{"id":8464,"date":"2026-05-30T09:27:52","date_gmt":"2026-05-30T09:27:52","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/corporate-rebels-eine-kultur-des-andersdenkens-foerdern-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:52","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:52","slug":"corporate-rebels-eine-kultur-des-andersdenkens-foerdern-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/corporate-rebels-eine-kultur-des-andersdenkens-foerdern-en\/","title":{"rendered":"Corporate Rebels: Eine Kultur des Andersdenkens f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Wie Corporate Rebels Unternehmen aus dem Dornr\u00f6schenschlaf wecken und warum es daf\u00fcr mutige F\u00fchrungskr\u00e4fte braucht. <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/gabrielefanta\/?originalSubdomain=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gabriele Fanta<\/a>, CHRO beim internationalen Technologiekonzern K\u00f6rber, \u00fcber Kultur und F\u00fchrung als entscheidende Instrumente der Mitarbeitergewinnung und -bindung.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Arbeitswelt ist im Wandel. Der wachsende Fachkr\u00e4ftemangel treibt Unternehmen an, sich neu aufzustellen im Kampf um die besten Talente. Es braucht l\u00e4ngst mehr als Kicker, Obstkorb und Homeoffice, um Kandidaten von sich zu \u00fcberzeugen und Mitarbeitende zu halten. Entscheidend ist vielmehr die gelebte Kultur des Unternehmens, sie ist die wichtigste W\u00e4hrung im Kampf um Talente und macht den Unterschied, wenn es darum geht, welchem Arbeitgeber der Mitarbeiter seine Loyalit\u00e4t schenkt.<\/p>\n<p>Gerade in Zeiten von VUCA (Akronym f\u00fcr die Begriffe volatility, uncertainty, complexity and ambiguity) ist eine passende Kultur wichtiger als zuvor. Sie ist der Magnet, der innovative und leistungsstarke Personen anzieht und bindet.<\/p>\n<h2>Firmenkultur braucht Mut und Role Models<\/h2>\n<p>Neben flexiblen Arbeitsbedingungen erwarten Mitarbeiterinnen \/ Mitarbeiter eine moderne und wertsch\u00e4tzende F\u00fchrungskultur. Gleichzeitig legen viele Arbeitgeber Wert auf ein innovatives und unternehmerisches Denken ihrer Mitarbeiter. K\u00f6rber setzt daher sowohl bei der Mitarbeitergewinnung als auch bei deren Entwicklung darauf, eine Kultur des Andersdenkens zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Das bedingt bereits die rund 75-j\u00e4hrige Unternehmensgeschichte des Technologiekonzerns. Schon der Gr\u00fcnder und Unternehmer Kurt A. K\u00f6rber hat Zeit seines Lebens immer wieder bewusst den Status-quo in Frage gestellt, Neues ausprobiert und aus diesem Mindset heraus \u00fcber 200 Patente angemeldet.<\/p>\n<p>Um eine Kultur zu schaffen, die diese Erfolgsgeschichte fortschreibt, braucht es vor allem Mut. Mut f\u00fcr offenen Dialog, f\u00fcr eine konstruktive Fehlerkultur und die Souver\u00e4nit\u00e4t, Dissens auszuhalten. Eine wichtige Rolle spielen hier vor allem die F\u00fchrungskr\u00e4fte, sie nehmen ein Vorbildfunktion ein.<\/p>\n<p>Die Frage, wie viel Unangepasstheit F\u00fchrungskr\u00e4fte selbst an den Tag legen d\u00fcrfen, wird dabei immer h\u00e4ufiger als Erfolgsfaktor diskutiert. F\u00fchrungskr\u00e4fte, die unkonventionelle Ideen einbringen und die den Mut haben, neue Wege zu gehen, sind der Motor des zuk\u00fcnftigen Unternehmenserfolgs.<\/p>\n<h2>Corporate Rebels: Unangepasstheit als Innovationsmotor<\/h2>\n<p>K\u00f6rber setzt sowohl bei den F\u00fchrungskr\u00e4ften als auch bei den Teams an: Ein wichtiges Instrument sind die f\u00fcnf F\u00fchrungsprinzipen. Wobei zwei dieser f\u00fcnf f\u00fcr die Kulturbildung besonders relevant sind. Zum einen das Prinzip \u201eWir f\u00f6rdern Vielfalt\u201d, das bewusst dazu ermutigt, Meinungsvielfalt zuzulassen, die Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr heterogene Impulse und das Bef\u00e4higen und Best\u00e4rken der Mitarbeitenden.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den rund 13.000 Mitarbeitenden entwickelt K\u00f6rber aktuell erg\u00e4nzende Teamleitlinien, die dabei helfen sollen, die Unternehmenskultur noch weiter zu formen. Das wiederum soll Menschen ansprechen, die Lust auf diese Kultur und F\u00fchrung auf Augenh\u00f6he haben, sogenannte \u201eCorporate Rebels\u201c.