{"id":8447,"date":"2024-08-30T01:05:05","date_gmt":"2024-08-30T01:05:05","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/best-ager-am-arbeitsmarkt-eine-ungenutzte-ressource-im-kampf-gegen-den-fachkraeftemangel-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:51","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:51","slug":"best-ager-am-arbeitsmarkt-eine-ungenutzte-ressource-im-kampf-gegen-den-fachkraeftemangel-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/best-ager-am-arbeitsmarkt-eine-ungenutzte-ressource-im-kampf-gegen-den-fachkraeftemangel-en\/","title":{"rendered":"Best Ager am Arbeitsmarkt: Eine ungenutzte Ressource im Kampf gegen den Fachkr\u00e4ftemangel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Zahl \u00e4lterer Besch\u00e4ftigter ab 50 steigt. Es droht eine massive Fachkr\u00e4ftel\u00fccke. Lesen Sie jetzt, was sich Best Ager w\u00fcnschen und, was sie von Arbeitgebern erwarten.<\/strong><\/p>\n<p>Es \u201eboomt\u201c am deutschen Arbeitsmarkt \u2013 doch nicht im wirtschaftlichen Sinn. Vielmehr steigt die Zahl der \u00c4lteren rasant. Von der \u201eAltenrepublik\u201c Deutschland ist die Rede, gar vom \u201ealten Mann Europas\u201c. Und tats\u00e4chlich: Der <strong>Babyboom<\/strong> der Nachkriegszeit, der 1964 mit 1,36 Millionen seinen H\u00f6chststand erreichte, ist lange vorbei. Seit dem \u201ePillenknick\u201c sinken die Geburten stark, brachen zuletzt infolge multipler Krisen massiv ein. So liegt die Geburtenrate 2024 auf dem tiefsten Stand seit 2009. Seit den 1970ern steigt die durchschnittliche Lebenserwartung fast kontinuierlich an. Die Folge: Die Deutschen werden immer \u00e4lter. Und der <strong>demografische Wandel<\/strong> zeichnet sich immer deutlicher auch in den Belegschaften deutscher Unternehmen ab.<\/p>\n<p>Sicher ist: In den n\u00e4chsten Jahren werden die Babyboomer-Jahrg\u00e4nge aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Schon 2023 gingen in Deutschland erstmals mehr Menschen in Rente als vollj\u00e4hrig wurden. In manchen Bundesl\u00e4ndern wird es mehr Menschen mit Pflegestufe geben als W\u00e4hler unter 30. Und das die n\u00e4chsten 20 Jahre lang! Die Konsequenzen sind verheerend:<strong> <\/strong>F\u00fcr die Jungen wie f\u00fcr die Wirtschaft. Es wird eine <strong>massive Fachkr\u00e4ftel\u00fccke<\/strong> entstehen. Auch wenn sich der Arbeitsmarkt im Wandel befindet und viele Strukturen immer st\u00e4rker auf die j\u00fcngere Generation Y und Z ausgerichtet sind, tun Arbeitgeber gut daran, die \u00c4lteren nicht zu vergessen. Denn es kommen nicht nur weniger J\u00fcngere nach. Auch die, die noch da sind, werden \u00e4lter. Daher wird es immer wichtiger, die Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen \u00e4lterer Besch\u00e4ftigter ernst zu nehmen und die<strong> passenden Voraussetzungen am Arbeitsplatz f\u00fcr eine lange Teilhabe am Arbeitsleben<\/strong> zu schaffen.<\/p>\n<h2>Altenrepublik Deutschland: Warum Best Ager im Kommen sind<\/h2>\n<p>Laut Statistik der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit sind aktuell knapp 40 Prozent 55plus. \u00dc55 sind somit fast 32 Mio. Menschen. Dank der geburtenstarken Boomer-Jahrg\u00e4nge hat besonders die Zahl der 55- bis unter 65-J\u00e4hrigen zugenommen. Weiter erh\u00f6ht die <strong>stufenweise Anhebung des Renteneintrittsalters<\/strong> auf 67 Jahre die Zahl der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen am Arbeitsmarkt. Selbst die &#8220;Rente mit 63&#8221; sorgte nur kurzfristig f\u00fcr eine sinkende Besch\u00e4ftigung und Arbeitslosigkeit \u00c4lterer.