{"id":8446,"date":"2026-05-30T09:27:51","date_gmt":"2026-05-30T09:27:51","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/bessere-fuehrungskraft-werden-arbeite-zuerst-an-dir-bevor-du-an-deinem-team-arbeitest-en\/"},"modified":"2026-05-30T09:27:51","modified_gmt":"2026-05-30T09:27:51","slug":"bessere-fuehrungskraft-werden-arbeite-zuerst-an-dir-bevor-du-an-deinem-team-arbeitest-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/bessere-fuehrungskraft-werden-arbeite-zuerst-an-dir-bevor-du-an-deinem-team-arbeitest-en\/","title":{"rendered":"Bessere F\u00fchrungskraft werden: Arbeite zuerst an dir, bevor du an deinem Team arbeitest"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Selbstreflexion ist das Merkmal starker F\u00fchrung. Erst die Arbeit an dir selbst macht die Arbeit mit anderen m\u00f6glich.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Der Fisch beginne am Kopf zu stinken, so Hirnforscher und Neurobiologe Gerald H\u00fcther, der das norddeutsche Sprichwort zitiert, um die Verantwortung von F\u00fchrungskr\u00e4ften deutlich zu machen. Doch das Gehirn und Mindset von Leadern sei, wie bei anderen Menschen auch, zeitlebens ver\u00e4nderbar \u2013 wenn wir bereit seien, an uns zu arbeiten.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr angehende F\u00fchrungskr\u00e4fte und auch f\u00fcr alteingesessene Leader gilt deshalb:<\/strong> Wer sich selbst kennt, akzeptiert und reflektiert, hat ein ausgezeichnetes Fundament, um ein ganzes Team zu f\u00fchren. Vor allem langj\u00e4hrige F\u00fchrungskr\u00e4fte k\u00f6nnen ein Lied davon singen. Zu den schmerzlichsten Erkenntnissen ihrer Karriere geh\u00f6rt, dass niemand als Chef geboren wird, sondern zu einem wird. Es ist ein weiter Weg. <a href=\"https:\/\/arbeits-abc.de\/fragen-zur-selbstreflexion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Selbstreflexion<\/a> hilft, dieses Fundament aufzubauen, das ein ganzes Team tragen kann.<\/p>\n<h2>Wie kann ich an mir arbeiten, um eine bessere F\u00fchrungskraft zu werden?<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst die schlechte Nachricht: Es gibt keine Abk\u00fcrzung. An der Arbeit an dir selbst f\u00fchrt kein Weg vorbei. Die gute Nachricht aber ist, dass der Prozess der Selbstreflexion dir nicht nur hilft, eine gute F\u00fchrungskraft zu werden, sondern auch dabei, eine Inspiration f\u00fcr dein Team zu sein.<\/p>\n<h3>1. Situatives F\u00fchren: Du hast mehr als nur eine Rolle \u2013 lerne sie kennen<\/h3>\n<p>Die Arbeitswelt entwickelt sich heute dynamischer; Agilit\u00e4t steht weit oben. Und auch trotz klarer Rollenverteilung ist Flexibilit\u00e4t gefragt, wenn du F\u00fchrungskraft bist.<\/p>\n<p>Ein guter Leader ist in der Lage, situativ zu f\u00fchren. Die Herausforderung besteht darin, ein einengendes, tunneblickhaftes Verst\u00e4ndnis, wie ein F\u00fchrungsstil zu sein hat, \u00fcber Bord zu werfen. Der Grundsatz der situativen F\u00fchrungstheorie besteht darin, dass es nicht \u201eden einen perfekten F\u00fchrungsstil\u201c gibt, der alle anderen \u00fcberragt. F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten sich vielmehr der jeweiligen Situation anpassen, so die Idee des Organisationspsychologen Fred Edward Fielder.<\/p>\n<p>Das bedeutet in der Umsetzung zum Beispiel:<\/p>\n<ul>\n<li>Du ber\u00fccksichtigst die individuelle Beziehung und Entwicklung zum Mitarbeiter.<\/li>\n<li>Du wirst dir deiner Position und Verantwortung bewusst.<\/li>\n<li>Du gehst auf die Erfahrungsstufe ein und passt deinen Stil an (Delegieren, Partizipieren, klare Anweisungen erteilen oder Trainieren).