{"id":8156,"date":"2025-05-09T01:03:38","date_gmt":"2025-05-09T01:03:38","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.empiricus.eu\/so-gelingt-die-fuehrung-globaler-teams\/"},"modified":"2025-05-09T01:03:38","modified_gmt":"2025-05-09T01:03:38","slug":"so-gelingt-die-fuehrung-globaler-teams","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/empiricus.eu\/en\/so-gelingt-die-fuehrung-globaler-teams\/","title":{"rendered":"So gelingt die F\u00fchrung globaler Teams"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Die Rekrutierung von Personal im Ausland kann eine wirksame Ma\u00dfnahme sein, um offene Stellen zu besetzen. Doch der Aufbau und die F\u00fchrung globaler Teams stellen neue Anforderungen an F\u00fchrungskr\u00e4fte, Personalverantwortliche und Mitarbeitende. Martin Tillert, Partner Director DACH bei G-P, gibt Tipps, welche Ver\u00e4nderungen im Unternehmen notwendig sind, um den Besonderheiten des grenz\u00fcberschreitenden Arbeitens gerecht zu werden.  <\/strong><\/em><\/p>\n<p>In Deutschland fehlen rund <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/fachkreaftemangel-arbeitsplaetze-offene-stellen-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zwei Millionen Fachkr\u00e4fte<\/a> \u2013 \u00fcber alle Branchen hinweg. Waren vor der Pandemie noch vor allem Spezialisierungen in den Bereichen Pflege und Erziehung betroffen, ist der Mangel nun auch im Handwerk und dem Verkehrssektor massiv gewachsen. Aber auch in der Gastronomie, der IT oder dem Maschinenbau k\u00f6nnen viele Unternehmen offene Stellen nicht besetzen. Gehen die Babyboomer in Rente, wird sich die Situation weiter versch\u00e4rfen. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Personalsuche im Ausland f\u00fcr deutsche Unternehmen als wirksames Mittel, um die Fachkr\u00e4ftel\u00fccke zu schlie\u00dfen.    <\/p>\n<h2>Expansion erfordert Anpassungen der Unternehmenskultur<\/h2>\n<p>Angesichts der Flexibilit\u00e4t neuer Modelle wie Remote Work ist es f\u00fcr internationale Fachkr\u00e4fte oft nicht mehr notwendig, f\u00fcr einen Arbeitsplatz nach Deutschland zu ziehen. Technologie erm\u00f6glicht es, dass Arbeitnehmerinnen \/ Arbeitnehmer von ihrem Heimatland aus f\u00fcr deutsche Unternehmen t\u00e4tig sein k\u00f6nnen. Damit ein solches globales Wachstum nachhaltig ist, muss sich die Unternehmenskultur jedoch an die Besonderheiten des grenz\u00fcberschreitenden Arbeitens anpassen.  <\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund zeigt der <a href=\"https:\/\/www.globalization-partners.com\/de\/news\/gp-global-growth-report\/#gref\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Global Growth Report 2023<\/a> von G-P einige Aspekte auf, die Unternehmen bei der Gestaltung einer globalen Unternehmenskultur, die allen Beteiligten gerecht wird, helfen k\u00f6nnen. F\u00fcr die Studie wurden weltweit 5.500 Besch\u00e4ftigte, davon 500 aus Deutschland, und 2.500 F\u00fchrungskr\u00e4fte zu ihren Vorstellungen bez\u00fcglich der Arbeit in globalen Teams befragt. Sprachliche oder kulturelle Barrieren lassen 42 Prozent der deutschen Befragten demnach am st\u00e4rksten zweifeln, ob sie in einem solchen Kontext arbeiten m\u00f6chten. 29 Prozent geben zudem an, zu z\u00f6gern, weil sie es sich schwierig vorstellen, \u00fcber Grenzen hinweg Beziehungen zu Kolleginnen \/ Kollegen aufzubauen. 28 Prozent haben aufgrund des Arbeitens in verschiedenen Zeitzonen Bedenken.    <\/p>\n<h2>Strukturen inklusiv gestalten \u2013 global und regional<\/h2>\n<p>Diese Ergebnisse legen nahe, dass das Management internationaler Teams noch einmal mehr darauf setzen muss, sich in Besch\u00e4ftigte hineinzuversetzen und verschiedene Perspektiven einzunehmen. Dialogorientierte Kommunikation und eine Entscheidungsfindung, die die Mitarbeitenden einbezieht, helfen, unterschiedliche Weltanschauungen, Wertvorstellungen und ethische Hintergr\u00fcnde zu ber\u00fccksichtigen. So kann die Vielfalt eines Teams auch zu seiner St\u00e4rke werden.  <\/p>\n<p>Verschiedene Praktiken helfen, sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden unabh\u00e4ngig von Standort oder kulturellem Hintergrund die gleichen Teilhabem\u00f6glichkeiten haben. Beispielsweise sollten Teammeetings zeitlich so gelegt werden, dass alle Mitarbeitenden die Chance haben, daran teilzunehmen. Betriebsversammlungen k\u00f6nnen \u00fcber das Jahr verteilt in unterschiedlichen Zeitzonen stattfinden. Sprachlich sollten alle den Inhalt verstehen k\u00f6nnen.   <\/p>\n<p>Was Urlaubsregelungen angeht, k\u00f6nnen Unternehmen Betriebsferien mit regionalen Feiertagen und flexibler Urlaubsgestaltung kombinieren, was ebenfalls zu einer globalen Kultur beitr\u00e4gt, ohne die kulturelle Identit\u00e4t einzelner L\u00e4nder zu gef\u00e4hrden. Auch Trainings zur kulturellen Sensibilisierung und zur interkulturellen Kommunikation sind sinnvoll, um die Belegschaft f\u00fcr das Arbeiten in einem globalen Team vorzubereiten. <\/p>\n<h2>Kreativ und flexibel: Neue Top-Anforderungen an F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/h2>\n<p>Es liegt auf der Hand, dass Personalf\u00fchrung in remote aufgestellten Teams spezifische Anforderungen an F\u00fchrungskr\u00e4fte mit sich bringt. Auch in einem solchen Kontext gilt es, ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu vermitteln, damit Teams offen und ehrlich zusammenarbeiten. Dies scheint den befragten Managerinnen \/ Managern bewusst zu sein: 36 Prozent geben an, Bedenken zur Aufrechterhaltung einer unternehmensweiten Kultur \u00fcber alle Regionen hinweg haben sie schon einmal davon abgehalten, Fachkr\u00e4fte in einem anderen Land anzustellen.  <\/p>\n<p>F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten sich daher ein neues Skillset zulegen, um in globalen Teams arbeiten und diese f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Der Studie zufolge glauben die befragten Entscheiderinnen \/ Entscheider, dass es dabei vor allem auf Kreativit\u00e4t (44 Prozent), Flexibilit\u00e4t (41 Prozent) und die F\u00e4higkeit zur Mediation (37 Prozent) ankommt. Analog dazu sind die Angestellten der Auffassung, F\u00fchrungskr\u00e4fte in l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Teams m\u00fcssen vor allem flexibel sein, wie 52 Prozent der deutschen Befragten angeben. Den internationalen Befragten sind dar\u00fcber hinaus Kreativit\u00e4t bei der Probleml\u00f6sung (53 Prozent) und interkulturelle Kommunikationsf\u00e4higkeit (51 Prozent) besonders wichtig. Jeder zweite deutsche Befragte betont zudem die Bedeutung von Empathie (50 Prozent) als F\u00fchrungsqualit\u00e4t.    <\/p>\n<h2>Administrative H\u00fcrden \u00fcberwinden und Expert:innen hinzuziehen<\/h2>\n<p>Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen F\u00fchrungskr\u00e4fte beim Management globaler Teams auch administrative Belange meistern. Dem Global Growth Report zufolge sehen 39 Prozent der befragten Entscheiderinnen \/ Entscheider die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen darin, ihre Angestellten \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg angemessen zu unterst\u00fctzen und international verschiedene Urlaubs- und K\u00fcndigungsregelungen im Blick zu behalten. Die Auswahl passender Kollaborationstools und finanzielle Aspekte wie die Ber\u00fccksichtigung von Wechselkursen oder Steuern empfinden 38 Prozent als herausfordernd.  <\/p>\n<p>Diese administrativen Prozesse lassen sich durch die Zusammenarbeit mit den richtigen Partnern leichter managen. So bieten beispielsweise KI-gest\u00fctzte Plattformen f\u00fcr globales Wachstum eine L\u00f6sung f\u00fcr Compliance- und Verwaltungsh\u00fcrden, indem sie Employer-of-Record-Modelle (EOR) und Expertenberatung vor Ort verbinden. Solche L\u00f6sungen bieten Entscheiderinnen \/ Entscheidern Zugriff auf fachliche Expertise und erm\u00f6glichen es ihnen, steuer- und arbeitsrechtliche Angelegenheiten rechtskonform zu adressieren. Dadurch sparen sie Zeit, die ihnen f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung einer l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Unternehmenskultur bleibt.   <\/p>\n<p>Auf diese Weise hilft Technologie Unternehmen, Herausforderungen bei der internationalen Personalbeschaffung zu meistern \u2013 einer Ma\u00dfnahme, die sich angesichts weltweiter Entwicklungen im HR-Bereich zunehmend als ad\u00e4quate L\u00f6sung f\u00fcr den Fachkr\u00e4ftemangel etabliert.<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber den Autor<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/martintillert\/?originalSubdomain=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Martin Tillert<\/a> ist New-Work-Experte und Partner Director DACH bei <a href=\"https:\/\/www.globalization-partners.com\/de\/#gref\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">G-P\/Globalization Partners<\/a>, dem Pionier und Marktf\u00fchrer der globalen Besch\u00e4ftigungsbranche. G-P liefert seit 2012 Produkte f\u00fcr die Compliance und Belegschaft in der globalen Arbeitswelt, die auf die Bed\u00fcrfnisse wachsender Unternehmen zugeschnitten sind. <\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.hrjournal.de\/so-gelingt-die-fuehrung-globaler-teams\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hrjournal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rekrutierung von Personal im Ausland kann eine wirksame Ma\u00dfnahme sein, um offene Stellen zu besetzen. 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