<\/p>\n<p><strong>Auffallend:<\/strong> <strong>Die Erwerbsneigung und Erwerbsbeteiligung \u00e4lterer Besch\u00e4ftigter steigt<\/strong> seit Jahren deutlich und <strong>st\u00e4rker als in allen anderen Altersgruppen<\/strong>. Daf\u00fcr sind zwei Dinge ma\u00dfgeblich: Einerseits geht die Zahl der erwerbslosen \u00c4lteren zur\u00fcck. Andererseits steigt ihre Erwerbst\u00e4tigkeit \u00fcberdurchschnittlich. \u00c4ltere nehmen damit \u00f6fter und \u2013 bezogen auf ihr Alter \u2013 l\u00e4nger am Erwerbsleben teil. Das zeigt sich auch an den <strong>kr\u00e4ftigen Zuw\u00e4chsen bei der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung \u00c4lterer<\/strong>. Die <a title=\"Zum Glossar\" href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/DE\/Statischer-Content\/Grundlagen\/Statistik-erklaert\/Beschaeftigung\/Beschaeftigungsquote.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-analytics-track=\"true\" data-analytics-action=\"klick\" data-analytics-value=\" \" data-analytics-name=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/DE\/Statischer-Content\/Grundlagen\/Statistik-erklaert\/Beschaeftigung\/Beschaeftigungsquote.html \" data-analytics-category=\"link\">Besch\u00e4ftigungsquote<\/a> der j\u00fcngeren \u00c4lteren von 55 bis unter 60 Jahren ist mit 64,3 Prozent sogar etwas h\u00f6her als die der 15- bis unter 65-J\u00e4hrigen (62 Prozent). Trotz kr\u00e4ftigem Plus sind die 60- bis unter 65-J\u00e4hrigen \u2013 insbesondere wegen der \u00dcberg\u00e4nge in den Ruhestand \u2013 dagegen seltener besch\u00e4ftigt. Inzwischen ist fast jeder Vierte der 34,4 Mio. sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in Deutschland 55 Jahre und \u00e4lter.<\/p>\n<p>\u00c4ltere arbeiten \u2013 auch wegen der Nutzung von<strong> Altersteilzeitmodellen<\/strong> \u2013 dabei \u00f6fter weniger als die tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit. 33 Prozent nutzen Teilzeit. Dagegen ist die <strong>geringf\u00fcgig entlohnte Besch\u00e4ftigung<\/strong> nicht \u00fcberdurchschnittlich verbreitet. Anders bei Personen, die \u00fcber die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten: Sie sind \u00fcberwiegend m\u00e4nnlich und ausschlie\u00dflich geringf\u00fcgig besch\u00e4ftigt. Denn Minijobs gewinnen mit zunehmendem Alter an Bedeutung, w\u00e4hrend die sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung zur\u00fcckgeht. Ferner sind Hochqualifizierte im Alter h\u00e4ufiger erwerbst\u00e4tig. Genauso w\u00e4chst der <strong>Anteil der mindestens 55-J\u00e4hrigen in Mangelberufen<\/strong>: u.a. in der Pflege, den MINT-, Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen. In der Pflege stieg ihr Anteil in 10 Jahren auf rund ein Viertel.<\/p>\n<p>\u00c4ltere haben zwar ein geringeres Risiko, arbeitslos zu werden. Doch sie sind eher <a title=\"Zum Artikel\" href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/faktor-a\/mitarbeiter-finden\/langzeitarbeitslos-job-oft-die-falschen-ausgesiebt\" data-analytics-track=\"true\" data-analytics-action=\"klick\" data-analytics-value=\" \" data-analytics-name=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/faktor-a\/mitarbeiter-finden\/langzeitarbeitslos-job-oft-die-falschen-ausgesiebt\" data-analytics-category=\"link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">langzeitarbeitslos<\/a>. Ein Viertel der 2,6 Mio. Arbeitslosen ist aktuell 55 Jahre und \u00e4lter. Zudem ist der Anteil der Schwerbehinderten bei den \u00c4lteren mit 13 Prozent doppelt so hoch wie bei allen Arbeitslosen zusammen. Zu ber\u00fccksichtigen ist hierbei, dass eine im Lebensverlauf erworbene Krankheit oft erst eine Schwerbehinderung ausl\u00f6st und deshalb vor allem bei \u00e4lteren Menschen auftritt.<\/p>\n<h2>Schluss mit Abstellgleis: Warum Best Ager (weiter-)arbeiten<\/h2>\n<p>Doch was treibt \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte an? Laut einer <a title=\"Zur Seite\" href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/DE\/Statischer-Content\/Statistiken\/Themen-im-Fokus\/Demografie\/Generische-Publikationen\/Aeltere-amArbeitsmarkt.