<\/li>\n<li>Du nimmst verschiedene F\u00fchrungselemente auf, die unterschiedlichen Stilen entstammen.\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. Beobachten: St\u00e4rke deine Wahrnehmung und trainiere deine Aufmerksamkeit<\/h3>\n<p>Erfolgreiche F\u00fchrungskr\u00e4fte wissen, was um sie herum passiert und mit welchen Menschen sie sich umgeben. Denn sie haben feine F\u00fchler, weil sie ihre Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe stetig trainieren. Das hilft dir dabei, nicht in impulsive Handlungen zu verfallen und au\u00dferdem, einzelne Teammitglieder besser zu verstehen. Ein Punkt, an dem du in deinem Arbeitsalltag in vielen Situationen arbeiten kannst \u2013 etwa w\u00e4hrend eines Meetings, bei einem Feedbackgespr\u00e4ch oder auch nur w\u00e4hrend einer gemeinsamen Kaffeepause mit Kollegen.<\/p>\n<p>Was dich als F\u00fchrungskraft dabei st\u00e4rken kann:<\/p>\n<ul>\n<li>aktives Zuh\u00f6ren, ohne ins Wort zu fallen<\/li>\n<li>divergentes, kreatives Denken<\/li>\n<li>Blickkontakt halten<\/li>\n<li>innehalten und ruhig Atmen<\/li>\n<li>Fragen stellen\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3. Selbstakzeptanz: Lerne dich so zu nehmen, wie du bist<\/h3>\n<p>Du neigst dazu, dich st\u00e4ndig mit deiner Konkurrenz zu vergleichen und du beginnst, an dir zu zweifeln? Konkurrenzgedanken liegen in der Natur des Menschen. In der F\u00fchrungsetage sind sie omnipr\u00e4sent. Wenn du ein Team selbstsicher f\u00fchren m\u00f6chtest, ist es jedoch von gro\u00dfer Bedeutung, gelassener damit umzugehen.<\/p>\n<p>Selbstakzeptanz ist ein wichtiger Schritt, um an dir und deiner F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit arbeiten zu k\u00f6nnen. Denn viele Menschen \u00fcberspringen diesen essenziellen Schritt, wenn sie Pers\u00f6nlichkeitswachstum anstreben.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberhaupt gilt:<\/strong> Selbstakzeptanz ist Voraussetzung f\u00fcr Ver\u00e4nderung, was zun\u00e4chst paradox klingt. Aber sie hilft dabei, dass du deine Schw\u00e4chen nicht krampfhaft verdr\u00e4ngst, sondern sie annimmst. Das bedeutet auch, deine aktuelle Situation zu akzeptieren, wie sie gerade ist.<\/p>\n<p>Genaues Hinschauen und Akzeptieren macht erst m\u00f6glich, Ver\u00e4nderungspotenzial zu erkennen: Was kann und darf bleiben, was ist ver\u00e4nderbar?<\/p>\n<h3>4. Selbstwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung: Setze dir beide Brillen auf<\/h3>\n<p>Nicht alles, was andere dir \u00fcber dich erz\u00e4hlen, muss der Wahrheit entsprechen. Zumindest nicht deiner Wahrheit. Und doch bringt uns die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung zum Nachdenken.<\/p>\n<p>F\u00fcr konstruktives Feedback solltest du stets offen sein. Das bedeutet auch, Einsch\u00e4tzungen von anderen nicht als pers\u00f6nlichen Angriff zu werten, sondern sie wertungsfrei zu betrachten oder sie gegebenenfalls als M\u00f6glichkeit zu nehmen, um etwas zu ver\u00e4ndern. Oft f\u00e4llt es uns schwer, die Brille der Selbstwahrnehmung abzulegen, um die der Fremdwahrnehmung aufzusetzen. Beide sind wertvoll und hilfreich, um als Leader zu wachsen. Lerne deshalb, Kritik zu empfangen.<\/p>\n<h3>5. Vorbildfunktion: Stelle Regeln auf, die du selbst erf\u00fcllst<\/h3>\n<p>Eine der bedeutendsten Schritte f\u00fcr angehende oder frischgebackene F\u00fchrungskr\u00e4fte ist, im Arbeitsalltag eines Chefs zu lernen, was es bedeutet, Regeln vorzugeben, die auch f\u00fcr dich gelten. Du erwartest Zuverl\u00e4ssigkeit, Absprachen oder Transparenz? Dann ist es h\u00f6chste Zeit, das alles selbst vorzuleben, bevor du damit an dein Team herantrittst.