehmen, Gesch\u00e4ftsumwandlung und Change Management.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.humanresourcesmanager.de\/content\/das-hybride-buero-chance-und-herausforderung-zugleich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Human Ressources Manager<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hybride B\u00fcro bringt viele Chancen mit sich, von denen neben dem Unternehmen auch die Umwelt profitieren kann \u2013 vorausgesetzt, 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