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=10\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-analytics-track=\"true\" data-analytics-action=\"klick\" data-analytics-value=\" \" data-analytics-name=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/DE\/Statischer-Content\/Statistiken\/Themen-im-Fokus\/Demografie\/Generische-Publikationen\/Aeltere-amArbeitsmarkt.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=10\" data-analytics-category=\"link\">Auswertung des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung<\/a> versp\u00fcren viele den Wunsch, weiterhin eine sinnvolle Aufgabe zu haben. Sie haben Freude an der Arbeit. Es \u00fcberwiegen <strong>soziale<\/strong> und <strong>pers\u00f6nliche Motive<\/strong>. Zum anderen sind <strong>finanzielle Motive<\/strong> f\u00fcr zwei F\u00fcnftel der Befragten im Rentenbezug entscheidend. Viele m\u00fcssen weiterarbeiten, weil die Rente nicht ausreicht. Dar\u00fcber hinaus gibt es weiteres Potenzial: So w\u00fcrde ein F\u00fcnftel der nicht erwerbst\u00e4tigen Rentner*innen weiterarbeiten, wenn es passende Stellen g\u00e4be.<\/p>\n<h2>Best Ager im Betrieb \u2013 gesch\u00e4tzt und doch nicht gefragt?<\/h2>\n<p>Altes Eisen, Abstellgleis? Seit 2006 sollte sich diese Frage eigentlich erledigt haben. Seitdem ist die <strong>Altersdiskriminierung durch das Allgemeine Gleichstellungsgesetz verboten<\/strong>. Grunds\u00e4tzlich sollten \u00c4ltere also ohne Probleme l\u00e4nger arbeiten k\u00f6nnen, wenn sie das wollen.<\/p>\n<p>Trotzdem lassen sich manche Arbeitgeber weiter vom h\u00f6heren Lebensalter abschrecken. Was l\u00e4uft da schief? Ihre Vorurteile beruhen oft auf falschen Annahmen: Sie f\u00fcrchten, dass diese nicht mehr leistungsf\u00e4hig seien, langsamer arbeiten und nicht bereit seien, sich neuen Technologien anzupassen. Es herrscht die Angst, \u00c4ltere seien weniger belastbar, flexibel, kreativ, innovationsf\u00e4hig und lernbereit als j\u00fcngere Besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Zu teuer und unk\u00fcndbar \u2013 ein weiterer Irrglaube ist der <strong>K\u00fcndigungsschutz ab 55<\/strong>. Anders als bei Schwerbehinderten oder Schwangeren gibt es f\u00fcr \u00e4ltere Arbeitnehmende keine gesetzliche Regelung. Nur bei K\u00fcndigungsfrist und Sozialauswahl genie\u00dfen diese gewisse Vorteile, aber auch das ist einzelfallabh\u00e4ngig, u. a. von der Dauer der Betriebszugeh\u00f6rigkeit. Ebenso k\u00f6nnen besondere Regelungen in Tarifvertr\u00e4gen greifen. Sogar eine K\u00fcndigung wegen Krankheit ist als Unterfall einer personenbedingten K\u00fcndigung nach stufenweiser Pr\u00fcfung zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>\u00c4ltere Mitarbeitende sind nicht h\u00e4ufiger krank, nur l\u00e4nger. Wie aus dem <a title=\"Zur Seite\" href=\"https:\/\/www.bkk-dachverband.de\/publikationen\/bkk-gesundheitsreport\/bkk-gesundheitsreport-2018\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-analytics-track=\"true\" data-analytics-action=\"klick\" data-analytics-value=\" \" data-analytics-name=\"https:\/\/www.bkk-dachverband.de\/publikationen\/bkk-gesundheitsreport\/bkk-gesundheitsreport-2018 \" data-analytics-category=\"link\">Gesundheitsreport der Betriebskrankenkassen hervorgeht<\/a>, fehlten die 55- bis 59-J\u00e4hrigen 2017 im Schnitt 10 Tage l\u00e4nger als die Gesamtheit der Arbeitnehmenden. Bei den 60- bis 64-J\u00e4hrigen waren es mit 32 Fehltagen noch einmal f\u00fcnf Tage mehr. <a title=\"Zur Seite\" href=\"https:\/\/www.bkk-dachverband.de\/publikationen\/bkk-gesundheitsreport\/bkk-gesundheitsreport-2023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-analytics-track=\"true\" data-analytics-action=\"klick\" data-analytics-value=\" \" data-analytics-name=\"https:\/\/www.bkk-dachverband.de\/publikationen\/bkk-gesundheitsreport\/bkk-gesundheitsreport-2023\" data-analytics-category=\"link\">2023<\/a> war das nicht wesentlich anders. Aber: Ma\u00dfgeblichen Einfluss auf die <strong>Ausfallzeiten<\/strong> hat neben der Schwere der Erkrankung die <strong>Belastung im Job<\/strong>. Und die ist <strong>altersunabh\u00e4ngig<\/strong>. Junge Berufseinsteigende bewerteten ihre k\u00f6rperliche und psychische Gesundheit zuletzt sogar eher negativ \u2013 vermutlich ein Nachhall der Corona-Pandemie.