<\/p>\n<h3>6. Verantwortung: Fehler passieren \u2013 stehe zu ihnen<\/h3>\n<p>Die wohl gr\u00f6\u00dfte Baustelle von F\u00fchrungskr\u00e4ften ist manchmal die Art, wie sie mit Fehlern umgehen. Um ein ganzes Team verantwortungsvoll f\u00fchren zu k\u00f6nnen, nimmt die Fehlerkultur, die von Vorgesetzten ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt wird, eine Schl\u00fcsselrolle ein.<\/p>\n<p>Psychologe Guy Winch bezeichnet das Nicht-Zugeben von Fehlern als eine mentale Abwehrstrategie. Demnach haben es vor allem F\u00fchrungskr\u00e4fte mit einem gro\u00dfen Ego schwer, zu einem Fauxpas zu stehen. Selbstsicherheit hingegen hilft, auch Fehler zugeben zu k\u00f6nnen. \u00dcbe dich deshalb darin, Verantwortung f\u00fcr Handlungen zu \u00fcbernehmen, Fehler nicht als Makel zu sehen und sie nicht auf andere zu schieben, vor allem nicht, wenn du dich als F\u00fchrungskraft ohnehin in einer Machtposition befindest.<\/p>\n<h3>7. Prinzipientreue: Handle nach den Werten, die du vertrittst<\/h3>\n<p>Auch wenn es unbequem wird, du dich blo\u00dfstellen k\u00f6nntest oder du einen mutigen Schritt nach vorne wagen musst: Bleibe den Werten und Prinzipien treu, die dir wichtig sind, nachdem du sie aufgestellt hast.<\/p>\n<p>F\u00fchrungskr\u00e4fte, die ihr Handeln nach den Werten und Prinzipien ausrichten, die sie nach au\u00dfen hin kommunizieren, k\u00f6nnen nachts nicht nur frei von Schuldgef\u00fchlen einschlafen. Sie sind auch ein Vorbild f\u00fcr ihr Team, indem sie Ehrlichkeit, Loyalit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit beweisen, weil sie sich selbst in herausfordernden Situationen stets treu bleiben.<\/p>\n<h3>8. Growth Mindset: H\u00f6re mit dem Lernen nicht auf<\/h3>\n<p>Ein Growth Mindset zu haben, bedeutet, F\u00e4higkeiten als etwas Erlernbares zu betrachten. Zum Vergleich: Menschen mit einem Fixed Mindset sind tief davon \u00fcberzeugt, dass sie mit dem, was sie k\u00f6nnen und haben \u2013 etwa die Intelligenz \u2013 auf die Welt gekommen sind.<\/p>\n<p>Eine Wachstumsmentalit\u00e4t hingegen l\u00e4sst zu, dass du neugierig, lernf\u00e4hig und offen bleibst. Unabh\u00e4ngig davon, wie viele Jahre du nun schon F\u00fchrungskraft bist oder ob du gerade erst beginnst, aufzusteigen, wir sind in der Lage, jeden Tag etwas Neues \u00fcber uns selbst zu lernen.<\/p>\n<p>Die Entwicklung einer solchen Mentalit\u00e4t kann viele Jahre in Anspruch nehmen. Doch der Prozess hilft dir dabei, dich fit zu machen f\u00fcr einen inspirierenden, erfolgreichen Alltag als Leader \u2013 mit allen H\u00f6hen und Tiefen, die dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/arbeits-abc.de\/fuehrung-verbessern-durch-selbstreflexion\/?xing_share=news\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">arbeits-abc.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbstreflexion ist das Merkmal starker F\u00fchrung. Erst die Arbeit an dir selbst macht die Arbeit mit anderen m\u00f6glich. Der Fisch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5758,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1085,64],"tags":[125],"class_list":["post-8446","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leadership-and-management","category-leadership-und-fuehrung","tag-fuhrung-leadership-selbstreflexion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8446"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8446\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}