<\/p>\n<p>Dies sind die kritischen Stimmen, die Abweichler in Unternehmen, deren Ideen Neues vorantreiben. Menschen mit neuen Ideen, kritischen Anregungen und \u00c4nderungsvorschl\u00e4gen werden oft als St\u00f6renfriede gebrandmarkt. Dabei sind es genau diese Personen, die oft einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit des Unternehmens liefern.<\/p>\n<p>Das zweite f\u00fcr die Kultur wichtige F\u00fchrungsprinzip lautet \u201cWir sind Unternehmer\u201d. Unternehmertum an sich setzt schon eine gewisse Risikobereitschaft voraus, die Bereitschaft Fehler zu machen, daraus zu lernen, um etwas zu schaffen, das Relevanz f\u00fcr den Kunden hat. Nur so kann eine Kultur des positiven Scheiterns entstehen, der disruptiven Talenten M\u00f6glichkeiten bietet, statt strikte Rahmen setzt.<\/p>\n<h2>Die eigene Pers\u00f6nlichkeit einbringen<\/h2>\n<p>Ziel sollte sein, dass sich jeder mit seiner individuellen Pers\u00f6nlichkeit einbringen kann und so zur Innovationskraft und zum Erfolg des Unternehmens beitr\u00e4gt. Hier sind erneut und insbesondere die F\u00fchrungskr\u00e4fte gefragt: Sie m\u00fcssen in der Lage sein, vertrauensvoll zu agieren, also einen Rahmen zu schaffen, der die Entwicklung jede(s) Einzelnen f\u00f6rdert und seine \/ ihre individuellen Bed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigt. Wenn immer mehr Menschen im Corporate-Kontext darauf vertrauen k\u00f6nnen, dass sie absolut sie selbst sein k\u00f6nnen, dann funktioniert auch das \u201cNullachtf\u00fcnfzehn-F\u00fchren\u201d nicht mehr und die \u00d6ffnung f\u00fcr ein Andersdenken ist quasi ein notwendiges Ergebnis.<\/p>\n<h2>Flexibilit\u00e4t statt etablierter Denkmuster<\/h2>\n<p>Es braucht kritische Stimmen im Konzern, damit wirkliche Innovation entstehen kann. Sie zu identifizieren, ist nicht immer einfach. Dabei macht der Blick nach innen durchaus Sinn. Denn hat man diese disruptiven Talente im Konzern erst einmal gefunden, kann man sie dazu nutzen, kulturelle Ver\u00e4nderungen auch in einem anderen Unternehmensbereich voranzutreiben, zum Beispiel dort, wo noch ein eher traditionelles Kulturbild gelebt wird. Was disruptive Talente mitbringen, ist oft ein gesteigertes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t. Wieso sollten Sie also nur punktuell und nicht an verschiedenen Stellen im Unternehmen wirken? Freiraum spielt eine gro\u00dfe Rolle f\u00fcr Corporate Rebels.<\/p>\n<p>Will man disruptive Talente extern finden, gilt es bei der Personalauswahl darauf zu achten, wie angepasst jemand ist oder f\u00fchrt. Insgesamt erfordert die Identifizierung dieser Talente viel Zeit und Ressourcen. Doch ihr Potenzial, das Unternehmen voranzubringen, indem sie etablierte Denkmuster herausfordern und innovative Ideen einbringen, macht den Aufwand lohnenswert.<\/p>\n<p><strong><em>Zur Person<\/em><\/strong><\/p>\n<div class=\"m-a-box-bio\">\n<p><em>Gabriele Fanta leitet seit 2020 als Chief Human Resources Officer (CHRO) den Bereich Human Resources f\u00fcr den Technologiekonzern <a href=\"https:\/\/www.koerber.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00f6rber<\/a>. Hier ist sie weltweit verantwortlich f\u00fcr den Personalbereich, die Personalentwicklung und das Employer Branding. Vor ihrer Zeit bei K\u00f6rber war sie unter anderem bei Daimler, McDonalds und zuletzt als Leiterin des globalen Personalbereichs bei Sixt t\u00e4tig. Sie geh\u00f6rt zu den 40 over 40 2022 und ist somit eine von Deutschlands inspirierendsten weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4ften des Jahres.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.hrjournal.de\/corporate-rebels-kultur-des-andersdenkens\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hrjournal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Corporate Rebels Unternehmen aus dem Dornr\u00f6schenschlaf wecken und warum es daf\u00fcr mutige F\u00fchrungskr\u00e4fte braucht. 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