<\/p>\n<p>Insgesamt wird h\u00e4ufig vergessen, dass auch das <strong>Alter in seiner Vielfalt individuell<\/strong> ist. Es ist falsch, alle Best Ager \u00fcber einen Kamm zu scheren. Auch j\u00fcngere Bewerber k\u00f6nnen \u00e4hnliche Einstellungen und Nachteile haben, abgesehen davon, dass sie weniger Lebens- und Berufserfahrung nachweisen k\u00f6nnen. Als Arbeitgeber sollten Sie sich also nicht von einer Zahl leiten lassen, sondern den Menschen als Ganzes in den Blick nehmen!<\/p>\n<h2>Best Ager im Betrieb \u2013 ein wichtiges Gut<\/h2>\n<p>Die Bewertung des Alters schwankt seit jeher. Antike Philosophen pr\u00e4gten die drei Ws, Weisheit, Wissen und W\u00fcrde. Eine Haltung, die uns in Zeiten von Jugendwahn und Selbstoptimierung abhandenzukommen droht. Dabei bringen \u00c4ltere eine Souver\u00e4nit\u00e4t und Gelassenheit mit, die sie mit bestimmten Situationen oder Unsicherheiten besser umgehen l\u00e4sst. Oft k\u00f6nnen sie sofort und ohne gro\u00dfe Einarbeitung in Arbeitsprozesse integriert werden. Nicht zu vergessen, ihr Netzwerk. Eine <a title=\"Zur Seite\" href=\"https:\/\/www.manpowergroup.de\/de\/insights\/studien-und-research\/studien\/2023\/10\/12\/10\/14\/silver-workforce-studie-2023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-analytics-track=\"true\" data-analytics-action=\"klick\" data-analytics-value=\" \" data-analytics-name=\"https:\/\/www.manpowergroup.de\/de\/insights\/studien-und-research\/studien\/2023\/10\/12\/10\/14\/silver-workforce-studie-2023 \" data-analytics-category=\"link\">aktuelle Studie der ManpowerGroup Deutschland<\/a> belegt die <strong>besonderen Qualit\u00e4ten der \u201eSilver Workers\u201c<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>umfangreiches Fachwissen<\/li>\n<li>hohe Motivation, Disziplin und Toleranz<\/li>\n<li>gro\u00dfe Sorgfalt, pers\u00f6nliche Stabilit\u00e4t und Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber dem Arbeitgeber<\/li>\n<li>ausgepr\u00e4gte Arbeitsmoral und gute kommunikative F\u00e4higkeiten<\/li>\n<li>sehr gute Urteilsf\u00e4higkeit und gro\u00dfes Verantwortungsbewusstsein<\/li>\n<li>reicher Erfahrungsschatz und umfangreiche Arbeitserfahrung<\/li>\n<li>komplexe Probleml\u00f6sungsstrategien und hohe Kompetenz bei der Risikoeinsch\u00e4tzung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zwar werden die Sinne im Alter schw\u00e4cher. K\u00f6rperkraft und Belastbarkeit lassen nach. Doch \u00fcber Hilfsmittel l\u00e4sst sich das l\u00e4ngst kompensieren. Digitalisierung und Automatisierung schreiten voran. Maschinen \u00fcbernehmen oder erleichtern viele schwere k\u00f6rperliche Arbeiten. Je nach <strong>individueller Arbeitsf\u00e4higkeit<\/strong> bedeutet es also nicht zwingend Leistungseinbu\u00dfen. Wirtschaftlich haben <a title=\"Zum Artikel\" href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/faktor-a\/richtig-fuehren\/altersgemischte-teams-ohne-konflikte-fuehren\" data-analytics-track=\"true\" data-analytics-action=\"klick\" data-analytics-value=\" \" data-analytics-name=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/faktor-a\/richtig-fuehren\/altersgemischte-teams-ohne-konflikte-fuehren\" data-analytics-category=\"link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">altersgemischte Teams<\/a>, Abteilungen und Belegschaften sogar Vorteile, wenn sich die St\u00e4rken und Kompetenzen der Generationen bestm\u00f6glich erg\u00e4nzen.<\/p>\n<h2>Respekt, bitte: Was Best Ager von Arbeitgebern erwarten<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend Betriebe verzweifelt nach Fachkr\u00e4ften suchen, daf\u00fcr nach \u00dcbersee schauen oder um junge GenZler buhlen, schlummern hierzulande teils ungeahnte Sch\u00e4tze. Die W\u00fcnsche, Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen der Generation 50plus zu verstehen, ist unerl\u00e4sslich geworden. Genau wie j\u00fcngere Generationen sch\u00e4tzt diese mehr und mehr <strong>flexible Arbeitszeiten<\/strong>, <strong>Homeoffice<\/strong> und eine <strong>ausgewogene Work-Life-Balance<\/strong>. Eine <strong>gute Arbeitsatmosph\u00e4re<\/strong> ist ebenso wichtig wie die Option, Erfahrung und Wissen weiterzugeben. Daf\u00fcr erwartet sie ein <strong>angemessenes Gehalt<\/strong>, Respekt und Anerkennung. Das gilt auch f\u00fcr die Loyalit\u00e4t und Treue, die sie Arbeitgeber und Betrieb gezollt hat. Sie hat sich ihre Position eventuell \u00fcber Jahre oder Jahrzehnte erk\u00e4mpft. Insgesamt legt sie mehr Wert auf Hierarchien und Umgangsformen.<\/p>\n<p>Die <a title=\"Zur Seite\" href=\"https:\/\/presse.koenigsteiner.com\/2023\/03\/13\/karriere-50-plus-whitepaper\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-analytics-track=\"true\" data-analytics-action=\"klick\" data-analytics-value=\" \" data-analytics-name=\"https:\/\/presse.koenigsteiner.com\/2023\/03\/13\/karriere-50-plus-whitepaper\/\" data-analytics-category=\"link\">Arbeitsmarktstudie \u201eKarriere 50 plus\u201c der K\u00f6nigsteiner Gruppe<\/a> zeigt auch, dass die 50- bis 65-J\u00e4hrigen noch immer sehr ambitioniert und produktiver denn je im Berufsleben sind. Fast die H\u00e4lfte der Silver Generation zeichnet eine <strong>hohe Jobwechselbereitschaft<\/strong> aus, aktiv oder passiv. Genau die H\u00e4lfte der Befragten erkennt ein gesteigertes Interesse an ihrer Arbeitskraft. Besonders die 50- bis 54-J\u00e4hrigen kennen ihren zunehmenden Marktwert. Zugleich f\u00fchlen sich viele \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte <strong>bereit f\u00fcr neue Herausforderungen<\/strong> und sehen sich selbst auf dem H\u00f6hepunkt ihrer beruflichen Laufbahn. Eine deutliche Mehrheit von fast 90 Prozent hat ein <strong>hohes Interesse an beruflicher Weiterbildung<\/strong>. Zwei Drittel der Befragten f\u00fchlen sich genauso (37 Prozent) oder sogar produktiver (29 Prozent) als in ihren 20ern.<\/p>\n<h4>Fazit:<\/h4>\n<p>Trotz \u00dcberalterung sind \u00e4ltere Arbeitnehmende eine <strong>wertvolle Ressource<\/strong>. Indem Sie als Arbeitgeber etwaige Vorurteile \u00fcberwinden und die Bed\u00fcrfnisse \u00c4lterer ber\u00fccksichtigen, k\u00f6nnen Sie nicht nur den Fachkr\u00e4ftemangel bek\u00e4mpfen, sondern auch von deren Erfahrung und Kompetenz profitieren. Als Arbeitgeber haben Sie es also in der Hand, die Arbeitswelt f\u00fcr \u00c4ltere attraktiv zu machen!<\/p>\n<p><strong><em>Zur Autorin<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><strong style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/katja-feuerstein-bab745261\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Katrin Feuerstein<\/a> &#8211; Referentin f\u00fcr Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit bei Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong style=\"font-weight: 400;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/faktor-a\/mitarbeiter-finden\/best-ager-gegen-fachkraeftemangel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Faktor A &#8211; Das Arbeitgebermagazin<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zahl \u00e4lterer Besch\u00e4ftigter ab 50 steigt. Es droht eine massive Fachkr\u00e4ftel\u00fccke. 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